Schreiblaunen #2

fieberherz_schreiblaunen

Hey ihr lieben Schreiberlinge und Federschwinger!

Huch, nun ist es schon fast fünf Monate her, dass ich den letzten Schreiblaunen-Beitrag gebracht habe. Wird Zeit, dass ich das wieder etwas öfter in Angriff nehme 😀 Da ich momentan sowieso viel schreibe, bot sich ein weiterer Beitrag an.

Die Aktion „Schreiblaunen“ habe ich vor einigen Monaten auf dem Blog von Fieberherz entdeckt. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann hier nachlesen wie es funktioniert.

Woran ich gearbeitet habe

Ich habe am letzten Freitag, den 15. Juli 2016, meinen Romantasy-Roman „Fengari“ beendet. Er hat schlussendlich 66.000 Wörter bekommen, was für ein Roman nicht sonderlich lang ist, aber ich bin zufrieden. Momentan schaffe ich es einfach noch nicht, Romane über 100k zu schreiben. Aber das hat Zeit. Auch kürzere Bücher finden ihre Leser und vielleicht kommt irgendwann mal der Zeitpunkt, wo mir eine Idee für einen ganz dicken Wälzer kommt – wer weiß 🙂

Gleichzeitig mit dem Beenden meines Romans, habe ich eine neue Geschichte geplottet, die momentan unter dem Namen „Lauren“ läuft. Es handelt sich dabei um eine lesbische Liebesgeschichte und ich plane, daraus einen Kurzroman von irgendwas zwischen 30.000 und 40.000 Wörtern zu schreiben. Es sei denn, mir kommen während des Schreibprozesses so viele neue Ideen, dass es länger wird, aber davon gehe ich momentan mal nicht aus.

Hinzu kommt, dass noch einige Kurzgeschichten für Wettbewerbe ausstehen, bei denen ich gerne teilnehmen würde. Aber da fehlen mir teilweise noch richtig gute Ideen …

Was sich als nützlich erwies

Eindeutig als nützlich erwiesen hat sich das Camp NaNoWriMo, das ja momentan noch läuft und das mich einfach wahnsinnig zum Schreiben motiviert. Ohne das Camp hätte ich „Fengari“ niemals so schnell beendet. Es macht Spaß, mit anderem ein bisschen im Wettbewerb zu stehen und sich gegenseitig zu motivieren. Ich liebe die Cabins bei den Camps und finde es echt schade, dass es die beim „normalen“ NaNoWriMo nicht gibt.

Ebenfalls nützlich war die Schreibnacht mit ihrem Forum, die auch immer wieder für eine extra Portion Motivation sorgt, wenn man sich mal nicht richtig aufraffen kann. Gestern war wieder Schreibnacht und ich habe insgesamt über 5.000 Wörter geschrieben. Es war also eine sehr ergiebige Nacht und ich war bis 3:30 Uhr auf und habe in die Tasten gehauen. 😀

Nicht zuletzt sorgt auch die Veranstaltungsgruppe des Writers Inn zum Camp NaNoWriMo für Motivation und Ansporn. Es gibt immer wieder Schreibtouren, die man machen kann und eine extra Tabelle, in die man seinen Wordcount einträgt.

Um meinen Wordcount zu zählen, nutze ich übrigens die kostenlose App Writeometer, die auch eine ganz nützliche Funktion besitzt: Einen 25-Minuten-Timer, mit dem man die Pomodoro-Technik anwenden kann. Die hilft mir vor allem bei sehr motivationslosen Tagen, ins Schreiben reinzukommen. Einfach mal 25 Minuten hinsitzen und schreiben und dann kommt man normalerweise automatisch wieder rein und die Motivation kehrt zurück.

Das stört mich noch

Meine Zweifel, was meine Geschichten angehen. Ich habe immer das Gefühl, sie seien nicht gut genug. Klar, es heißt, die Rohfassung sei immer Mist. Aber ich fühle mich mit der Aufgabe, eine schlechte Rohfassung so zu überarbeiten, dass sie gut wird, so überfordert, dass ich es lieber ganz sein lasse und das Manuskript in der Schublade verrotten lasse.

