Rezension: „Talon – Drachenzeit“ von Julie Kagawa *****

Titel: Talon – Drachenzeit (Original: The Talon Saga Book 1)talon cover
Autorin: Julie Kagawa
Genre: Fantasy
Verlag: heyne fliegt
Jahr: 2015
Seiten: 558
Format: Hardcover
Preis:  16,99 €
ISBN: 978-3-453-26970-5
Offizielle Verlagsseite: *klick*

Klappentext

„In diesem Irrgarten verbergen sich ein Dutzend Sankt-Georgs-Ritter“, sagte meine Ausbilderin. „Alle auf der Jagd nach dir. Alle mit einem Ziel: dich zu töten.“

Unter der heißen kalifornischen Sonne verbringt die 16-jährige Ember den Sommer ihres Lebens: surfen, flirten, Sonnenuntergänge am Lagerfeuer. Was keiner sieht. Die hübsche Ember ist kein normales Mädchen, sie ist ein Drache in Menschengestalt. Ember vertraut darauf, dass niemand ihr Geheimnis entdeckt. Bis Garret auftaucht. Ember fühlt sich sofort zu ihm hingezogen – und weiß instinktiv, dass er ihr gefährlich werden kann. Doch noch ahnt sie nicht, wie gefährlich …

Spiel mit dem Feuer – der neue magische Bestseller von Julie Kagawa

Meine Meinung

Ich hatte viel Positives von „Talon – Drachenzeit“ gehört – sehr viel Positives. Die anderen Buchblogs schwärmten geradezu von diesem Buch, was mich schlussendlich dazu brachte, es auch zu kaufen und zu lesen. Ich ging mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch heran. Ich wollte wissen, ob es wirklich so toll ist, wie alle sagen. Jetzt, da ich das Buch ausgelesen habe, muss ich sagen: Ich wurde nicht enttäuscht.

Die 16-jährige Ember ist ein Drache in Menschengestalt. Zusammen mit ihrem Zwillingsbruder Dante kommt sie ins kalifornische Crescent Beach, um zu lernen, wie die Menschen ticken. Schnell findet sie Freunde und entdeckt ihre Liebe fürs Surfen. Eines Tages begegnet sie dem Einzelgänger Riley. Einzelgänger sind Drachen, die sich von der Organisation Talon losgesagt haben. Diese Drachen werden von der Organisation gejagt, doch Ember ist fasziniert von Riley. Zur etwa gleichen Zeit lernt sie den jungen Garret kennen – und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen. Dabei können Drachen sich doch gar nicht in Menschen verlieben, oder? Auch Garret entwickelt Gefühle für Ember. Was die beiden nicht wissen: Sie sind eigentlich Todfeinde und wollen sich gegenseitig töten.

Mir hat der Schreibstil von Julie Kagawa sehr gut gefallen. Er ist flüssig und spannend, sodass ich immer weiterlesen wollte. Die Kapitel sind unterschiedlich lang, es gibt ganz lange, aber auch kürzere, was ich gut fand. Ich bin ja grundsätzlich eher ein Fan von kurzen Kapiteln, weil mich das mehr zum Weiterlesen animiert.

Die Geschichte ist in zwei, nein eigentlich drei Teile gegliedert: Erster Teil, zweiter Teil und Epilog. Der erste Teil wird abwechselnd aus der Sicht von Ember und Garret erzählt. So erfährt der Leser schon früh, was wirklich hinter den Figuren steckt, ohne dass sie es vom jeweils anderen selbst wissen. Ich mochte diese abwechselnde Erzählweise. Sie macht die Geschichte interessanter und bietet auch Einblicke in Bereiche, die eine einzelne Erzählperspektive nicht ermöglicht hätte. Im zweiten Teil kommt dann zu den beiden noch die Perspektive von Riley hinzu, was ich auch sehr spannend fand, denn im ersten Teil erfährt man noch nicht viel von dem Einzelgänger, obwohl ich die Figur von Anfang an interessant fand. Der Epilog wird aus Dantes Perspektive erzählt und ist nur ein sehr kurzes Kapitel. Aber es gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was einen im zweiten Band erwartet (der auch schon im meinem Regal steht).

Ich fand die Figuren sehr gut ausgearbeitet und vielschichtig. Ember ist eine sehr sympathische Protagonistin, mit der man die ganze Geschichte über mitfiebert. Sei es beim Bewältigen der Aufgaben ihrer fiesen Ausbilderin oder bei der Eroberung von Garrets Herz – was allerdings nicht ganz ungefährlich ist.

Garret hat mir von Anfang an gefallen, obwohl er einen schrecklichen Job hat. Ich habe mich sehr über die Entwicklung gefreut, die er zum Ende des Buches hin durchmacht. Ich fand, dass er und Ember ein wirklich süßes Paar sind und wollte einfach nicht, dass sie herausfinden, was wirklich hinter dem anderen steckt.

Riley ist ein Abenteurer und Rebell, das hat mich an ihm sofort fasziniert. Auch dass er Motorrad fährt hat mir gefallen 😀 Ich stehe auf Biker *seufz* Allerdings hat er mich ein bisschen verwirrt – ich habe die ganze Zeit über herausfinden wollen, ob er jetzt in Ember verliebt ist oder nicht. Aber ich konnte diese Frage bis zum Schluss nicht eindeutig beantworten. Da werde ich wohl auf den zweiten Band warten müssen, um mehr über den Charakter zu erfahren.

Dante war mir anfangs noch sympathisch, doch das hat mit der Zeit abgenommen. Vor allem, was er sich am Ende leistet ist echt übel. Das hätte ich nicht von ihm erwartet. Er ist so indoktriniert von Talon, dass er mir schon fast wieder leid tut.

Dann gibt es da noch die gemeine Lilith, auch Miss Gruselfunktionär, die als Embers Ausbilderin fungiert. Sie quält die arme Ember ganz schön und lässt keine schwachen Momente durchgehen. Aber sie ist kompetent und das macht sie für mich zu einer interessanten Figur. Sie ist ein perfekter Bösewicht: schlau, gerissen und schwer zu besiegen. Das bringt Spannung in die Geschichte und macht sie zu einem echten Leseerlebnis.

Das Ende des Buches hat mich überrascht und war meiner Meinung nach nicht vorhersehbar. Es beantwortet einige Fragen, wirft aber auch noch neue auf, die wohl im zweiten Band beantwortet werden.

Zwar habe ich fast vier Wochen gebraucht, um das Buch zu lesen, doch es hat mir wirklich gut gefallen und ich bin schon sehr auf den zweiten Band gespannt.

Über die Autorin

Julie Kagawa wurde 1982 in Sacramento, Kalifornien geboren. Schon in ihrer Schulzeit hat sie gerne geschrieben und ihre ersten Geschichten entstanden. Im Februar 2010 erschien mit „Plötzlich Fee – Sommernacht“ ihr Debütroman. Danach folgten die Plötzlich-Prinz- und Unsterblich-Reihe. 2015 erschien das erste Talon-Buch in Deutschland. Kagawa lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.

Fazit

„Talon – Drachenzeit“ ist ein spannender Fantasy-Auftakt für alle, die gerne Bücher über Drachen lesen. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter.

Meine Bewertung

5 sterne

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2 Kommentare zu “Rezension: „Talon – Drachenzeit“ von Julie Kagawa *****

  1. Pingback: Monatsrückblick August 2016 | Myna Kaltschnee

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