Schreiblaunen #1

fieberherz_schreiblaunen

Ja, ja, ich weiß, eigentlich müsste heute ein neues Video kommen – und zwar zu meinen Neuerwerbungen aus dem Januar. Das Problem an der Sache ist, dass es mir momentan nicht so gut geht. Es fällt mir in diesem Zustand sehr schwer, auf happy zu machen und fröhlich in meinen Videos aufzutreten. Deswegen habe ich beschlossen, das Video auf März zu verschieben. Da ich im Februar sowieso keine Bücher gekauft habe, muss ich auch kein anderes Video im März streichen.

Dafür bin ich umso glücklicher, euch eine neue Aktion vorzustellen, bei der ich hiermit einsteigen möchte. Sie wurde von Steffi von Fieberherz ins Leben gerufen und nennt sich „Schreiblaunen“. Mein Blog dreht sich mittlerweile sowieso fast nur noch ums Lesen, da tut es richtig gut, mal wieder ein bisschen was zum Thema Schreiben reinzubringen. Mit „Schreiblaunen“ werde ich euch in unregelmäßigen Abständen über meine Schreibprojekte berichten. Finden könnt ihr die Einträge zu „Schreiblaunen“ übrigens zukünftig unter dem Menüpunkt „Schreibtagebuch“, wo ihr auch meine Zwischenberichte der NaNos und alte Schreibtagebucheinträge findet. Aber nun geht’s los mit den Schreiblauen …

Woran ich gearbeitet habe

Ich schreibe derzeit an meinem Romanprojekt mit dem Titel „Der Fluch der Chione“. Der Titel wird nicht gerade einen Preis für seine Originalität gewinnen, doch er bringt zum Ausdruck, worum es geht und er ist vor allem noch nicht vergeben (zumindest bisher). Ich habe in den letzten zwei Wochen daran geschrieben und über 27.000 Wörter geschafft. Die Geschichte ist ein Urban Fantasy-Projekt, das in einer Welt spielt, in der eine neue Eiszeit ausgebrochen ist. Unter anderem kommen Schneenymphen und die Schneegöttin Chione darin vor. Chione ist in der Tat eine Göttin aus der griechischen Mythologie, also keine reine Erfindung von mir. Aber ich habe sie ein bisschen an meine eigene Geschichte angepasst und sie zu meiner Antagonistin gemacht, die meiner Heldin Alea ziemlich zusetzt. Urspünglich hatte ich vor, dass das Projekt eine 30.000-Wörter-Novelle wird, aber nachdem ich schließlich geplottet habe, wurde ein 100.000-Wörter-Roman daraus. Das schüchtert mich ehrlich gesagt ein bisschen ein, denn ich habe noch nie ein so langes Projekt durchgehalten geschrieben. Ein Viertel wäre ja jetzt schon geschafft, aber ich hoffe, dass meine Lust und Motivation für das Projekt noch eine Weile bleiben.

Nebenbei warten auch noch ein paar Kurzgeschichten, die ich bei Wettbewerben einschicken möchte, auf die Überarbeitung. Aber das schiebe ich grade ein bisschen vor mir her. Ich schreibe sehr gern, aber Texte zu überarbeiten ist ein Graus für mich 😛 Ebenso sollte ich noch den einen oder anderen Artikel fürs Schreibmeer schreiben. Da habe ich mich letzte Nacht schon mal drangesetzt, als ich nicht schlafen konnte.

Was sich als nützlich erwies

Ende Januar und Anfang Februar hatte ich eine totale Schreibblockade. Ich habe überhaupt nicht mehr geschrieben, all meine alten Projekte verworfen und war ziemlich frustiert darüber. Ich habe das Schreiben vermisst, doch mein Kopf war wie leergefegt und eine Motivation auf dem Nullpunkt. Ich habe in dieser Zeit lediglich Ideen gesammelt, über die ich irgendwann mal schreiben wollte. Dann kam die Schreibnacht-Aktion „Aus der Asche“ mit seinen tollen Schreibabenden, Schreibabenteuern, Schreibtouren, Hardcore-Word Wars und vielem mehr was das Autorenherz begehert. Beim ersten Schreibabend habe ich noch pausiert, hatte aber bereits die Idee für „Der Fluch der Chione“. Als dann das Schreibabenteuer angekündig war, wollte ich unbedingt mitmachen. Obwohl ich überhaupt keinen Plot hatte, schrieb ich an diesem Abend einfach drauflos. Damit kam der Stein ins Rollen. Ich verdanke „Aus der Asche“ auf jeden Fall, dass ich wieder aus meinem Schreibtief rausgekommen bin.

Ebenfalls als hilfreich erwiesen hat sich die App Write-o-Meter, die ich nach wievor gerne nutze. Außerdem habe ich mir selbst ein Ziel gesetzt, 10.000 Wörter pro Monat zu schreiben. Um meinen Fortschritt festzuhalten nutze ich, wie bereits in einem meiner Videos erwähnt, die Schreibstatistik von Tinka Beere. Außerdem mache ich bei der Facebookgruppe Writer’s Inn bei den WordCounts mit, bei dem ich fleißig meine Wörterzahlen in die Tabelle eintragen. Man kann sich da ebenfalls ein x-beliebiges Monatsziel setzen und dieses dann versuchen, zu erreichen. Das kann noch so niedrig sein. Es geht nur darum, dass man sich ein Ziel setzt und darauf hinarbeitet.

Das stört mich noch

Meine Selbstzweifel und mein innerer Reich-Ranicki. Meine Motivationsschwankungen und meine unregelmäßige Schreiberei. All die Faktoren, die mich dazu bringen, die Lust an meinem Projekt zu verlieren. Dieser Moment wird kommen und davor fürchte ich mich jetzt schon. Dann heißt es nämlich: Durchhalten! Disziplin beweisen! Und ich muss leider von mir sagen, dass ich kein sehr disziplinierter Mensch bin.

Natürlich ist meine Rohfassung nicht veröffentlichungswürdig. Ich werde noch viel streichen und überarbeiten müssen. Aber ich fürchte mich davor, dass ich vielleicht wieder nicht die Motivation aufbringen kann, an dem Projekt zu feilen. Dass ich es auf meiner Festplatte verrotten lasse, wie die zwei anderen Manuskripte, die ich bisher beendet habe. Dabei ist das eigentlich erst der übernächste Schritt. Momentan sollte ich mich darauf konzentieren, das Ding überhaupt erst mal zu Ende zu schreiben. Und das wird noch ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen.

Zitat des Augenblicks

„Writing is an exploration. You start from nothing and learn as you go.“
~ E. L. Doctorow

 

 

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8 Kommentare zu “Schreiblaunen #1

  1. Hallo Myna,

    ich finde, dass sich das alles doch schon ganz gut anhört :-). Setz dich nicht so sehr unter Druck mit der Fertigstellung und Überarbeitung. Meine Erfahrung ist, dass Druck gar nicht gut ist für die Kreativität.

    Ich freue mich schon darauf, von deinen weiteren Schreibfortschritten zu lesen!

    Liebe Grüße
    Michael

    Gefällt 1 Person

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