Das klingt grausam und das ist es auch. Denn eigentlich war ich in der Schule in Deutsch immer sehr gut. Warum finde ich meine Leistungen jetzt auf einmal so schlecht? Warum genügen sie mir nicht? Warum habe ich das Gefühl, dass jeder Autor auf der Welt besser schreiben kann als ich, originellere Ideen hat, weniger Fehler macht, etc.?

Ich neige dazu, mich selbst klein zu reden und zur Schnecke zu machen. Ich habe riesigen Respekt vor allen Autoren, die bereits veröffentlicht haben und träume davon, es auch zu tun, doch dieser Traum scheint in unerreichbarer Ferne zu liegen. Dabei habe ich vier fertige Manuskripte auf meiner Festplatte. Ich müsste nur etwas daraus machen …

Zitat des Augenblicks

„Fill your paper with the breathings of your heart.“ ~ William Wordsworth

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16 Kommentare zu “Schreiblaunen #2

  1. Liebes, du kannst nicht wissen, ob du etwas kannst, wenn du es nicht versuchst. Und du kannst auch nicht lernen, etwas zu können, wenn du es nicht versuchst.

    Ich kenne das Gefühl genau, aber ich möchte mich nicht davon auffressen lassen. Du doch auch nicht :*

    Mach was draus! Du kannst das 🙂

    Liebe Grüße
    deine Tinka 😉

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    • Ich hab’s ja im Juni versucht, bin aber kläglich gescheitert. Aber ich werde es nochmal versuchen. Irgendwie muss ich das doch hinbekommen. Andere schaffen es schließlich auch 😀

      Danke für deinen Kommentar.

      Liebe Grüße,
      Myna

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  2. Wenn du dich bei der Überarbeitung deiner Manuskripte überfordert fühlst, kann es helfen, eine zweite Meinung einzuholen, vielleicht von jemandem, der besser ist oder schon Erfahrung mit Überarbeitungsprozessen/Analyse von Texten hat. Die bringen frische Ideen mit, wo du anfangen kannst. Wenn du eine Liste an Dingen hast, mit der du beim Überarbeiten anfangen kannst, ist das oft schon sehr hilfreich, zumindest habe ich diese Erfahrung gemacht 🙂

    Außerdem fallen demjenigen vielleicht Dinge auf, die du nicht gesehen hättest und gleichzeitig machst du dir bei Aspekten Sorgen, die eigentlich gar kein Problem waren. Ich kann nur sagen, dass mir persönlich nie etwas besser geholfen hat, als ins kalte Wasser zu springen und andere Leute mein Geschriebenes lesen und beurteilen zu lassen. Trau dich ;D

    LG, Otterfly

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    • Hallo Otterfly,

      danke für deinen Kommentar. Ja, du hast recht, ich sollte das Manuskript unbedingt jemandem zu lesen geben. Das Problem ist nur meine Angst vor Ablehnung … Dabei habe ich sogar schon zwei Zusagen von Leuten, die mein Manuskript gerne testlesen wollen.

      Ich muss es wohl einfach wagen und ins kalte Wasser springen. Was anderes bleibt mir nicht übrig 🙂

      Ganz liebe Grüße,
      Myna

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      • Wenn du ihnen sagst, dass es ein Rohentwurf ist, wird dich niemand zerreißen. Und wenn Kritik kommt, freu dich drüber! Lass sie die Arbeit der Fehlersuche machen, das macht es dir nur leichter 😀 Sieh es positiv. Die Ablehnung gilt niemals dir als Person 😉

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  3. Du packst das! 🙂 Probier es einfach aus, du hast nichts zu verlieren. Auch wenn du glaubst, es sei Mist – dann kann es nur besser werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du Talent hast, sonst würden dir nicht so viele Ideen kommen. Also, dran bleiben!

    Liebste Grüße
    Jessi 🙂

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    • Hallo Jessi,

      danke, das ist lieb von dir, dass du das sagst. Ich hoffe natürlich, dass meine Geschichten nicht so schlecht sind, wie ich denke. Aber dazu müsste ich sie mal jemand anderem zum Lesen geben. Ich muss es mich wohl einfach mal trauen. Und du hast recht: Zu verlieren habe ich eigentlich nichts.

