Rezension: „Pharos“ *****

Titel: Pharos (Die Unwandelbaren 1)pharos
Autor: Laura Labas
Genre: Fantasy
Verlag: Selfpublisher
Jahr: 2014
Seiten: 434
ISBN: 978-1502410801
Format: Kindle E-Book
Preis: 2,99 €
Urteil: 5/5 Sterne

Klappentext

„›Also existierten wir gemeinsam in ihrem Körper und begannen ganz langsam und dann immer schneller durch den weißen Wald zu laufen. Mit einem Mal war mein Menschsein von mir abgefallen.‹

Reyna ist eine Pharos, eine Unwandelbare. Sie kann ihre Seele in die Körper von Tieren wandern lassen und in ihnen dem Gefühl von Freiheit näher kommen. Doch sie hat keine Ahnung, was sie ist und ob noch andere ihrer Art existieren. Zumindest solange nicht, bis die Caelum in Walcott Hill auftaucht; eine Gruppe von Pharos, die plötzlich Interesse an ihrer besten Freundin hat. Zu allem Überfluss findet Reyna die sterblichen Überreste ihrer Schuldirektorin und muss sich die Fragen stellen, ob es eine Verbindung zwischen diesem Tod und der Welt der Unwandelbaren gibt und welche Rolle die Caelum darin spielt. Kann sie den Pharos vertrauen oder wird sie von den Gefühlen, die sie für Cadan, den Anführer der Caelum, empfindet, geblendet?

›Nichtsdestotrotz war er gefährlich. Insbesondere für mein Herz.‹“

Rezension

Boah, Leute! Hut ab vor dieser Autorin! Ich habe zwar drei Wochen (!) gebraucht, um „Pharos“ zu lesen, doch es lag ganz sicher nicht am Buch. Vor allem die letzten Kapitel habe ich verschlungen. Ein echtes Träumchen!

Der März stand bei mir ja ganz unter dem Motto „Indie-Bücher“ und dabei ist mir der Reihenauftakt „Pharos“ von Laura Labas in die Hände gefallen, von dem ich schon vorher viel gehört hatte. In der Tat, ich hatte sie ja sogar mal interviewt. Das Interview könnt ihr hier nachlesen. Ich war wahnsinnig gespannt auf das Buch und hatte, aufgrund der vielen Empfehlungen, auch entsprechend hohe Erwartungen. Ich kann nur sagen: Ich wurde nicht enttäuscht! Laura Labas ist ein Werk gelungen, auf das sie wahrhaft stolz sein kann. Ich kann nicht fassen, dass das ihr Debüt-Roman war. Sie klingt, als hätte sie ihr ganzes Leben nichts anderes getan, als Bücher zu schreiben. Ich bin fast ein bisschen neidisch geworden (vor allem, weil sie jünger ist als ich, aber um einiges besser schreibt hehe).

„Pharos“ erzählt von Reyna, die in Walcott Hill, einer Kleinstadt in Wisconsin, USA, aufwächst. Ihre beiden besten Freunde Felicity und Glen können sich nicht ausstehen und machen sich gegenseitig das Leben schwer. Doch Reyna hat sich mehr oder weniger damit abgefunden. Was die beiden nicht wissen: Reyna hat ein seltenes Talent, sie kann ihre Seele in die Körper von Tieren wandern lassen. Allein diese Idee macht die Geschichte zu etwas Frischem, Neuem, Unverbrauchtem. Reyna, die bei ihren Großeltern Abbie und Vince lebt, findet schließlich heraus, dass es noch mehr von ihrer Art gibt – das ist der Beginn eines Abenteuers.

Reyna ist eine sehr sympathische Protagonistin. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Auch ihren Love-Interest Cadan fand ich toll. Er tut alles, um Reyna zu beschützen – doch sie macht es ihm nicht gerade leicht. Besonders toll fand ich Reynas Großeltern. Sie sind wahnsinnig liebenswürdig, solche Großeltern wünscht sich einfach jeder. Felicity war mir irgendwie nicht so sympathisch. Ich kann aber gar nicht richtig sagen, warum. Vielleicht, weil sie immer ein bisschen gemein zu Glen war, der mir einfach nur Leid getan hat. Glen ist ein Charakter, den man schwer einschätzen konnte. War er wirklich der gute Freund, für den ihn Reyna hielt? Oder steckte ihn ihm doch mehr von seinem Bruder, einem verurteilten Psychopathen, als man ahnte?

Eins kann ich mit Sicherheit sagen: Das Ende habe ich nicht geahnt! Laura Labas ist es gelungen, mich vollkommen zu überraschen (obwohl ich einen Verdacht hatte, als das Fundstück vom Täter erwähnt wurde). Kennt ihr das, wen ihr ein Buch lest und euch am Ende denkt: „Ach, warum habe ich das nicht gleich bemerkt? Ich hätte doch wissen müssen, dass er/sie der Täter ist!“ Aber ihr habt es nicht gewusst! Ihr wart die ganze Zeit auf der falschen Fährte. Genauso ging es mir mit „Pharos“.

Weil mir gute Enden von Geschichten besonders wichtig sind und dieses Ende einfach top war, gibt es von mir für die Geschichte fünf Herzchen. Ich kann nur sagen: Bravo, Laura Labas! Der zweite Band ist bereits heruntergeladen und wird demnächst gelesen 😉

Fazit

Ein tolles Fantasybuch mit einem Schuss Romantik für alle, die gerne Geschichten über Gestaltwandler und ähnliche Kreaturen lesen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

Meine Bewertung

5 sterne

 

 

 

 

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3 Kommentare zu “Rezension: „Pharos“ *****

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