Rezension: „Nine Day Novel – Authorphobia“ **

Titel: Nine Day Novel – Authorphobia: Laugh at Your Fear of Writing: Tell Your Writing authorphobiaPhobia to Suck It!
Autor: Steve Windsor
Genre:
 Schreibratgeber
Verlag:
Selfpublishing
Jahr:
2015
Seiten: 
191 S.
Format:
Kindle E-Book
Preis: 
2,99 €

Klappentext

Fear of Writing? Let’s kick that writing phobia to the curb … right NOW!
Have you ever… 

  • Heard a little voice inside your head, whispering that your writing sucked?
  • Simply felt too terrified to write?
  • Had the wind knocked out of your sails—had your writing critiqued by a “well-meaning” person—and decided that they were right and gave up?
  • Read and read motivational books on how to start writing only to end up more fearful afterward?
  • Compared yourself to “successful” writers and decided that you’d never measure up?

If so, congratulations! You’re a WRITER!
And I’ll tell you what no other motivational mushery book will tell you about your completely rational fear of writing—in the beginning… 

We all sucked when we first started writing.
I’ll let you in on a little secret. All those “successful” authors you wanna be just like? The “Stephen Kings” and the “Nora Roberts“… The list of writers who seem fearless for you to envy is endless. But you know what? When each of those authors started, the first sentence each one of them wrote … sucked. The only difference between them and you? 

Successful authors overcame their fear of writing!
I used to be a yearning-for-fame and scared-to-death wannabe writer. I’m assuming that if you’re reading the description of a book called Authorphobia, chances are high you’re looking for a little bit of inspiration and motivation like I was—you may be having more than a little hesitation about becoming a writer. But all the motivational “la la” books never spoke to my fearful writing soul … so I did what I always do—I wrote a book to fill that void. 

The best way to overcome your fear of writing?
Let me suggest that before you read another tired book that starts out with “FEAR is just False Expectations Appearing Real,” you embrace the one thing that will crush your writing phobia faster than anything I know—HUMOR. 

Learn to Laugh Your Fear of Writing in the Face

My goal with this book was to get down and dirty with your concerns and expose the naked truth of them—show them for what they are. Common, communicable if you’re not careful, controllable, and ultimately conquerable using the one thing that human beings have always relied on to survive dark scary nights in the forest of our irrational doubts. Nervous, naughty, sometimes a little nasty … sarcastic wit. 

This is not your grandma’s writing inspiration book.
At the publication of this book, there are at least a dozen “Author quote, ‘authorpreneur’, get over your fear, there-there Johnny or Sally, everything will be okay, hand-holding” books you could read that’ll have you convinced in no time that all this author stuff is easy-peasy lemon squeezy. This … is NOT one of those books. 

Are you ready for some writer fear-busting?
This book will: 

  • Help you laugh at your anxiety surroundi the word “suck.”
  • Introduce you to the “Goldberg the Goalie” technique for overcoming your writing “jitters.”
  • Give you some of the best old-dead-author quotes you’ll ever read.
  • Show you tons of “suck-busters” to help you start writing.
  • Poke fun at just about every sacred cow of writing I could think of.
  • And best of all—reveal my super-secret “fear of bad reviewers” cure-all. (hint: it involves chicken blood)Sometimes an ice-cold bucket of sarcastic suck smackdown is just what the doctor ordered to shock you out of a drunken stupor of fear. Luckily, this bucket of blood of a book is so full of suck-busting smackdown that you may never be afraid to write again. 

If you’ve had enough of your phobia of writing getting the best of you and you’d like to turn the tables on it once and for all, scroll up and click the BUY button at the top of this page!
You have nothing to lose, but your sucking fear of writing.

Rezension

Wow, was für ein kilometerlanger Klappentext. Mir persönlich wäre der zu lang, aber gut, das ist wohl Geschmackssache. Bei englischen Sachbüchern habe ich schon öfters solch lange Klappentexte gesehen. Vielleicht ist das da so Sitte. Der Hinweis am Ende, man solle den „BUY button“ klicken, finde ich dann aber doch etwas gewagt.

Ich habe lange überlegt, ob ich über dieses Buch überhaupt eine Rezension schreiben soll. Englische Bücher sind ja nicht so beliebt, da stellte sich die Frage, wer das überhaupt liest. Aber ich habe mich dann doch dafür entschieden. Auch wenn ich diesem Buch keine gute Bewertung geben kann.

Ich habe mich für dieses Buch entschieden, da ich selbst eine „Authorphobia“ habe. Soll heißen, ich fürchte mich davor, anderen Leuten mein Geschreibsel zu zeigen, weil ich Angst davor habe, dass sie es ganz furchtbar finden. Schreiben liegt mir am Herzen und ich tue es wirklich gerne, aber es erfüllt mich mit Furcht, wenn ich nur daran denke, dass andere Leute das, was ich schreibe, lesen könnten und ich bin jedes Mal, wenn es tatsächlich dazu kommt, total nervös. Ich wollte diese Angst endlich ablegen, um meinem Traum, eine „richtige Autorin“ zu werden, näher zu kommen. Deshalb habe ich mich für den Kauf dieses Buches entschieden. Ich hatte hohe Erwartungen und Hoffnungen, dass es mich motivieren und mir Mut machen könnte. Leider wurde ich enttäuscht.

