Rezension: „Vernichte die Schatten der Nacht“ ****

Titel: Vernichte die Schatten der Nachtvernichte die schatten der nacht
Autorin: Tanja Hanika
Genre: 
Dark Romantasy, Horror
Verlag:
Selfpublishing
Jahr:
2016
Seiten: 
159 S.
Format: 
Taschenbuch
Preis:
3,49 €

Klappentext

Jenna stellt sich ihrem ersten Vampir im Kampf und wird darüber hinaus mit ihrer größten Angst konfrontiert:

Verliert sie weitere Menschen, die sie liebt?

Die Schatten der Nacht jagen indes nicht länger nur alleine, sondern greifen zunehmend auch in kleinen Gruppen an. Menschen verschwinden spurlos in der Finsternis. Vampirjäger sterben, selbst Nate droht Gefahr. Aber um die Vorherrschaft der Vampire zu verhindern, müssen die Jäger jedes Risiko eingehen.

Rezension

Endlich ist er da! Der Nachfolgeband von „Fürchte die Schatten der Nacht“ von Tanja Hanika ist im April dieses Jahres erschienen und ich kam in den Genuss eines Rezensionsexemplars. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an die Autorin!

Die Geschichte um Jenna und Nate geht weiter. Jenna ist fest entschlossen, den Tod ihres Bruders zu rächen und dafür möchte sie Vampire töten – je mehr, desto besser. Ihr Freund Nate und ihre beste Freundin Jules sind davon alles andere als begeistert. Sie versuchen Jenna dazu zu bringen, mit der Vampirjagd aufzuhören, doch sie setzt sich durch und bleibt hart. Dann verschwinden Nate und ein paar andere Jäger. Es gibt Todesopfer und Jenna weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Das Ganze endet völlig überraschend in einem großen Kampf auf Leben und Tod.

Ich denke, das fasst die Handlung ganz gut zusammen, ohne zu viel davon zu verraten. Spoilern möchte ich nämlich auf keinen Fall.

Das Cover ist eher schlicht gestaltet. Es zeigt, wie auch schon der Vorgängerband, eine nächtliche Straßenlaterne. Ich finde das ganz passend. Die Nebelschwaden im Hintergrund deuten auf die schaurige Stimmung, die während des ganzen Verlaufs herrscht, hin. Auch wenn die Geschichte eigentlich eher Dark Romantasy, als blanker Horror ist, darf eine gewisser Grusel bei Tanja Hanika natürlich niemals fehlen. Man merkt auch bei dieser Geschichte, dass die Autorin ihre Wurzeln im Horrorgenre hat.

Schon in der Rezension des Vorgängerbands erwähnte ich, wie toll ich Tanja Hanikas Vampire fand. Sie sind düster, hässlich und abgrundtief böse, das genaue Gegenteil vom heute so gerne präsentierten Gentleman-Vampir á la Edward Cullen. In „Vernichte die Schatten der Nacht“ sind die Vampire einfach nur schreckliche Biester, denen man besser nicht alleine begegnen sollte.

Ich bewundere Jennas Mut, gegen die Vampire zu kämpfen. Obwohl sowohl Nate, als auch Jules sie davon abbringen möchten, hält sie an ihrem Entschluss, den Vampiren den Garaus zu machen, fest. Das zeigt, dass sie eine richtige Kämpfernatur ist, die nicht so leicht einknickt. Die Protagonistin war mir die ganze Geschichte über sehr sympathisch und ich konnte mich gut in sie einfühlen, auch wenn ich nicht so viel Mumm hätte, wie sie. Eine meiner Lieblingsfiguren war ihre beste Freundin Jules. So eine Freundin würde ich mir auch wünschen. Sie sorgt sich sehr um Jenna, gibt sich aber dennoch Mühe, die Beweggründe ihrer Freundin zu verstehen. Am Ende bekundet sie Interesse am Vampirjäger Matt. Das fand ich total süß. Daher: Liebe Tanja Hanika, falls du noch einen dritten Band schreiben willst (wofür ich durchaus noch Potential sehe), bitte, bitte bringe Jules mit Matt zusammen. Die beiden wären so ein hübsches Paar! Matt fand ich nämlich auch total sympathisch, manchmal gefiel er mir fast noch besser als Nate. Wobei letzterer auch ein interessanter Charakter ist. Ich habe allerdings nicht so ganz begriffen, warum er Jenna unbedingt dazu bringen möchte, mit der Vampirjagd aufzuhören. Er ist doch selbst ein Vampirjäger und sollte am ehesten begreifen, was das für Jenna bedeutet. Er ist so darauf bedacht, dass er sie verlieren könnte, dass ich ihn beinahe ein bisschen egoistisch fand.

Ich fand vor allem die letzten Kapitel der Geschichte ziemlich spannend. Gegen Schluss der Geschichte kommt ein ganz schöner Plottwist, mit dem die Autorin mich total überrascht hat. Damit hat sie sich Bonuspunkte verdient, denn ich liebe es, wenn es am Ende ganz anders kommt, als man denkt.

Leider hat mir dennoch irgendwas gefehlt. Ich kann leider nicht sagen, was es war. Tanja Hanika hat eigentlich alles richtig gemacht, doch das gewisse Etwas war nicht vorhanden. Versteht ihr, was ich meine? Das Tüpfelchen auf dem I hat irgendwie gefehlt. Vielleicht hätte man aus der Geschichte noch mehr rausholen können, ich weiß es nicht. Ich möchte hier auch gar nicht groß darüber spekulieren und mich zu lange damit aufhalten. Fest steht: Die Geschichte hat mir gefallen. Sie war kein absoluter Favorit, aber sie war gut und hat mir ein paar schöne Lesestunden beschert. Deswegen vergebe ich für „Vernichte die Schatten der Nacht“ vier meiner kleinen Herzchen. ❤

Über die Autorin

Tanja Hanika wurde 1988 geboren und wuchs im rheinland-pfälzischen Städtchen Haßloch

Autorin Tanja Hanika

Photo: D. Pfingstmann

auf. Ab 2008 studierte sie an der Universität Trier Germanistik und Philosophie. Als sie mit ungefähr acht Jahren eine Kinderversion von Bram Stokers „Dracula“ in die Finger bekam, entdeckte sie ihre Liebe zum Horror-Genre und wollte auch solche Geschichten schreiben. Neben einer Kurzgeschichtensammlung veröffentlichte sie seit 2015 drei Kurzromane und ihren Schauerroman „Redthorne Castle“. Tanja Hanika wohnt mit ihrem Mann und Sohn in der Eifel.

 

Fazit

Ich empfehle „Vernichte die Schatten der Nacht“ allen Fans von düsteren Geschichten gerne weiter. Allerdings sollte man den ersten Band vorher gelesen haben.

Meine Bewertung

4 sterne

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2 Kommentare zu “Rezension: „Vernichte die Schatten der Nacht“ ****

  1. Pingback: Monatsrückblick Juni 2016 | Myna Kaltschnee

  2. Pingback: Myna fragt… Tanja Hanika (2) | Myna Kaltschnee

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