Rezension: „Nebelring – Das Lied vom Oxean“ ****

Titel: Nebelring – Das Lied vom OxeanNebelring - Das Lied vom Oxean von I. Reen Bow
Autorin: I. Reen Bow
Genre: Fantasy
Verlag: Selfpublisher
Jahr: 2014
Seiten: 380
Format: Kindle E-Book
Preis: 0,99 €

Klappentext

„Wahre stets dein Gesicht.“ 

Zoe Craine kennt ihren Vater nicht, obwohl sie ihn jeden Tag sieht. Er ist krank und in einem Traumzustand gefangen, aus dem heraus er seine Umgebung nicht wahrnimmt. 
Der Gründer der umstrittenen Organisation namens Nebelring hat ihn mit der neuen, 
auf Malwee-Substanz basierenden Silbermagie gefährlich vergiftet. Eine Heilung gibt es bislang nicht und doch ist es genau das, was Zoe sich ersehnt. An ihrem sechzehnten Geburtstag vertraut sie diesen Wunsch ihrer Geburtstagskerze 
und den Freunden ihres Vaters an und ahnt dabei nicht, dass sie sich direkt in einen Aufstand gegen den Nebelring wünscht. 

Rezension

Zoe lebt in einem Senatorium „Tante Hetta“, in dem ihr Vater, der mit der giftigen Substanz Malwee vergiftet wurde, behandelt wird. Zu ihrem sechzehnten Geburtstag bekommt sie Besuch von alten Freunden ihres Vaters – die sie selbst noch nicht kennt, aber bald kennenlernt. Sie erzählen ihr Geschichten darüber, wie ihr Vater war, bevor er sich die schreckliche Vergiftung zuzog. Zoe findet neue Freunde, beispielsweise in dem Jungen Bess, der eine Drei auf seine Wange tätowiert hat, oder auch dem Geschichtensammler Taik mit den wundersamen Augen. Kurze Zeit nach ihrem Geburtstag bricht ein Aufstand in der Stadt Hert aus. Flugblätter werden verteilt, auf manchen davon steht Zoes Name. Sie muss fliehen und ihr Heim verlassen – ein Abenteuer beginnt.

„Nebelring – Das Lied vom Oxean“ ist eine Fantasygeschichte, die anders ist. Anders, weil es darum nicht in erster Linie um fantastische Wesen geht, sondern um eine giftige Substanz, die die Menschen krank macht. Es geht um Zoe, die um das Leben ihres Vaters kämpft. Dabei verschwimmen die Linien zwischen Realität und Fantasie. Magische Wesen wie Krokonen oder Silbermagier kommen darin vor, doch sie spielen nicht die Hauptrolle, sind eher Beiwerk. Ich fand die Geschichte von I. Reen Bow erfrischend und interessant, weil es etwas Neues, Unverbrauchtes war.

Das Cover des Buches ist sehr schön gestaltet – die Autorin, die auch als Grafikdesignerin arbeitet – hat es selbst entworfen. Es zeigt Zoe und einen Fuchs, den Oxean, eine Figur aus einem Lied, das immer wieder in der Geschichte erwähnt wird und zum Symbol wird.

Die Figuren fand ich sehr schön ausgearbeitet. Zoe ist eine sympathische Protagonistin, die ich von Anfang an mochte und in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Eine weitere Lieblingsfigur von mir war Bess, der sich zu einem guten Freund von Zoe entwickelt. Ich habe ja die ganze Zeit über gehofft, dass Zoe und Bess ein Pärchen werden, aber vielleicht kommt es ja im zweiten Band dazu 🙂 Ich mochte auch die junge Ärztin Eyssi sehr gerne, die ein großes Geheimnis hütet, dass im Laufe der Geschichte gelüftet wird. Sehr interessant fand ich den Charakter Taik, einen Geschichtensammler, der die Gabe hat, Beschwörungen zu erschaffen, die Zoe und ihre Freunde immer wieder aus dem Schlamassel retten. Nicht so ganz schlau wurde ich aus den Freunden Chuck und Blum, sowie Thara. Sie waren mir nicht so sympathisch und ich weiß nicht, was sie insgeheim im Schilde führen. Ich frage mich, ob sie wirklich Freunde von Zoe sind oder dies nur vorgeben.

Das Ende der Geschichte ist stimmig und macht Lust auf den zweiten Band. Ich werde ihn definitiv noch lesen, denn ich möchte gerne wissen, wie es mit Zoe, ihrem Vater und ihren Freunden weitergeht.

Über die Autorin

I. Reen Bow wurde 1984 in Kasachstan geboren. Als sie elf Jahre alt war, wanderte ihre Familie nach Deutschland aus. Bow trat in die Fußstapfen ihrer Eltern, die in künstlerischen Berufen arbeiteten, und wurde Grafikdesignerin. Auf dem Blog Bookdresses Coverdesign designt und verkauft sie Buchcover für Indie-Autoren und Verlage. 2007 entdeckte Bow das Schreiben für sich. Mit „Nebelring – Das Lied vom Oxean“ veröffentlichte sie im Dezember 2014 ihren ersten Roman, im Januar 2016 folgte der zweite Band „Nebelring – Die Magie der Silberakademie“.

Fazit

„Nebelring – Das Lied vom Oxean“ ist eine Fantasy-Geschichte, in der eine Substanz, die sowohl Tod als auch Leben bedeuten kann, die Hauptrolle spielt. Ich empfehle das Buch gerne weiter.

Meine Bewertung

4 sterne

 

 

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Ein Kommentar zu “Rezension: „Nebelring – Das Lied vom Oxean“ ****

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