Rezension: „Switcher – Du bist mehr als du weißt“ ***

Titel: Switcher – Du bist mehr als du weißt (Original: Switchers)IMG_0074
Autorin: Kate Thompson
Genre: 
Fantasy, Freundschaft
Verlag:
Carlsen
Jahr: 2000
Seiten:
221
ISBN:
978-3-551-58055-3
Format: Hardcover
Urteil: 
3/5

Klappentext

Die Freunde Tess und Kevin teilen ein Geheimnis, sie sind Switcher und besitzen damit eine ganz besondere Gabe. Doch dieser Gabe sind Grenzen gesetzt, zeitliche Grenzen. Denn an ihrem fünfzehnten Geburtstag müssen sie sich entscheiden, wie sie in Zukunft leben wollen. Kevin wird in wenigen Tagen fünfzehn. Doch gerade jetzt ist die Welt in großer Gefahr, auf rätselhafte Weise zu vereisen, und nur die beiden Freunde können die Erde retten. Ein Rennen gegen die Zeit, ein Kampf gegen monströse Wesen und die unerbittliche Kälte beginnt.

Rezension

Tess und Kevin haben die Gabe, sich in jedes beliebige Tier zu verwandeln – eine tolle Idee, dachte ich. Deswegen habe ich mir „Switcher“ vor vielen Jahren schenken lassen. Leider habe ich es nie gelesen und erst jetzt, nach langer Zeit, habe ich den ersten Band aus dem Regal genommen. Ich dachte, ich sollte diese SuB-Leiche von ihrem traurigen Dasein als ungelesenes Buch zu befreien. Der Klappentext klang schließlich ziemlich vielversprechend und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Leider wurde ich bitter enttäuscht.

Die Grundidee, dass die beiden Kinder ihre Gestalt wechseln können, finde ich spitze. Aber die Geschichte, die drumherum erzählt wurde, fand ich einfach nur langweilig. Mir hat ein bisschen die Action gefehlt, die Spannung. Ich habe ständig darauf gewartet, dass etwas Spannendes passiert, aber die Geschichte plätscherte einfach nur so vor sich hin. Dabei hätte man aus der Idee so viel mehr machen können.

Die Protagonistin Tess war für mich ein Rätsel. Am Anfang war sie total ablehnend zu Kevin, erst als sie erfährt, dass er auch ein Switcher ist, mag sie ihn auf einmal und brennt sogar mit ihm durch. Kevin sagt, dass er Tess‘ Hilfe bei etwas bräuchte, doch es wird ewig nicht klar, bei was überhaupt. Erst als die beiden bei der schrulligen alten Lizzie sind, die im Übrigen eine meiner liebsten Charaktere des Buches war, beschließt Kevin, die Groken zu suchen und die Kälte aufhalten zu wollen. Tess schließt sich ihm an. Aber selbst an der Stelle wird es einfach nicht richtig spannend. Die beiden sind perfekt und erledigen ihre Mission ohne auch nur die geringste Anstrengung. Mir wäre es ganz recht gewesen, wenn zwischendurch mal etwas schief gegangen wäre, damit wenigstens ein bisschen Spannung aufgekommen wäre.

Vielleicht bin ich auch einfach zu alt gewesen für das Buch. Die Protagonisten sind dreizehn und vierzehn Jahre alt, also richtet sich die Geschichte eher an Zwölfjährige. Mag sein, dass mein zwölfjähriges Ich die Geschichte ganz gut gefunden hätte. Ich habe lange mit mir gehadert. Eigentlich wollte ich dem Buch nur zwei Herzchen geben, aber da die Grundidee nicht schlecht ist und ich vielleicht einfach nicht der Zielgruppe des Buches entsprochen habe, habe ich mich für drei Herzchen entschieden.

Fazit

„Switcher – Du bist mehr als du weißt“ ist eine nette Geschichte über zwei Freunde, die sich aufmachen um die Welt zu retten. Ein bisschen mehr Spannung hätte die Geschichte allerdings vertragen können.

Meine Bewertung

3 sterne

PS: Dies hier war mein 100. Beitrag! Yayy! 😀

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7 Kommentare zu “Rezension: „Switcher – Du bist mehr als du weißt“ ***

  1. Huhu!

    Gratulation zum 100. Beitrag. 🙂 Ich mag die Rezension, frage ich aber was sind Groken? Ich lese ja auch gerne Jugendromane aber da hatte ich bis jetzt immer Glück das ich mich nicht zu alt dafür gefühlt habe. Du sagst, das ist ein Buch aus der Serie – den Rest willst du bestimmt jetzt nicht mehr lesen, oder?
    LG, Prisha

    Gefällt mir

    • Hallöchen,

      vielen Dank 🙂

      Groken sind Rochen-artige Wesen in XXXXXL, die sich aus dem Meer erhoben haben und die Erde mit Eis und Schnee bedecken. Wenn ich das richtig verstanden habe…

      Naja, den zweiten Band dazu habe ich auch noch im Regal stehen. Vermutlich werde ich ihm schon eine Chance geben. Vielleicht ist er ja besser als der erste Band. Aber es könnten noch mal ein paar Jahre vergehen, bis ich ihn lese ^^ Da gibt es andere Bücher, denen ich erst mal Vorrang gebe.

      Ganz liebe Grüße
      Myna

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  2. Pingback: Gemeinsam Lesen #28: Abweichung vom Klappentext | Myna Kaltschnee

  3. Pingback: Montagsfrage #33: Enttäuschendes Buch | Myna Kaltschnee

  4. Huhu,

    habe gerade zufällig deine Rezension entdeckt, als ich mich für eine Aktion über das Buch informiert habe, das ich vor bestimmt 12 Jahren gelesen habe. 🙂 Damals (da war ich so ca. 14) fand ich es echt klasse und habe es auch so super in Erinnerung behalten. Damals hätte ich wohl 4 von 5 Sternen vergeben. Jetzt habe ich zufällig entdeckt, dass es zu einer Trilogie gehört und bin versucht, es noch einmal zu lesen. Und ich denke, dann wird es mir auch nicht mehr so gut gefallen wie damals… Es ist eben doch eher für jüngere Leser geeignet.
    Irgendwie schade, dass sich das Lesevergnügen mit dem Alter so ändern kann. 😀

    LG Alica

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  5. Pingback: Gemeinsam Lesen #54: Enttäuschung | Myna Kaltschnee

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