Mein Camp NaNoWriMo Survival Kit

Der April rückt immer näher und was steht dann wieder an? Genau, die Schreiberlinge unter euch wissen es bereits: es ist wieder Camp NaNoWriMo! Eine aufregende Zeit, während der wir versuchen, unsere Romane ein großes Stück weiter zu bringen oder sogar zu beenden.CNW_Participant_Square

Letztes Jahr im Juli habe ich erstmals beim Camp NaNoWriMo mitgemacht und war vorher dementsprechend aufgeregt. Dieses Jahr werde ich die Sache etwas ruhiger angehen, aber trotzdem ist es wichtig, dass man gut für den April vorbereitet ist.

Was brauche ich unbedingt, um das Camp NaNoWriMo zu überstehen? Inspiriert von anderen Teilnehmern aus aller Welt habe ich mir mal mein persönliches „Camp NaNoWriMo Survival Kit“ zusammengestellt.

Here we go …

  1. Internetloser PC

Ich habe den Luxus, dass ich neben meinem Laptop, der ans Internet angeschlossen ist, auch noch einen PC besitze, der offline ist. Diesen PC nutze ich hauptsächlich zum Schreiben, denn da bin ich am wenigsten abgelenkt. Twitter, Facebook und die Cabin sind von dort aus nicht zu erreichen. Das macht es mir um einiges leichter, mich auf das Schreiben zu konzentrieren und produktiv zu sein, ohne stundenlang zu prokrastinieren.

  1. Scrivener

Kein langes Schreibprojekt mehr ohne Scrivener! Ich habe das Programm letztes Jahr im Juni entdeckt, nachdem ich lange Zeit mit yWriter geschrieben hatte. Nach der 30-Tage-Testphase stand für mich fest: das Programm will ich haben! Leider habe ich nicht darauf gewartet, dass ich den Rabatt für meinen NaNo-Sieg bekommen habe 😛 Mir war damals nicht bewusst, dass man das „gewinnen“ kann.

In Scrivener kann ich meine Plotnotizen, Kapitelübersicht, Charakterbögen und das Manuskript in einem Programm verwalten. Dabei nutze ich noch lange nicht alle Funktionen des Programms, das wirklich unzählige Möglichkeiten bietet. Ich habe mir einfach die Dinge herausgepickt, die wichtig für mich sind.

Auch der Preis ist absolut angemessen und okay. Das kann sich auch eine arme Autorin wie ich leisten 😀

  1. USB-Stick

Ganz wichtig! Die automatische Speicherung von Scrivener (und anderen Schreibprogrammen) ist bereits Gold wert, doch wer wirklich nichts riskieren möchte, sollte UNBEDINGT sein Projekt auf einem USB-Stick sichern. Alternativ geht natürlich auch eine externe Festplatte. Hauptsache, man macht regelmäßig Sicherungskopien von seinem Werk. Am besten nach jeder Schreibsession, bei längeren Sitzungen auch mal zwischendurch. Es gibt beim Camp NaNoWriMo nichts schlimmeres, als seine bereits geschriebenen Wörter zu verlieren.

  1. Koffein, Koffein, Koffein

Ich selbst bin kein Kaffeetrinker. Doch viele Leute brauchen Koffein zum Schreiben, um richtig fit und voller Energie zu sein, vor allem wenn man sich nach einem anstregenden Tag im Büro, der Universität oder Schule an sein Manuskript setzt. Auch wenn ich Kaffee absolut meide, brauche ich auch meine Dosis Koffein. Meine Lösung: Cola light. Ja, ich weiß, Süßungsmittel sind nicht gesund. Aber solange man das Zeug nicht flaschenweiße trinkt, geht das schon. Eine weitere Alternative wäre natürlich Schwarztee, was ich auch noch da hätte. Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt …

  1. Tee

Der April ist zwar schon Frühling, doch es kann trotzdem noch kühle Nächte geben. Was gibt es dann schöneres, als eine dampfende Tasse des persönlichen Lieblingstees? Ich mache mir immer eine Kanne mit heißem Wasser und gieße mir dann verschiedene Tees auf. Ich habe zahlreiche leckere Teesorten zuhause, aber für das Camp kaufe ich mir vielleicht noch ein paar neue dazu. Ich mag sowohl Früchte- als auch Kräutertees. Eigentlich gibt es keine Teesorte, die mir überhaupt nicht schmeckt. Besonders gerne mag ich Rooibos-Tee ❤

