Montagsfrage #30: Digitalisierung

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Huhu ihr Lieben,

heute melde ich mich mal wieder ganz früh. Ich war noch so voller Ideen und Tatendrang, dass ich noch nicht ins Bett bin – und da dachte ich, ich könnte ja auch gleich noch die Montagsfrage beantworten, wenn ich schon mal am Laptop bin 😉

Ich mache heute zum 30. Mal mit 🙂 Mann, wie die Zeit vergeht. Die Frage lautet heute: Hat sich dein Leseverhalten durch die fortschreitende Digitalisierung verändert?

Jein. Also, was sich definitiv verändert hat, ist, dass ich heutzutage viel mehr digitale Texte lese als gedruckte. Früher als Teenager habe ich immer mein ganzen Taschengeld für Zeitschriften ausgegeben: Popcorn, Yam!, Bravo, Mädchen, Bravo Girl, und was es eben so alles gab. Heute lese ich fast nur noch Artikel im Internet. Ich habe zwar nach wie vor ein paar Zeitschriften abonniert (ein Musikmagazin und zwei Zeitschriften zum Thema Schreiben und Autorsein), doch News beispielsweise lese ich ausschließlich online.

Dabei fällt mir schon auf, dass ich Artikel auch immer häufiger „scanne“ und mir die interessanten Passagen herauspicke. Gerade bei den Zeitschriften, die ich tatsächlich noch lese, schaue ich mir meist nur einen oder zwei Artikel an und dann beschäftigte ich mich wieder mit etwas anderem. Ich setze mich selten hin und lese ein Magazin von vorne bis hinten durch. Was eigentlich sehr schade ist, denn so passiert es mir häufig, dass eine Zeitschrift halbgelesen herumliegt, bis schon wieder die nächste Ausgabe erscheint.

Bei Büchern ist es nicht ganz so extrem. Also, ich bemühe mich nach wie vor, mir dabei Zeit zum Lesen zu nehmen und nichts zu überfliegen, egal ob ich nun ein gedrucktes Buch oder ein E-Book lese (letzteres kaufe ich mittlerweile immer häufiger, erstens wegen dem meist günstigeren Preis und zweitens wegen einem akuten Platzproblem in meinem Bücherregal).

Trotzdem muss ich sagen, dass ich auch immer seltener wirklich dicke Wälzer lese. Das schreckt mich irgendwie ab. Dass ich neulich „Talon – Drachenzeit“ von Julie Kagawa gelesen habe, das stolze 558 Seiten hat, war echt eine Ausnahme. Ich habe auch ziemlich lange dafür gebraucht (ich glaube, einen Monat oder so). Aber ich weiß nicht, ob das wirklich mit der Digitalisierung zusammenhängt oder ob ich generell einfach kürzere Bücher bevorzuge.

Wie sieht das bei euch aus? Beobachtet ihr Veränderungen in eurem Leseverhalten?

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16 Kommentare zu “Montagsfrage #30: Digitalisierung

  1. Guten Morgen Myna,

    dicke Bücher lese ich heutzutage auch eher seltener. Das liegt aber nicht an der Digitalisierung, sondern vielmehr an anderen Dingen. Zeitschriften lese ich in dem Sinne eigentlich gar nicht mehr. Höchstens im Wartezimmer beim Arzt oder wenn sich sonst eine Gelegenheit ergibt. EBooks habe ich zwar auch – im e-SuB (Speicher ungelesener Bücher ;o) ) quasi – aber ich bin und bleibe wohl für immer und ewig ein Printfan.

    Mein Beitrag :o)

    Beste Lesegrüße
    FiktiveWelten

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    • Huhu,

      danke für deinen Kommentar. Ja, ich glaube auch nicht, dass das bei mir an der Digitalisierung liegt, dass ich dicke Bücher meide. Ich glaube, es liegt einfach daran, dass ich mir vorgenommen habe, eine bestimmte Anzahl von Büchern im Jahr zu lesen und da ich eine langsame Leserin bin, würde ich für richtig dicke Wälzer eeeewig brauchen 😉

      Ich liebe Print auch, aber in letzter Zeit greife ich immer häufiger zu E-Books.

      Ganz liebe Grüße,
      Myna

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  2. Huhu,

    ja, mittlerweile denke ich auch noch anders darüber als ich meinen Grundtext zu dieser Frage geschrieben hast. Und das mit den Zeischriften usw. kann ich definitiv so unterstützen. Ich hab einfach nicht die ganze Breitweite gesehen und mich eher an Buchfresserchens Antwort orientiert.

    Aber dennoch lese ich das meiste gründlich. Nur längere Texte überfliege ich, aber das geht mir auch bei Texten so, die nicht am PC oder sonst wo sind.

    Interessant, dass das nicht nur ich so sehe mit den dicken Büchern sondern allgemein so zu sein scheint. Ich bin mir aber auch nicht sicher ob das wirklich an der Digitalisierung liegt.

    Hier ist mein BEitrag:

    https://lesekasten.wordpress.com/2016/07/25/montagsfrage-45-leseverhalten-durch-digitalisierung-veraendert/

    LG Corly

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    • Huhu Corly,

      danke für deinen Kommentar und deinen Link, ich werde anschließend gleich mal bei dir vorbeischauen. Ich finde es gut, dass du dich von der Digitalisierung nicht so vereinnahmen lässt und weiterhin gründlich liest. Ich habe gemerkt, dass ich vor allem bei Artikeln ein bisschen schludriger geworden bin und gerne dazu neige, zu überfliegen. Das ist schade, weil ich damit sicher einiges verpasse.

