Plotten für Anfänger: Die 3-Akt-Struktur

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Hallo ihr Lieben,

es ist Mittwoch, das bedeutet, dass ein neuer Artikel ansteht. Heute möchte ich gerne meine Reihe „Plotten für Anfänger“ fortführen. Die Methode, die ich euch vorstelle, ist weit weniger zeitintensiv als die „Schneeflockenmethode“. Dafür ist sie aber auch nicht so detailliert. Man nennt sie die „3-Akt-Struktur“.

Diese Methode kommt ursprünglich aus dem Theater, doch man kann sie auch für das Schreiben von Romanen, Novellen, Kurzgeschichten und dergleichen einsetzen. Viele Filme sind nach dieser Methode geplottet.

Sie besteht aus folgenden Teilen:

  1. Akt: Exposition (Einleitung)
  2. Akt: Konfrontation (Hauptteil)
  3. Akt: Auflösung (Schluss)

Dabei enden der 1. und 2. Akt jeweils mit einem Wendepunkt, der 3. Akt endet am Ende der Geschichte. Ich habe euch mal eine Grafik erstellt, in der ihr das schön sehen könnt:

3-akte-struktur1. Akt: Exposition (Einleitung)

Im ersten Akt geht es darum, dass die Hauptfiguren und Handlungsorte vorzustellen, sowie kurz die Hintergrundgeschichte anzureißen. Pass hierbei aber bitte auf, dass kein Infodump draus wird. Damit meine ich, dass du deinen Leser nicht mit Informationen überschütten solltest. Dennoch sollte im ersten Akt das Genre und die Stimmung der Geschichte erkennbar sein. Es ist zudem wichtig, dass der Leser sich einen ersten Eindruck von deinem Protagonisten machen kann.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Motivation deines Protagonisten klar werden sollte. Warum wird er in er folgenden Handlung so agieren wie er es tut? Du solltest dir diese Motivation bereits bei der Ausarbeitung deiner Charaktere überlegen. Nur wenn er einen überzeugenden Grund hat, so zu handeln, wie er es tut, ist die Geschichte glaubwürdig und realistisch.

Du solltest dir auch schon einen Hauptkonflikt ausgedacht haben. Was bringt die Welt deiner Helden zum Erschüttern? Das kann im Krimi ein Mordfall sein, in einem Science-Fiction-Roman die nahende Apokalypse oder im Liebesroman die Eroberung des Love-Interests. Dieses Problem kann ein äußerer Konflikt oder auch innerer Konflikt sein.

Am Ende des ersten Aktes, beim 1. Wendepunkt, wird der Hauptkonflikt unumgänglich und es wird Zeit, dass dein Held sich in sein Abenteuer stürzt.

2. Akt: Konfrontation (Hauptteil)

Die Konfrontation stellt den längsten Teil dar. Hier werden dem Helden Hindernisse in den Weg geworfen. Es geht schief, was schief gehen kann und der Held kommt immer weiter in Schwierigkeiten. Der 2. Akt stellt den Lösungsweg dar, den der Held durchqueren muss und hierbei ist es wichtig, dass nicht alles glatt läuft, sondern dass du genügend Probleme einplanst, die der Held überwinden muss.

Auch der Antagonist sollte spätestens jetzt auftauchen. Er ist der Widersacher des Helden und wirft ihm noch mehr Steine in den Weg. Ein Antagonist muss aber nicht immer eine Figur sein, es kann auch ein Gefühl, ein herabstürzender Meteorit oder ein befeindetes Volk sein.

Etwa nach der Hälfte des 2. Aktes erreichen wir den „Mittelpunkt“. An dieser Stelle wendet sich das Geschehen und der Held bekommt einen entscheidenden Hinweis zur Lösung des Hauptkonflikts. Die Geschichte schlägt eine neue Richtung ein.

Schließlich erreichen wir den 2. Wendepunkt, der den 3. Akt einläutet …

3. Akt: Auflösung (Schluss)

Nun geht es mit großen Schritten auf den finalen Kampf zu. Der Höhepunkt steht bevor, die Spannung steigt stetig an und es kommt zur Konfrontation zwischen Gut und Böse. Mit Hilfe der Hinweise, die der Protagonist erhalten hat, schafft er, das Problem zu lösen.

Der Schluss sollte alle offenen Fragen beantworten, zumindest, wenn es ein Einzelband ist. Bei Reihen kann man hier noch ein paar Fragen offen lassen, doch die wichtigsten Punkte sollten aufgelöst werden, damit der Leser zufrieden ist. Ganz toll wäre es, wenn du den Leser mit einem unerwarteten Ende überraschen würdest. Leser mögen es, wenn sie das Ende nicht vorherahnen konnten und es am Schluss noch einmal ganz anders kommt, als gedacht.

Ich hoffe, ich konnte  die Methode anschaulich erklären. Hast du die 3-Akt-Struktur schon einmal angewendet und Erfahrungen damit gemacht? Oder bist du jetzt vielleicht neugierig darauf geworden, es selbst einmal auszuprobieren? Über Feedback in den Kommentaren würde ich mich sehr freuen.

 

 

 

 

 

 

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5 Kommentare zu “Plotten für Anfänger: Die 3-Akt-Struktur

    • Du Glückliche! Ich wünschte, ich hätte das schon früher gelernt, dann hätte ich mir viel Mist ersparen können. Aber tatsächlich habe ich erst in den letzten Jahren von den Plotmethoden erfahren.

      Und ja, sie ist um einiges einfacher umzusetzen. Von allen Plotmethoden, die ich kenne, ist die 3-Akt-Struktur die „gröbste“ mit den wenigsten Details.

      Ganz liebe Grüße
      Myna

      Gefällt 1 Person

  1. Pingback: Mein Blog in Zahlen – Statistik 1. Halbjahr | Myna Kaltschnee

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