Rezension: „Fürchte die Schatten der Nacht“ ****

Titel: Fürchte die Schatten der NachtFürchte
Autorin: Tanja Hanika
Genre: Horror, Fantasy, Liebesgeschichte
Verlag: Selfpublishing
Seiten: 153
Format: Taschenbuch
Preis: 6,99 €
Urteil: 4/5 Sterne

Klappentext

In Jennas Welt sind Vampire keine Gentlemen. Sie sind blutrünstige, seelenlose Bestien, die in der Dunkelheit lauern, um sich am Blut ihrer Opfer zu laben und sie zu ihresgleichen zu machen. Dennoch ist Jenna gezwungen, eines Nachts für ihren jüngeren Bruder das Haus zu verlassen. Danach steht ihre Welt kopf: Sie fällt einem Fremden in die Arme und möchte sich fortan öfters in die Finsternis hinauswagen, um an seiner Seite zu sein. Doch man kann sich nicht davor wappnen, was in den Schatten der Nacht geschehen mag.

Rezension

Um ihren Kurzroman „Fürchte die Schatten der Nacht“ auf meinem Blog zu rezensieren, hat mir die Autorin Tanja Hanika ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt (mit Autogramm!). An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür! 🙂

Zunächst einmal möchte ich näher auf die einzelnen Charaktere eingehen, die im Übrigen sehr lebendig und gut ausgearbeitet waren. Die Protagonistin Jenna ist eine liebenswürdige Figur. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr mitfühlen, auch wenn ich – Gott sei Dank – nicht ihr Schicksal teile. Sie verlor ihre Eltern bei einem Autounfall und lebt seitdem mit ihrem jüngeren Bruder Dillan und ihrer Freundin Jules in einer WG zusammen. Dillan steckt gerade mitten in der Pubertät, hängt aber sehr an seiner Schwester, die sich wie eine Mutter um ihn kümmert. Jules ist die beste Freundin, die sich jede Frau wünscht. Sie ist immer für Jenna da und steht ihr mit ihrem Rat zur Seite.
Dann gibt es noch die Vampirjäger. Zum einen wäre da Nate, in den sich Jenna sofort Hals über Kopf verliebt, als er sie eines Nachts vor einem Vampir rettet. Er kommt sehr sympathisch, aber auch etwas geheimnisvoll rüber. Eine meiner Lieblingsfiguren war Deborah, genannt Bo, eine freundliche alte Dame, die die Vampirjäger anführt. Sie machte auf mich den Eindruck einer sehr weisen Frau, was mir gut gefallen hat. Ebenfalls interessant fand ich Jennas Gegenspielerin Lexa, auch wenn diese an einer Stelle meiner Meinung nach zu weit geht – und ich mir nicht sicher bin, ob eine real existierende Person wirklich so gemein sein würde. Aber es soll ja alles geben. 😀

Ganz besonders toll fand ich aber Tanja Hanikas Vampire. Sie sind das reine Gegenteil von Edward Cullen: hässlich, blutrünstig, erbarmungslos. Wenn mir so einer nachts über den Weg laufen würde, würde ich mir auch in die Hosen sch… 😉 Ich kann absolut nachvollziehen, warum die Leute in der Geschichte solche Angst davor haben, nach Anbruch der Dunkelheit das Haus zu verlassen. Die Szenen mit den Vampiren lassen einen erschaudern und sind wirklich spannend geschrieben.

Insgesamt fand ich die Handlung sehr interessant und schaurig-schön. Tanja Hanika baut immer wieder kleine Plottwists ein, die die Geschichte lebendig halten. Desweiteren geht es viel um Jennas Gefühle: Wut, Trauer, aber auch Liebe und Sehnsucht nach Nähe. Dies macht sie zu einem sehr vielschichtigen Charakter und man hat wirklich das Gefühl, man „stecke in Jenna drin“. Obwohl es sich um eine Liebesgeschichte handelt, ist sie doch sehr düster gehalten und Gruselfans kommen nicht zu kurz.

Allerdings bin ich der Meinung, dass die Geschichte noch mehr Potential besitzt, als bereits davon genutzt wurde. Soll heißen, dass ich gerne mehr von Jenna und Nate erfahren würde, z. B. wie es nach der Handlung von „Fürchte die Schatten der Nacht“ weiterging. Wie hat sich Jenna bei den Vampirjägern gemacht? Welche Abenteuer musste sie noch bestehen? Wie ging es mit Lexa weiter, hat sie die Beziehung zwischen Jenna und Nate akzeptiert oder versucht sie, die beiden auseinander zu bringen? Was ich damit sagen möchte ist, dass eine Fortsetzung der Geschichte auf jeden Fall interessant zu lesen wäre. Aber das überlasse ich natürlich der Autorin 😉

Fazit

„Fürchte die Schatten der Nacht“ hat von allem etwas: neben Grusel- und Fantasyelementen finden sich auch romantische Szenen und eher lustige Momente. Ich empfehle das Buch allen Fans von bösen Vampiren und Leuten, die gerne Indie-Romane lesen.

Meine Bewertung

4 sterne

Übrigens, das Interview mit der Autorin Tanja Hanika zu diesem und ihren anderen Büchern findest du hier.

 

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Ein Kommentar zu “Rezension: „Fürchte die Schatten der Nacht“ ****

  1. Pingback: Myna fragt… Tanja Hanika (2) | Myna Kaltschnee

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