Und täglich grüßt die Schreibblockade…

Kennst du das? Du bist eigentlich total in Schreiblaune, aber kaum setzt du dich an deinen Computer, will dir überhaupt nichts einfallen. Je länger du auf den Bildschirm starrst, desto mehr sinkt deine Motivation, bis du schließlich deprimiert aufgibst.
Ich kenne diese Szenerie nur zu gut. Schreibblockaden sind eine deprimierende Erfahrung. Doch es gibt eine gute Nachricht: Man kann sie bekämpfen!

Hier habe ich zehn nützliche Tipps, die dir helfen, wieder neue Inspiration zu bekommen.

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1. Entspanne dich

Manchmal sind wir einfach zu angespannt um zu schreiben. Was da hilft sind leise Musik, angenehmes Licht und Entspannungsübungen, z. B. die Hände zu Fäusten ballen und wieder loslassen. Alternativ kannst du es dir irgendwo gemütlich machen, die Augen schließen und deine Sinne auf eine kreative Traumreise schicken. Stell dir eine schöne Situation vor, z. B. ein Strandspaziergang. Hörst du schon die Wellen rauschen? Einfach den Alltag loszulassen kann helfen, wieder kreativen Flow zu bekommen.

2. Sorge für Abwechslung

Du schreibst normalerweise auf dem PC? Dann probiere es doch einmal mit Stift und Block. Dein typischer Schreibort ist dein Schreibtisch? Wie wär’s dann heute mit dem Balkon oder der Bibliothek? Abwechslung kann ebenfalls dabei helfen, die Blockade zu lösen.

3. Bring dich in Stimmung

Wer kreativ sein will, muss in der richtigen Stimmung sein. Lege Musik auf, die dich inspiriert. Wenn ich Fantasy- oder Gruselgeschichten schreibe, helfen mir z. B. Soundtracks von Filmen aus diesem Genre. YouTube bietet da eine große Auswahl. Auch der Schreibort kann dich in Stimmung bringen. Ebenfalls inspiriend kann es sein, ein Buch aus dem Genre, in dem du schreibst, zu lesen. Natürlich sollst du die Geschichte nicht kopieren. Aber es bringt dich zumindest in die richtige Gefühlslage. Alternativ kannst du auch Recherche zu deinem Projekt betreiben. Wikipediaartikel zu passenden Themen können die Kreativität anregen.

4. Schreibe regelmäßig

Es ist erwiesen, dass Menschen, die jeden Tag schreiben – und wenn es nur eine halbe Stunde ist – seltener an Schreibblockaden leiden, als Menschen, die dies nur hin und wieder tun. Ideal wäre daher, dass du dir eine tägliche Schreibzeit festlegst, in der du allein und ungestört bist. Das kann morgens vor der Arbeit/Schule sein, aber auch in der Mittagspause oder nach Feierabend. Manche Menschen schreiben am liebsten nachts, weil sie da am ungestörtesten sind. Das kommt darauf an, ob du eher ein früher Vogel oder eine Nachteule bist.

5. Erstelle dir eine Szenenübersicht

Eine Übersicht über deine Szenen und Kapitel kann dir helfen, den Überblick zu behalten und gibt dir ein Grundgerüst, an dem du dich entlang hangeln kannst. Wenn du deine Geschichte von Anfang an planst, kann es dir nicht passieren, dass du plötzlich überhaupt nicht mehr weiter weißt. Das ist allerdings nicht für jeden geeignet. Manche Autoren schreiben besser „aus dem Bauch heraus“ und ohne lange Planung. Das ist Geschmackssache.

6. Schreibe an einer anderen Szene

Wenn du an einem längeren Projekt wie einem Roman oder einer Novelle arbeitest, kannst du auch einfach an einer anderen Szene beginnen bzw. weiterschreiben. Vielleicht fällt dir ja später etwas zu der Szene ein, bei der du hängen geblieben bist. Wenn deine Geschichte noch ganz am Anfang steht, kannst du auch einfach mittendrin anfangen. Anfänge zu schreiben ist besonders knifflig, da von ihnen abhängt, ob der Leser sich auf die Geschichte einlässt oder nicht.

