Rezension: „Die Eleganz des Igels“ *****

Titel: Die Eleganz des Igels (Original: L’Élegance du hSDC12771érisson)
Autorin: Muriel Barbery
Genre: Gesellschaft
Verlag: dtv (Deutscher Taschenbuch Verl.)
Jahr: 2008
Seiten: 363
ISBN: 978-3-423-13814-7
Format: Taschenbuch
Preis: 9,90 €
Urteil: 4,5/5 Sterne

Klappentext

„Renée ist vierundfünfzig Jahre alt und lebt schon seit Jahrzehnten als Concierge in der Rue de Grenelle 7  in Paris. Sie ist klein, hässlich, hat Hühneraugen und ist seit längerem Witwe. Paloma ist zwölf, hat reiche Eltern und wohnt in demselben Stadtpalais.
Renée führt ein Doppelleben: Sie spielt die einfältige Concierge, in Wirklichkeit aber ist sie ungemein gebildet. Sie kennt die großen Werke der Literatur und Philosophie und blickt höchst wachsam auf die Welt und das oft eigenartige Treiben ihrer reichen Nachbarn.
Und Paloma? Altklug wie sie ist, hat sie beschlossen erst gar nicht in die verlogene Welt der Erwachsenen einzutauchen. Sie will sich noch ein paar grundlegende Gedanken über die Welt machen – und sich an ihrem dreizehnten Geburtstag umbringen. Als jedoch Monsieur Ozu, ein japanischer Geschäftsmann, einzieht, verändert sich das Leben in dem Stadtpalais ganz überraschend. Hinreißend komisch, bitterböse und sehr berührend erzählen Paloma und Renée von ihrem Leben, von Büchern, Filmen, Mangas und ihrer Suche nach der Schönheit in der Welt.“

Rezension
Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen, die jeweils aus der Sicht der Concierge Renée und der jungen Paloma erzählt werden. Sie leben im selben Haus, doch haben anfangs überhaupt nichts miteinander zu tun.

Zugegeben, es hat mich ein paar Kapitel gekostet, bis ich mich an den sehr philosophischen Erzählstil der Autorin gewöhnt hatte. Die beiden Protagonisten Paloma und Renée sind beide hochintelligent und drücken sich sehr gewählt aus. Wer seichte Unterhaltung sucht, ist mit „Die Eleganz des Igels“ vermutlich überfordert.

Das Buch ist für diejenigen geeignet, die Stoff zum Nachdenken wollen. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Auch wenn ich Paloma niemals auf zwölf geschätzt hätte, sondern mindestens auf vierzehn, ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Auch Renée ist ein sehr liebenswürdiger Charakter, der mir im Verlauf der Geschichte immer sympathischer wurde.

Anfangs hat sich die Geschichte etwas gezogen, doch spätestens ab dem Auftauchen von Kakuro Ozu wurde es richtig spannend. Die Kapitel sind ziemlich kurz gehalten, was mir persönlich sehr gefällt, da es mich dazu verführt, immer weiter zu lesen. So hatte ich das Buch innerhalb weniger Tage durch, was für mich eine außergewöhnliche Leistung ist, da ich normalerweise eine langsame Leserin bin.

Womit ich gar nicht einverstanden war, ist der Schluss. Normalerweise mag ich traurige Enden, aber nicht in diesem Fall. Ich hatte die Charaktere so lieb gewonnen, dass ich fast ein bisschen sauer auf die Autorin war, dass sie die Geschichte so ausgehen ließ. Für dies und den etwas langwierigen Anfang ziehe ich einen halben Punkt ab.

Fazit

„Die Eleganz des Igels“ ist eine wunderschöne Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Sehr empfehlenswert!
Meine Bewertung
5 sterne
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Ein Kommentar zu “Rezension: „Die Eleganz des Igels“ *****

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