  1. Snacks

Wer schreibt, verbraucht Energie. Damit man wieder zu neuen Kräften kommt, sollte man sich verschiedene Snacks bereitstellen. Süßigkeiten wie Schokolade, Gummibärchen oder Kekse sind auf jeden Fall angebracht. Sie versüßen die Schreibzeit und heben die Laune. Wer etwas gesünder naschen möchte, kann auf dunkle Schokolade mit über 70 % Kakaoanteil zurückgreifen. Wissenschaftler haben bewiesen, dass dunkle Schokolade einige positive Effekte auf unseren Körper hat.

Neben Süßem sollten aber natürlich auch gesunde Snacks auf dem Tagesplan stehen. Frisches Obst und Gemüse ist relativ schnell zubereitet und versorgt uns mit wertvollen Vitaminen und anderen Nährstoffen.

  1. Notizbuch und handschriftliche Notizen

Neben meinen Notizen, die ich mir in Scrivener gemacht habe, habe ich auch noch ein paar handschriftliche Notizen zu meinem Projekt angefertigt. Die brauche ich auf jeden Fall auch zum Schreiben. Außerdem trage ich ständig mein kleines Notizbuch mit mir herum, um mir im Fall eines plötzlichen Gedankenblitzes unterwegs schnell Notizen machen zu können. Die besten Ideen kommen ja meist an den unmöglichsten Orten.

  1. Bequeme Schlabberklamotten

Es gibt mehrere gute Gründe, warum ich beim Schreiben allein sein will: einer davon ist, dass ich dabei herumlaufe wie ein Penner 😀 Weite, bequeme Klamotten sind ein MUSS, wenn ich ungestört schreiben möchte. Jogginghose, viel zu großes T-Shirt, dicke Baumwollsocken – das beschreibt so ungefähr mein Outfit, wenn ich mich an meine Schreibprojekte setze. Dazu das Haar zu einem lockeren Knoten zusammengebunden, damit es aus dem Gesicht ist, welches natürlich ungeschminkt ist …

  1. Pinterest-Board

Wenn ich mal nicht so richtig in Stimmung komme, schaue ich mir das Pinterest-Board zu meiner Geschichte an. Ich betrachte all die Bilder, die mich zu dem Plot inspiriert haben. Das gibt mir wieder neue Motivation, an meinem Werk zu schreiben. Wenn ich die Fotos meiner Charaktere betrachte, bekomme ich wieder ein „Gefühl“ für sie und sie erwachen in meiner Fantasie zu neuem Leben (falls sie bereits verblasst sind).

  1. Wecker

Ich schreibe gerne nach der Pomodoro-Technik. Dabei wird 25 Minuten lang intensiv an einer Sache gearbeitet und dann erfolgt eine kurze Pause. Ich benutze hierfür ganz gerne die App „Write-o-Meter“, doch man kann auch einen herkömmlichen Küchenwecker stellen. Es wird empfohlen, nach etwa vier Pomodori (25-Minuten-Etappen) eine längere Pause von etwa 15 – 20 Minuten einzulegen. Ich nutze die Pausen ganz gerne, um meinen Wordcount zu updaten und einen kurzen Blick auf Twitter oder in meine Cabin zu werfen. Eine kurze gegenseitige Motivation kann helfen, die nächsten Pomodori erfolgreich durchzustehen.

Das war mein persönliches „Camp NaNoWriMo Survival Kit“. Habt ihr auch eines und wenn ja, was befindet sich darin? Schreibt’s mir in die Kommentare. Ich bin gespannt! 🙂

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14 Kommentare zu “Mein Camp NaNoWriMo Survival Kit

  1. Huhu Myna,
    ganz schön interessant! Ich hab auch dieses Jahr vor, beim NaNoWriMo mitzumachen und werde ein paar von deinen Survival-Methoden auf jeden Fall berücksichtigen. Die Schlabberhose ist jedenfalls schon einsatzbereit! 😊
    Viele Grüße

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  2. Hallo Myna!