7. Schreibe Blödsinn

Klingt doof, ist aber unheimlich effektiv. Durch freies Schreiben, bekommt man den Kopf frei und entdeckt neue Ideen. Stelle dir einen Wecker auf eine beliebige Zeitspanne, z. B. fünfzehn Minuten. In diesen fünfzehn Minuten schreibst du alles auf, was dir in den Kopf kommt. Auch wenn es absoluter Blödsinn ist. Wenn du nicht weißt, was du schreiben sollst, dann schreibe genau das: „Ich weiß nicht was ich schreiben soll. Jetzt sitze ich hier und habe fünfzehn Minuten Zeit und keine Ideen …“ usw. Meistens löst sich die Schreibblockade während des freien Schreibens auf. Es ist eine Art „Warmschreiben“, genau so wie man sich erst mal aufwärmen muss, bevor man Sport treibt. Ganz wichtig: Korrigiere während des freien Schreibens keine Fehler. Selbst wenn du dich vertippst, schreibe einfach weiter, sonst störst du deinen Schreibfluss.

8. Schreibe nur für dich

Manchen Menschen macht der Gedanke, dass andere Menschen das Geschriebene lesen werden, so viel Angst, dass sie überhaupt keinen Satz mehr zu Papier bringen. Daher der Tipp: Schreibe deine Geschichte nur für dich! Die Rohfassung ist ganz für dich allein und niemand wird sie zu sehen bekommen. Erst wenn die Rohfassung fertig ist und es ans Überarbeiten geht, solltest du dir Gedanken über deine Leser machen.

9. Lass Fehler zu

Gerade bei der ersten Fassung deiner Geschichte ist es wichtig, dass du nicht jeden Satz sofort auf Perfektion korrigierst. Schlechte Sätze und Fehler sind normal beim Erstenwurf. Beim Überarbeiten kannst du dich immer noch darum kümmern. Lass es einfach fließen.

10. Mach etwas ganz anderes

Wenn alles nichts hilft, ist es am sinnvollsten, etwas ganz anderes zu machen. Ein Spaziergang an der frischen Luft kann zum Beispiel dafür sorgen, dass der Kopf frei wird. Ich bekomme oft neue Ideen, wenn ich dusche oder etwas im Haushalt erledige. Auch ein Schläfchen kann helfen. Die besten Ideen kommen oft kurz vor dem Einschlafen. Du solltest aber auf jeden Fall immer einen Notizblock parat haben.

Da jeder Mensch unterschiedlich ist, funktioniert natürlich nicht jeder Tipp bei jedem. Du musst für dich selbst herausfinden, was dir am besten hilft. Auf jeden Fall wünsche ich dir, dass dich die Muse bald wieder küsst und du ganz viel Inspiration für dein aktuelles Schreibprojekt bekommst.

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5 Kommentare zu “Und täglich grüßt die Schreibblockade…

  1. Hey 🙂

    Wow, deine Tipps sind echt gut! Ich habe es mal ausprobiert und es hat geklappt 😀 ❤
    Nur die Szenenübersicht fällt mir sehr schwer, weil ich zwar einzelne Szenen schon weiß, aber ansonsten habe ich keine Ahnung, wie sich die Situation bis dahin entwickeln wird und mir will nichts einfallen… Aber da muss man halt manchmal einfach schreiben und dann kommt das schon 😀

    LG
    Clary

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  2. Gerade Punkt 7 und 9 finde ich am nützlichsten. Einfach drauf los schreiben, just do it wie shia labeouf sagen würde. Auch wenn du weißt das es nur Mist ist, wirst du schnell feststellen das doch nicht alles Mist ist und die Motivation kommt es besser zu machen.

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