Myna fragt… Laura Labas

Die Autorin Laura Labas wurde 1991 geboren und ist in einer Großfamilie Psira mit Bildaufgewachsen. Sie hat zwei Brüder und zwei Schwestern. Schon früh entdeckte Laura das Schreiben für sich. Ihre erste Kurzgeschichte schrieb sie in der dritten Klasse und sie hieß „Sahra und der Außerirdische“. Neben Kurzgeschichten widmete Laura sich auch dem Schreiben von Liedern, Gedichten und schließlich Romanen. 2014 veröffentlichte sie den ersten von fünf Bänden ihrer Reihe „Die Unwandelbaren“.

Hallo Laura, schön, dass du dir für mich Zeit nimmst.

Lass uns, über „Die Unwandelbaren“ sprechen. Für alle Leser, die deine Reihe noch nicht kennen, würdest du uns bitte kurz verraten, um was es in den Büchern geht?

Aber sicher. Das Grundkonzept, mit dem ich die Reihe gestartet habe, war, dass ich die Handlung erst einmal in einer Kleinstadt spielen lassen wollte. Die Hauptperson sollte außerdem stark, stur und vielleicht manchmal auch etwas over-the-top sein, also alles andere als einfach. Ich war mir im Klaren, dass sie mit ihrer Art anecken würde, aber das war mir lieber, als den Lesern ein 0-8-15 Schnuckelchen zu präsentieren, das ihre Schutz hinter ihrer ach-so-großen Liebe findet. Nein, Reyna ist stark. Außerdem gibt es natürlich den Fantasyanteil, auch wenn der in Band 1 noch nicht sehr groß ist. Reyna ist eine Pharos, sie kann ihre Seele mit denen von Tieren verbinden und dann mit ihnen Zeit in ihren Körpern verbringen. So ist es ihr möglich zu fliegen, mit Katzen zu jagen und vieles mehr. Damit gehen aber auch einige Probleme einher, da sie am Anfang noch keine Ahnung hat, wer sie ist und woher sie die Gabe hat. Schließlich kommen ein paar Fremde in die Stadt und durch ein paar Morde eskaliert alles …

Erinnerst du dich noch daran, wie dir die Idee zu „Die Unwandelbaren“ gekommen ist? Was hat dich damals inspiriert?

Tatsächlich habe ich mich so ziemlich genau vor zwei Jahren an meinen Schreibtisch gesetzt und alles, was ich vorher geschrieben habe, verworfen, um mich nur noch auf eines, dieses, Projekt zu konzentrieren. Ich wurde von Büchern inspiriert, die mir nicht das geben konnten, was ich lesen wollte. Wie schon erwähnt, eine starke Protagonistin, die für sich selbst und ihre Freunde alles tun würde. Außerdem fand ich die Aspekte Gestaltwandler und die Seele wandern zu lassen schon immer sehr spannend.

Allein dein erstes Buch „Pharos“ hat auf Amazon bereits vierzig PHAROS ROMAN AKTUELLRezensionen, was für ein Indie-Buch nicht schlecht ist. Noch dazu sind dreißig davon mit fünf Sternen ausgezeichnet. Hättest du vor der Veröffentlichung damit gerechnet, dass deine Reihe so gut ankommt?

Ja, das ist unglaublich und nein. Ich weiß noch, dass es in der ersten Woche der Veröffentlichung vielleicht gerade 15 Mal herunter geladen wurde und das waren vermutlich meine Freunde und meine Familie. Trotzdem war ich schon überglücklich. Im Februar 2015, als Teil 2 heraus kam, hat Pharos dann auch erstmals wirklich gegriffen und seit dem ging es immer bergauf. Ich schätze mich sehr glücklich.

Welche deiner Figuren ist dir besonders ans Herz gewachsen?

Puh, das ist schwer zu sagen. Ich denke, ich liebe alle auf ihre eigene Weise, aber am meisten wohl das Trio Cadan, Reyna und Leith. Sie sind alle drei so unterschiedlich, haben sich aber in den fünf Bänden einfach wahnsinnig gemeinsam mit meinem Schreibstil (;P) weiterentwickelt. Es fiel mir sehr schwer, sie loszulassen.