Fangen wir mal mit dem Positiven an: Mir haben die vielen Zitate berühmter Persönlichkeiten gefallen, mit denen das Buch gespickt ist. Ich fand sie sehr motivierend und inspirierend und habe mir ein paar davon sogar rausgeschrieben. Steve Windsor hat passende Zitate ausgewählt und sie zur Unterstreichung seiner Kapitel eingesetzt.

Gut fand ich auch seinen Rat, sich eine Voodoo-Puppe für negative Rezensionen zuzulegen. So weit würde ich zwar niemals gehen, doch es hilft vielleicht, über negative Rezensionen hinwegzusehen und sie zu verdauen. Schließlich wird jeder Autor früher oder später mit ihnen konfrontiert und sie sind nicht immer gerechtfertigt.

Ich fand es auch gut, dass der Autor darauf eingegangen ist, wie er selbst angefangen hat zu schreiben und mit welchen Schwierigkeiten er zu kämpfen hatte. Das zeigt, dass alle mal klein anfangen und ich mit meiner Angst, vor dem Veröffentlichen, nicht alleine bin.

Allerdings wurde mir eines relativ schnell klar: Steve Windsor und ich teilen nicht den gleichen Humor, obwohl ich eigentlich ein sehr humorvoller Mensch bin. Windsor hat, was auch schon beim Klappentext durch kam, eine große Vorliebe für das Wort „suck“, was er im Buch so oft erwähnt, dass es einem irgendwann zu den Ohren rauskommt und man nur noch mit den Augen rollen kann. Sogar jede einzelne Kapitelüberschrift beinhaltet das Wort. Das mag am Anfang ja noch ganz witzig sein, aber irgendwann nervt es einfach nur noch. Die Kernaussage des Buches ist: „Was du schreibst, ist scheiße („sucks“). Nur mit Übung wirst du besser.“ Vielen Dank, aber darauf bin ich auch selber schon gekommen und ich finde es nicht sonderlich motivierend, ständig darauf aufmerksam gemacht zu werden.

Unter den vielen – teilweise wirklich guten – Zitaten berühmter Persönlichkeiten und Schriftsteller hat der Autor seine eigenen Zitate gestreut. Das sollte wohl witzig sein, ich empfand es allerdings eher als arrogant, dass er sich somit auf die gleiche Stufe wie berühmte Menschen stellt. Noch dazu waren seine eigenen Zitate nicht einmal besonders gut und hilfreich. Das hätte er sich also wirklich sparen können.

Hinzu kommt, dass der Autor sehr, sehr viel Umgangssprache verwendet, was es für Nicht-Muttersprachler schwierig macht, das englische Buch zu lesen. Ich bin eigentlich wirklich gut in Englisch, aber es gab Abschnitte, die ich mehrmals lesen musste, bis ich sie wirklich kapiert habe. Aber das gibt keinen Abzug, ich wollte es nur am Rande erwähnen, falls jemand doch überlegt, sich das Buch zuzulegen.

Ich habe mir bei etwa der Mitte des Buches ernsthaft darüber nachgedacht, es abzubrechen und habe sogar mehrere Wochen nicht mehr weitergelesen. Aber irgendwann dachte ich dann, dem Buch noch einmal eine Chance geben zu müssen und habe weitergelesen. Die letzten Kapitel waren auch nicht mehr ganz so für den Arsch, wie die erste Hälfte des Buches.

Allerdings ist eines nicht eingetroffen: Die versprochene Befreiung von meiner „Authorphobia“. Ganz im Gegenteil, ich habe jetzt eher noch mehr Schiss, dass meine Geschichten „suck“. Viel gelernt habe ich von dem Buch nicht und ich bin ehrlich gesagt froh, dass es mich nur 2,99 Euro gekostet hat, sonst hätte ich es wirklich bereut.

Über den Autor

Steve Windsor wurde in Augsburg geboren. Seine Eltern arbeiteten beim US Militär und waren dort stationiert. Er spricht allerdings kein Deutsch. Seine Lieblingsautoren sind Andrew Vachss und George R. R. Martin. Er schreibt Romane und Schreibratgeber, die „Nine Day Novel“-Reihe.

Fazit

Eine Sammlung toller Zitate und ein paar Tipps, wie man seine Angst vor dem Veröffentlichen und Schreiben ablegen kann. Es ist eher weniger empfehlenswert.

Meine Bewertung

2 sterne

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Ein Kommentar zu “Rezension: „Nine Day Novel – Authorphobia“ **

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