Rezension: Nachtschicht ****

Titel: Nachtschicht (Original: Night Shift)nachtschicht
Autorin:
Stephen King
Genre: Horror, Kurzgeschichten
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 449
Format: E-Book
Preis: 7,49 €
Urteil: 4/5 Sterne

Klappentext

Die zwanzig Erzählungen in Nachtschicht sind Stephen Kings persönliche Auswahl vom Besten, was er je geschrieben hat: der Stoff, aus dem die Alpträume sind. Unter der Oberfläche unseres Alltags lauert der allnächtliche Wahnsinn. 
Nachtschicht ist ein Stundenbuch des Grauens. Stephen King blättert es auf. Seite um Seite fällt den Leser das Entsetzen an. 
Nachtschicht: kein Buch, um früh schlafen zu gehen!

Rezension

„Nachtschicht“ war das erste, was ich vom „Meister des Horrors“ zu lesen bekam. Ich kaufte mir das Buch bereits im Mai 2015. Ich habe immer mal wieder eine Kurzgeschichte gelesen, aber irgendwann ist das Buch in Vergessenheit geraten, weil ich mich wieder mehr Romanen gewidmet habe. Erst im Febraur 2016 habe ich es zu Ende gelsen.

Die Geschichten würde ich nicht alle dem Horror-Genre zu ordnen. Manche sind auch eher an der Grenze zum Thriller oder einfach Erzählungen, meiner bescheidenen Meinung nach. Eines haben sie allerdings gemeinsam: Den Schock-Effekt. Stephen King hat es einfach drauf, selbst in Kurzgeschichten eine imense Spannung aufzubauen und diese in einer Wendung zu entladen, die manchmal völlig überraschend kommt.

Zu meinen Lieblingsgeschichten gehörten definitiv die beiden über Jerusalem’s Lot: „Briefe aus Jerusalem“ und „Einen auf den Weg“. Sie waren schön gruselig und düster. Ebenso mochte ich „Der Wäschemangler“, eine Geschichte, die sich der junge Stephen King bei seiner Schicht in der Wäscherei ausgedacht hat. Es geht darin um einen verfluchten Wäschemangler, der Menschen angreift und sogar tötet. „Spätschicht“ war ebenfalls eine tolle Geschichte über Arbeiter, die einen Keller säubern sollen, in dem es nur so von Ratten wimmelt. Sehr schön auch „Graue Masse“, die von einem Säufer handelt, der sich in ein Monster verwandelt. Oh, und „Ich weiß, was du brauchst“, eine Geschichte über einen unheimlichen Liebhaber, der immer genau weiß, was seine Angebetete sich wünscht. Wobei ich die Protagononistin darin ein bisschen dumm fand – das hätte ihr doch Spanisch vorkommen müssen … „Quitters, Inc.“ war weniger gruselig, aber auf jeden Fall eine spannende Idee über eine Firma, die ihren Kunden mit brutalsten Methoden das Rauchen abgewöhnt. Ob Stephen King die Idee wohl beim Rauchen gekommen ist?

„Nachtschicht“ ist eine bunte Sammlung furchterregender Geschichten, die einen guten Eindruck dessen vermitteln, was Stephen King so schreibt.Wer noch nie einen King-Roman gelesen hat und einmal in seinen Schreibstil hineinschnuppern möchte, dem sei die Kurzgeschichtensammlung ans Herz gelegt.

Fazit

Stephen King-Fans und solchen, die es werden wollen, empfehle ich das Buch gerne weiter.

Meine Bewertung

4 sterne

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5 Kommentare zu “Rezension: Nachtschicht ****

  1. Ja, „Nachtschicht“ ist eine wirklich gute Kurzgeschichtensammlung. Wobei ich deinen Hinweis, dass King-Neulinge hier mal stilistisch reinlesen können, ein wenig differenzieren möchte. Denn „Nachtschicht“ ist eben mit Texten gefüllt, die teilweise über vierzig Jahre alt sind und daher so gar nicht mehr zu Kings aktuellem Werk passen. Da würde sich dann eher eine aktuellere Sammlung wie „Basar der bösen Träume“ oder „Sunset“ anbieten :-).

    Gefällt 1 Person

    • Hey Melanie,

      ich hoffe dir gefällt das Buch so gut wie mir. 🙂 Aber wenn du seine älteren Sachen am liebsten magst, sollten dir die Geschichten eigentlich zusagen. Sie sind teilweise sehr alt.

      Liebe Grüße,
      Myna

      Gefällt mir

  2. Pingback: Montagsfrage #43: Gruselgeschichten | Myna Kaltschnee

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