Plotten für Anfänger: Die 5-Akt-Struktur

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Hallo ihr lieben Federschwinger und Bücherwürmer,

willkommen zum dritten Teil meiner „Plotten für Anfänger“-Reihe. Letzte Woche haben wir uns mit der 3-Akt-Struktur beschäftigt. Sie geht nicht so ins Detail wie die Schneeflockenmethode, spart dafür aber ziemlich viel Zeit. Heute möchten wir uns mit einer Variation der 3-Akt-Struktur befassen, die ein bisschen mehr Details umfasst: Der 5-Akt-Stuktur.

Die 5-Akt-Struktur sieht ähnlich aus, wie die 3-Akt-Struktur, nur dass fünf Punkte innerhalb des Spannungsbogens markiert sind. Ich habe euch dafür mal eine Grafik gebastelt:

5-akte-strukturEs gibt ebenfalls einen 1. und 2. Wendepunkt, dann einen Mittelpunkt, sowie Prämisse am Beginn und ein Höhepunkt kurz vor dem Ende.

  1. Akt (Prämisse)

Der 1. Akt wird auch „Prämisse“ genannt und behandelt die Vorgeschichte deines Romans. Die wichtigsten Figuren und der Protagonist werden hier vorgestellt, damit der Leser weiß, mit wem er es zu tun hat. Außerdem sollte die Stimmung und das Genre erkennbar sein. Handelt es sich um einen High-Fantasy-Roman oder um eine Liebesgeschichte? Ist es ein fröhliches Buch oder etwas, das zum Nachdenken anregen soll? Es wird empfohlen, dass dieser Teil in etwa zwanzig Seiten umfassen sollte.

2. Akt (1. Wendepunkt)

Im 2. Akt spitzt sich der Konflikt zu. Die Welt des Protagonisten wird durcheinander gewirbelt. Irgendetwas passiert, was die Handlung ins Rollen bringt und den Beginn der Heldenreise markiert. Bei Harry Potter wäre das z. B. die Szene, in der Harry den Brief aus Hogwarts zu lesen bekommt und erfährt, dass er ein Zauberer ist.

3. Akt (Mittelpunkt)

Der 3. Akt markiert die Mitte des Geschehens. Hier sollte es eine erneute Wendung geben, die die Geschichte in eine neue Richtung lenkt. Ein plötzlicher Todesfall, ein Streit oder ein Unfall könnten hier passieren. Ideal wäre, wenn es zwar momentan ein Rückschlag für den Helden darstellt, er aber später daraus neue Kraft ziehen könnte um sein Ziel zu erreichen.

4. Akt (2. Wendepunkt)

Jetzt steuert die Handlung auf das Ende zu. Die Spannung steigt. Der Held muss angetrieben werden, für sein Ziel zu kämpfen und alles zu geben. An dieser Stelle könnte er beispielsweise in Zeitnot geraten. Die Uhr tickt und er muss sich beeilen, sein Ziel noch zu erreichen, bevor es zu spät ist.

5. Akt (Höhepunkt)

Jetzt sind wir am Höhepunkt angelangt, die Zeit ist abgelaufen und in der Regel trifft der Held hier auf seinen Widersacher und muss sich mit ihm die finale Schlacht leisten. Hier siegt oder verliert der Held das Spiel, erreicht sein Ziel oder eben nicht. In mehrbändigen Reihen wird hier meist nur ein Teil des Ziels erreicht. Harry Potter beispielsweise besiegt am Ende des ersten Bandes Voldemort und rettet den Stein der Weisen. Doch der dunkle Lord ist noch am Leben und kommt in den Folgebänden immer wieder zurück.

Jetzt bist du am Zug. Möchtest du diese Plotmethode einmal ausprobieren? Oder hast du sie vielleicht schon einmal verwendet? Ich würde mich sehr über Feedback freuen. 🙂

 

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4 Kommentare zu “Plotten für Anfänger: Die 5-Akt-Struktur

  1. Ja, das ist in der Tat eine gute Idee. Man kann gerne mit den einzelnen Plotmethoden experimentieren und seine ganz eigene Methode zusammenstellen. Demnächst stelle ich noch eine Methode vor, die auch echt klasse ist und die ich gerne zum Plotten verwende.

    Liebe Grüße,
    Myna

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