Wenn du deine Protagonistin Reyna eines Tages treffen würdest. Was würdest du ihr sagen wollen?

Hm, dass ich sie für ihre Stärke bewundere, aber dass sie manchmal auch Hilfe annehmen muss. Oh, und sie sollte mal aufhören, so viele Geheimnisse zu hegen. 😀

Die Cover deiner Romane sind sehr ansprechend. Sie sind schwarz mit jeweils einem anderen Symbol versehen. Hast du die Cover selbst gestaltet und wenn nicht, wie viel Mitspracherecht hattest du bei der Covergestaltung?

Doch, ja, die Covergestaltung war meine Idee. Ich hatte die Vorstellung schon von Anfang an, wusste aber zunächst nicht, welche Symbole ich dafür haben wollte. Dann habe ich die Hintergrundgeschichte der Pharos weiter konstruiert und bin in der griechischen Mythologie gelandet. Dann war es nur noch ein Katzensprung bis zum griechischen Alphabet. Die liebe Julia Mayer, eine gute Freundin und Autorenkollegin, war dann so lieb, meine Vorstellung in die Tat umzusetzen.

Du bringst deine Bücher als Selfpublisherin in Eigenregie heraus. Das finde ich, ganz ehrlich, sehr bewundernswert, da es sicher ziemlich viel Arbeit bedeutet. Warum hast du dich gegen eine Verlagsveröffentlichung entschieden und welche Vorteile hat das Selfpublishing für dich?

Erst einmal habe ich wirklich nicht geglaubt, dass ich gut genug für einen Verlag bin und dann wiederum hat mir die Freiheit des Weges Selfpublishing imponiert. Klar, da ist unglaublich viel Arbeit, Ehrgeiz und eine gewisse Koordinationsfähgkeit gefragt, aber ich bereue diesen Weg keinen Tag. In den zwei Jahren bzw. etwas mehr als ein Jahr seit der Veröffentlichung von Pharos bin ich über mich hinaus gewachsen und habe so viel über mich selbst und das Business gelernt. Wäre ich an einem Verlag gebunden gewesen, wäre ich heute wohl immer noch recht naiv und unfähig. Heute sehe ich dem Verlagswesen nicht mehr so negativ entgegen, sondern würde es als eine Bereicherung ansehen.

Welche Tipps würdest du jungen Autoren geben, die ebenfalls ihre Bücher als Selfpublisher veröffentlichen möchten?

Auf jeden Fall erstmal über sämtliche Optionen informieren, das ist wirklich das A und O und leider etwas, das ich bei meinem Start nicht so getan habe. Im Nachhinein denke ich, hier und da hätte ich mich mehr informieren sollen und dann wäre es vielleicht noch besser gelaufen, aber es ist ja jetzt auch alles gut gekommen. Nachdem man sich wirklich sicher ist, den Weg zu gehen, sollte man nicht unbeachtet lassen, sich beim Finanzamt zu melden 😉 Das ist schließlich ein Einkommen und wenn es auch nur ein paar Euro sind. Anschließend geht es sicher ans Manuskript, das man so gehegt und gepflegt hat. Es ist schwer, andere daran zu lassen, um es zu verbessern, aber es ist wichtig. Wenn man sich kein Korrektorat oder Lektorat leisten kann, dann sollte man es von Testlesern durchlesen lassen, was auch schon ungemein hilft und zig Fehler aussiebt. Das will man den Käufern ja später nicht zumuten (: Ansonsten sollte man sich nie von seinem Traum abbringen lassen, ganz egal, wie viele Steine einem in den Weg gelegt werden (:

Allein 2015 hast du mit „Hydra“, „Arsida“ und „Psira“ drei Bücher herausgebracht. Das ist ganz schön viel für ein Jahr. Was motiviert dich, an deinen Geschichten dranzubleiben?