      Ganz liebe Grüße
      Myna

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  4. Erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung deines Romans! Jede abgeschlossene Geschichte bringt dich weiter, schafft neue Erfahrungswerte und, früher oder später, auch Selbstbewusstsein!

    Ich kann verstehen, dass der Gedanke an eine Überarbeitung dich nervös macht. Es ist bei mir noch nicht lange her, dass ich mich dem gestellt habe. Und ich bin gerade zum ersten Mal dabei, mein Werk auf Testleser loszulassen, von denen ich mir weiteren Input erhoffe (nein, natürlich loben die alle jedes Wort und wollen kein einziges davon geändert haben … äh …).

    Ja, das macht einem alles erst einmal Angst. Aber diese Angst kann man überwinden – wenn ich das kann, dann kannst du das auch! Vielleicht stärkst du dein Selbstbewusstsein erst einmal damit, dass du Menschen deine Geschichte lesen lässt, von denen du weißt, dass sie dich im Zweifel zu nachsichtig behandeln. Ich weiß, das soll man eigentlich nicht machen, aber es kann helfen, eine Balance zu schaffen.

    Die Formel ist ganz einfach: (+ gute Meinung deiner Freunde) + (- deine schlechte Meinung) = (0 Ausgleich)

    Du weißt dann ganz einfach, dass es gute Sachen gibt, dass es nicht so gute Sachen gibt. Und du wirst überrascht sein, wie befreiend es sein kann, sich dann diese Dinge noch einmal genauer anzusehen und ein wenig an ihnen zu schrauben.

    Ich würde mich freuen, wenn du dich trauen würdest!

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Michael,

      danke für deinen Kommentar und deine tröstenden, aufbauenden Worte.

      Ich habe ja schon zwei potentielle Testleserinnen für meine Geschichte, deren Überarbeitung ich eigentlich im August in Angriff nehmen wollte. Ich habe ihnen beiden gesagt, wie es um mein Selbstbewusstsein bestellt ist – also ich denke, sie werden versuchen, mit Nachsicht zu kritisieren. Auch wenn ich ihnen gesagt habe, dass sie dennoch ehrlich sein sollen. Denn mir ist es lieber, wenn ich die Schwächen meiner Geschichte erfahre, solange ich noch etwas daran ändern kann, als wenn es später schlechte Rezensionen hagelt.

      Ich denke, ich muss das im August mit der Überarbeitung einfach mal probieren. Ich habe ja nichts zu verlieren und du sagst es: Ich muss es mich einfach mal trauen; ins kalte Wasser springen. Nur so kann ich die neuen Fähigkeiten lernen.

      Ganz liebe Grüße
      Myna

      Gefällt 2 Personen

  5. Schöner Beitrag und wieder mit guten Tipps für gemeinschaftliche Schreibmotivationsprokekte, dankeschön. 🙂

    Wie wäre es auch beim Überarbeiten mit der Pomodoro-Technik einen Anfang zu finden?
    Oder es Dir in möglichst viele kleine schaffbare Aufgaben zu unterteilen?

    Ich kenne es von mir, dass ich etwas vor mir herschiebe, weil es als so große Aufgabe erscheint, wo einem deshalb vor dem Anfang graut.

    Gefällt 1 Person

    • Hallo liebe Andrea,

      danke für deinen Kommentar. Bitte, ich gebe gerne Tipps zur Motivation, denn ich weiß wie es ist, absolut unmotiviert zu sein und da bin ich dann über jeden Weg dankbar, der mir hilft, meinen Arsch hochzukriegen und zu schreiben 😀

      Ja, das ist eine gute Idee. In kleinen Schritten überarbeiten… das klingt gut. Ich bin auch schon gespannt, ob mir viele neue Ideen für meine Geschichte kommen werden, weil ich jetzt in der Zwischenzeit an zwei anderen Projekten gearbeitet habe und darauf meine ganze Konzentration gerichtet habe.

      Ja, ich schiebe es auch gerne vor mir her… aber im August muss ich jetzt einfach ins kalte Wasser springen und es wagen 😀

      Ganz liebe Grüße
      Myna

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