    Du bist ja wirklich gut vorbereitet! Ich habe irgendwie das Camp ganz vergessen, darum bin ich es überhaupt nicht – weder mit einem Projekt, noch mit einem Survival-Kit 😉

    Aber dein Survival-Kit ist toll – meines deckt sich fast mit deinem (Essen, Tee, Pinterest, Klamotten, Koffein). Mit der Pomodoro-Technik arbeite ich auch sehr gern, aber ich habe mir dazu eine Sanduhr zugelegt, weil ich immer einen halben Herzkasper kriege, wenn der Alarm abgeht und ich so tief in der Story drin stecke. 🙂 So guck ich ab und zu drauf und wenn der Sand unten ist, mach ich eine Pause.

    Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Erfolg im Camp! 🙂

    Liebe Grüsse
    Yvonne

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Yvonne,

      gute Vorbereitung ist das A und O 😉 Hast ja noch ein paar Tage Zeit für eine Blitzvorbereitung 😀

      Oh, das mit der Sanduhr ist eine gute Idee. Wie lange läuft die denn dann? Ich bin manchmal so ins Schreiben vertieft, dass ich nicht mal den Alarmton vom Write-o-Meter-Countdown mehr höre 😀

      Ganz liebe Grüße,
      Myna

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      • Liebe Myna,

        Die Sanduhr habe ich online gekauft (weiss aber grad nicht mehr auswendig, wo), jedenfalls war ich erstaunt, was für verschiedene „Längen“ es gibt (hab sogar eine 60 Minuten Uhr gefunden). Ich habe mir schliesslich eine 15 Minuten Sanduhr bestellt und bin ganz zufrieden damit 🙂

        Liebe Grüsse
        Yvonne

        Gefällt 1 Person

  3. Hey,
    um ehrlich zu sein, habe ich bisher weder beim Camp NaNo noch beim großen NaNo im Oktober mitgemacht. Ich drücke dir die Daumen, dass du dein gesetztes Ziel erreichst und mit deinem Projekt bzw. den Projekten gut voran kommst.
    Ich nutze auch kein Schreibprogramm, sondern arbeite mit Word und neuerdings auch mit PowerPoint 😀 Da schreibe ich mir immer die Ziele des aktuell zu schreibenden Kapitels auf. DAs hilft mir dann, um zu einem guten Ende zu kommen, den Überblick zu behalten und zu wissen, wohin sich die Geschichte entwickeln soll.
    viele Grüße
    Emma

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    • Hallo Emma,

      ich habe auch lange Zeit nicht mitgemacht, aber letztes Jahr habe ich es mal ausprobiert und seither bin ich begeistert 🙂

      Das mit PowerPoint ist eine gute Idee, darauf bin ich noch gar nicht gekommen 😀 Ich mache eigentlich fast alles in Scrivener und was dort nicht geht, mache ich handschriftlich. Auf meinem Schreibtisch fliegen überall lose Blätter und Notizzettel herum 😀

      Ganz liebe Grüße
      Myna

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  4. Eine tolle Zusammenfassung von allen Dingen, die man braucht. Für mich ganz wichtig ist der Tee. Nur im Hochsommer habe ich einige Wochen lang die Phase, dass ich nur Wasser trinke. Tee geht also immer und ist mit mittlerweile (ich bin so stolz auf mich) 3 bis 4 Kannen am Tag mein Grundnahrungsmittel 😀
    Ich freue mich echt so riesig aufs Camp, das ist doch total abnormal. Vor allem, weil ich wirklich wieder schreiben werde. Bis dahin habe ich noch Einiges zu tun und zu beenden, aber dann geht’s los ^^

    Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenns auf einen Schreibmonat zugeht, dann werde ich immer total nostalgisch. Ich habe Kerzen im Kopf, in deren Lichtschein ich schreibe … *seufz*

    Wie gesagt, ich freue mich 🙂

    Liebe Grüße,
    deine Tinka ^^

    Gefällt 1 Person

    • Ich freue mich auch schon total aufs Camp 🙂 Ich hoffe, dass ich an meiner Geschichte ein großes Stück weiterkomme und dass mich die Motivation und Inspiration nicht verlassen …

      Ich sollte unbedingt auch wieder mehr Tee trinken. Wäre gesünder als ständig dieses Cola light. 😛

      Neben dem Schreiben freue ich mich am meisten auf die schönen Gespräche in meiner Cabin 🙂 Ich bin wieder mit ein paar ganz tollen Leuten zusammen, das kann eigentlich nur großartig werden 😉

      Ganz liebe Grüße,
      Myna

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