In der Tat 😀 Ich kann das selbst kaum fassen, aber ich bin jemand, der alles gerne zu einem Ende bringen möchte, was eigentlich schon Motivation genug ist. Ich liebe außerdem meine Charaktere und meistens machen sie es mir sehr einfach. (:

Hattest du während deines Schreibprozesses auch mal eine Schreibblockade? Wenn ja, wie gingst du dagegen vor?

Das habe ich eigentlich nicht. Ich plane meine Projekte immer sehr detailliert vor, sodass ich beim Schreiben genau weiß, welche Szene als nächstes kommt. Oft habe ich auch schon einzelne Dialoge vorgeschrieben, sodass das Schreiben an sich also „nur noch“ Arbeit ist. Ja, es kann schon mal vorkommen, dass ich keine Lust habe, aber wie Arbeit nun mal ist, setze ich mich auf meine vier Buchstaben und beginne mit dem Schreiben. Nach einer gewissen Zeit verschwindet die Unlust dann aber auch (: Musik hilft mir auch immer dabei, mich in Stimmung zu bringen.

Mit „Modia“ schließt du im Januar 2016 deine Reihe um „Die MODIA MIT ROMANUnwandelbaren“ ab. Wie hat es sich angefühlt, als die Reihe wirklich zu Ende war und du dich von deinen Charakteren verabschieden musstest?

Es war erstmal der Horror, dann kamen die Glücksgefühle und der Stolz übersiegte. Ich war erstmal der Meinung, dass meine Schreibkarriere damit beendet wäre. Das Gefühl, nie wieder etwas schreiben zu können, war übermächtig. Ich war mir sicher, keine weitere Reihe mehr beginnen zu können. Tja, glücklicherweise lag ich damit falsch. Und wer weiß? Vielleicht ist ja doch noch nicht komplett Schluss mit Reyna & Co. … ;P

Was sind deine nächsten Projekte, bzw. woran schreibst du momentan?

Momentan schreibe ich an „Ein Käfig aus Rache und Blut“. Das ist der erste Teil einer Trilogie, die in unserer Zeit spielt, aber gleichzeitig ein postapokalyptisches Setting hat, in denen Dämonen Nordamerika und Europa beherrschen. Die Protagonistin Alison ist eine Jägerin und sinnt nach Rache für den Mord an ihrer Familie. Ich bin komplett in die Geschichte versunken und wieder genauso begeistert, wie damals bei Pharos, womit ich nie gerechnet hätte.

Könntest du dir vorstellen, auch mal in einem ganz anderen Genre zu schreiben? Gibt es da etwas, das dich reizt?

Ja, ich habe schon des Öfteren darüber nachgedacht. Früher habe ich mich viel mehr außerhalb von Fantasy zum Beispiel bei Jugendromanen ausgelassen, das ist dann aber wieder verschwunden. Ich bin mir noch unsicher, ob ich die Fähigkeit besitze, eine Geschichte ohne Fantasy spannend gestalten zu können. Wir werden sehen, was die Zukunft noch bringt!

Welche Interessen hast du außer dem Schreiben noch?

Natürlich lese ich sehr viel, gehe gerne ins Kino und treibe Unsinn mit meinen Freunden. Ich liebe es sehr, mich über das Lesen, über neue Bücher und Fanstuff zu unterhalten. Damit könnte ich Stunden zu bringen. Ansonsten bin ich ein ziemlich langweiliger Mensch, der morgens seinen Kaffee braucht und abends gerne Tee trinkt.

Vielen Dank für das Interview, Laura!

Ich danke dir! War sehr schön & ich wünsche alles Gute (:

Advertisements

3 Kommentare zu “Myna fragt… Laura Labas

  1. Pingback: Mein Blog in Zahlen (1. Quartal 2016) | Myna Kaltschnee

  2. Pingback: Mein Blog in Zahlen – Jahresstatistik 2016 | Myna Kaltschnee

  3. Pingback: Gemeinsam Lesen #57: Karneval | Myna Kaltschnee

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s