Rezension: „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ *****

Titel: Die Tribute von Panem – Tödliche SpieleIMG_0013

Autorin: Suzanne Collins
Genre: Science Fiction, Dystopie
Verlag: Oetinger
Seiten: 414 S.
Format: Taschenbuch
Preis: 9,99 €
Urteil: 5/5 Sterne

Klappentext

Mögen die Spiele beginnen!

Als Katniss erfährt, dass das Los auf ihre kleine Schwester Prim gefallen ist, zägert sie keinen Moment. Um Prim zu schützen, meldet sie sich an ihrer Stelle für die alljährlichen Spiele von Panem – in dem sicheren Wissen, damit ihr eigenes Todesurteil unterschrieben zu haben. Denn von 24 Kandidaten darf nur ein einziger überleben …

Rezension

Ich habe „Die Tribute von Panem“ bisher nur vom Hörensagen gekannt. Ich hatte mir weder die Filme angesehen, noch mich sonst irgendwie damit beschäftigt. Da es sich dabei aber um eine Dystopie handelt und ich neulich selbst eine Dystopie schrieb, wurde ich neugierig und wollte herausfinden, ob die Bücher wirklich so toll sind, wie alle finden. Ich ließ mir also Band 1 und 2 zum Geburtstag schenken (Band 3 zu Weihnachten) und kam im Dezember endlich dazu, das erste Buch zu lesen.

Mein Urteil: Wow, war das spannend! Ich war von der Geschichte fasziniert, von der ersten bis zur letzten Seite. Die Idee ist meiner Ansicht nach brillant. Vierundzwanzig Tribute müssen in einer Arena ums nackte Überleben kämpfen und werden dabei live im Fernsehen übertragen. Das Buch ist in erster Linie Kritik an der Unterhaltungsindustrie. Es wirft die Frage auf: „Wie weit darf das Fernsehen zugunsten der Unterhaltung gehen?“ Immer neue Fernsehshows kommen heraus, eine verrückter als die andere. Dabei werden nicht selten vor lauter Sensationsgeilheit der Sender Menschen verunglimpft oder sogar ernsthaft in Gefahr gebracht. Egal ob wir nun irgendeinem B-Promi dabei zuschauen, wie er in Schlangen badet oder Maden isst oder ob wir in sogenannten Dokusoaps verdrehte Wahrheiten über hilfesuchende Leute sehen. Das Fernsehen macht was es will – koste es was es wolle. Dann passieren so Dinge wie der Unfall von Samuel Koch und die ganze Welt jammert. Dabei ist es doch das Publikum, das Spannung will und das Fernsehen dazu anstiftet, immer gefährlichere Dinge zu zeigen. Doch wieder zurück zum Buch!

Die Charaktere fand ich sehr überzeugend. Katniss ist mir sofort ans Herz gewachsen, ebenso ihre kleine Schwester Prim, auch wenn sie nur am Anfang der Geschichte vorkommt. Auch Gale und Peeta waren mir von Anfang an sympathisch und ich habe mir ein bisschen gewünscht, dass Katniss sich wirklich in Peeta verliebt. Vielleicht gibt es ja mehr dazu im zweiten Band. Ebenfalls sehr liebgewonnen habe ich die kleine Rue. Sie ist sehr intelligent und flink, was sie zu einer interessanten Figur macht. Mir hat es fast das Herz gebrochen, als ich gelesen habe, was ihr passiert ist. Auch den Stylisten Cinna fand ich sehr sympathisch. Es gefällt mir, dass er Katniss unterstützt. Ein weiterer sehr interessanter Charakter war Haymitch, ein Trunkenbold, der die Spiele vor vielen Jahren einmal gewonnen hat. Mir war es ein Rätsel, wie er das geschafft hat. Trotz seines hohen Alkoholkonsums kümmert er sich gut um seine Schützlinge Katniss und Peeta und das gefällt mir an ihm. Ich glaube, er ist intelligenter als er zunächst den Eindruck macht.

Mir gefiel der Hauch Romantik, der die Liebesbeziehung zwischen Katniss und Peeta in die Geschichte bringt. Zwar war das für Katniss nur Show, aber ich glaube, für Peeta war das echt, weswegen ich mir, wie gesagt, insgeheim gewünscht habe, dass Katniss sich auch in ihn verliebt. Trotzdem gibt es natürlich auch noch Gale, der ebenfalls als Lover für Katniss in Betracht käme. Ich mochte Gale sehr und bin schon gespannt darauf, im zweiten Band mehr von ihm zu erfahren.

Das Buch hat mir so gut gefallen, dass es mir fünf Sterne wert ist. Ich bin lange nicht mehr so gut unterhalten worden und hatte es innerhalb weniger Tage gelesen, weil es mich nicht mehr losgelassen hat. Suzanne Collins ist ein genialer Auftakt ihrer Trilogie gelungen und ich freue mich schon sehr darauf, die Folgebände zu lesen.

Fazit

„Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ ist zwar ein Jugendbuch, doch es ist empfehlenswert für Jung und Alt. Es setzt sich kritisch mit einem hoch aktuellen Thema auseinander und ist gleichzeitig wahnsinnig spannend erzählt.

Meine Bewertung

5 sterne

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4 Kommentare zu “Rezension: „Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ *****

  1. Irgendwie freue ich mich, dass du auch begeistert von dem Buch warst 😀
    Für mich stand die Romantik dabei gar nicht so im Vordergrund, aber die sehr spannende Erzählweise (Ich-Erzähler + Präsens), durch die wir alles sehr unmittelbar erleben.
    Ich meine, du bist als Leser exakt auf Augenhöhe, erlebst alles genau dann, wenn Katniss es erlebt und es nimmt einen so stark mit… Ein tolles Buch!

    Gefällt 2 Personen

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