      Ganz liebe Grüße
      Myna

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      • Huhu,

        natürlich überles ich auch das ein oder andere oder überfliege nur oder lass mich ablenken, wenn es gefühlt 10 Mal bei Aktionen die selbe Antwort ist, aber ich glaub das würd ich auch in Printausgaben machen. Das liegt nicht an der Digitalisierung direkt.

        LG Corly

        Gefällt 1 Person

  3. Liebe Myna,

    wenn ich mich mit einem Buch hinsetzte und zu lesen anfange, dann mach ich das in Ruhe und voll umfänglich. Ich möchte alles lesen, jeden Satz verstehen und in der Lage sein zu hinterfragen, das kann ich nur, wenn ich sehr bewusst lese. Ein oberflächliches Überfliegen ließe die Handlung auf der Strecke und der Griff zum Buch wäre unwichtig geworden. Insofern beeinflusst mich die fortschreitende Digitalisierung nicht beim Bücherlesen.

    Herzlichst,

    Nisnis

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    • Hallo Nisnis,

      danke für deinen Kommentar. Bei Büchern geht es mir genauso. Deshalb bin ich auch eine ziemlich langsame Leserin und schaffe nur wenige Bücher im Monat, manchmal sogar bloß eines. Ich weiß, dass das untypisch für eine Buchbloggerin ist, aber so ist es nun mal und ich möchte mir beim Lesen keinen Druck machen.

      Aber bei Artikeln z. B. auf Nachrichtenseiten merke ich oft, wie ich überfliege. Da hat mich die Digitalisierung doch irgendwie geprägt.

      Ganz liebe Grüße
      Myna

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  4. Pingback: Montagsfrage #30: Digitalisierung | Textflash Autorenberatung

  5. Hey Myna,

    ich denke, dass du Artikel und News hauptsächlich online liest, ist eine ganz natürliche Entwicklung. Mein Job ist es ja, die Startwebsite der großen deutschen Tageszeitung mit den vier Buchstaben zusammenzubasteln und ich sage dir eins: wir sind VIEL schneller und aktueller als der Print es je sein könnte. Darüber hinaus ist Online-Journalismus zu großen Teilen immer noch kostenlos, die Bezahlschranke hat sich noch nicht völlig durchgesetzt (aber das wird kommen). Es ist bequemer, als loszugehen und sich eine Zeitung zu kaufen, weil man zu jeder Zeit Zugriff hat, ohne das Haus verlassen zu müssen. Und ist man doch unterwegs, kann man sich mal schnell nebenbei informieren, ohne auf einen Kiosk angewiesen zu sein.
    Also gräm dich nicht deswegen, es ist okay, online zu lesen. Das sichert meinen Arbeitsplatz. 😀

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog

    Viele liebe Grüße,
    Elli

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    • Huhu liebe Elli,

      sorry für meine späte Antwort. Haha, dann bin ich ja froh, wenn ich damit deinen Arbeitsplatz sichere. Ich stelle mir deinen Job echt spannend vor. Darf ich fragen, wie deine Berufsbezeichnung lautet?

      Ja, ich werde auf jeden Fall weiterhin online News lesen. Wobei ich auch Nachrichten im Fernsehen anschaue, zusätzlich zu Google News als Startseite und sämtlichen gefolgten Nachrichtenaccounts bei Twitter 😀

      Ganz liebe Grüße
      Myna

      Gefällt 1 Person

  6. Liebe Myna,

    eine interessante Antwort von dir!
    Stimmt, ich habe Zeitschriften früher auch alle gekauft – heute lese ich sie fast ausschließlich online. Bücher lese ich aber nach wie vor nur in Print und das wird sicherlich auch so bleiben, da mir Reader absolut unsympathisch sind 😉 Mein Leseverhalten hat sich hier auch nicht verändert. Ich lese noch immer am liebsten richtig dicke Wälzer – je mehr Seiten desto besser – und nehme mir dafür sehr gerne die Zeit. Das ist mir vor allem als Ausgleich zum Job (Online-Redakeurin) enorm wichtig 😀

    https://buchstabentraeumerei.wordpress.com/2016/07/25/montagsfrage-37-hat-sich-dein-leseverhalten-durch-die-digitalisierung-veraendert/

    Liebe Grüße,
    Anna

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    • Hallöchen Anna,

      du bist Online-Redakteurin? Das klingt ja spannend 😀 Ihr habt alle so tolle Jobs, das ist ja der Hammer 🙂 Dann schreibst du Artikel für Websiten oder sowas?

      Na ja, ich habe eigentlich noch nie wirklich auf fette Wälzer gestanden. Aber es gab trotzdem immer wieder Ausnahmen wie Harry Potter, die Biss-Reihe oder auch Talon.

      Ich mag E-Books eigentlich ziemlich gerne und bin stolz auf meinen Kindle. Vor allem beim Verreisen oder für unterwegs ist er echt praktisch. Aber Printbücher sind natürlich nochmal was anderes… der Geruch, das Gefühl beim Blättern, das geht bei E-Readern natürlich verloren …

      Ganz liebe Grüße
      Myna

      Gefällt 1 Person

  7. Zeitungen lese ich fast nur digital. Ich liebe sie, wenn sie mir in die Hände geraten, aber meistens interessiert mich nur die Hälfte der Artikel und dafür ist mir das Geld zu schade. Allerdings vermisse ich bei Papier-Zeitungen die Kommentar-Spalte 🙂 Auf Bücher hat sich das aber nicht ausgewirkt. Ganz im Gegenteil – ich liebe es, in Ruhe zu lesen XD

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