Schreiblaunen #3: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

fieberherz_schreiblaunen

Huhu ihr lieben Schreiberlinge und Federschwinger,

heute ist es mal wieder Zeit für einen „Schreiblaunen“-Beitrag, den dritten insgesamt. „Schreiblaunen“ ist eine Aktion, die von Fieberherz ins Leben gerufen wurde. Wie genau es funktioniert, könnt ihr hier nachlesen.

Ich möchte euch ein bisschen etwas über die Fortschritte von ProjektST verraten und wie es momentan mit dem Schreiben so läuft.

Woran ich gearbeitet habe

Wie gesagt, momentan arbeite ich an einem Projekt, das ich „ProjektST“ nenne. Was versteckt sich dahinter? Nun, das ganze soll eine Horror-Novelle werden, die sich an junge Erwachsene richtet. Hauptfigur ist der 10-jährige Bobby Lance, in dessen Nachbarschaft die 9-jährige Aimee mit ihrer Familie zieht. Bobby möchte sich mit Aimee anfreunden, doch er findet bald heraus, dass Aimee anders tickt, als die anderen Kinder. Sie ist geheimnisvoll und hat etwas Düsteres an sich. Doch Bobby ist von ihr fasziniert und bleibt an ihr dran. Es entwickelt sich tatsächlich eine Freundschaft zwischen den beiden. Eine Freundschaft, die nicht ganz ungefährlich ist.

Die Idee für die Geschichte kam mir vor zwei Wochen beim Brainstormen. Letzte Woche habe ich dann den Plot vervollständigt und die Charakterbögen ausgefüllt. Eine passende Playlist bei Spotify habe ich auch schon erstellt. Und die ersten drei Kapitel sind bereits im Kasten. Es ist eine Novelle oder ein Kurzroman (ich weiß noch nicht, wie lange es wird), dementsprechend kürzer sind auch die Kapitel. Sie haben so zwischen 1500 und 2000 Wörter.

Ich komme mittlerweile richtig gut rein in die Geschichte und meine Charaktere erwachen zum Leben. Ich habe sogar ein zusätzliches Kapitel eingefügt, das gar nicht im Plot vorhanden war, weil ich der Meinung war, dass es noch erzählt werden sollte. Ich bin echt gespannt, wie lang das Ganz am Ende wird. Geplant waren 30.000 Wörter, aber könnte auch durchaus länger werden.

Was sich als nützlich erwies

Zum einen habe ich neulich ein E-Book darüber gelesen, wie man E-Books auf Amazon veröffentlicht. Das hat mir solche Lust darauf gemacht, selbst etwas zu veröffentlichen, dass ich mir beim Schreiben von ProjektST in den Arsch getreten habe. Zum anderen bin ich noch immer bei der Schreibnacht, die mich mit ihren Abenteuern auch immer wieder zum Schreiben motiviert. Meine Charakterbiografien habe ich z. B. komplett während eines Schreibabenteuers verfasst. Außerdem hat die Schreibnacht jetzt eine Tabelle, in die man sein Monatsziel eintragen kann und dann versuchen muss, es zu erreichen. Ich habe mir für diesen Monat mal 20.000 Wörter vorgenommen. Deutlich weniger als beim Camp NaNoWriMo, aber man muss ja auch nicht immer gleich Höchstleistungen bringen.

Und natürlich erfasse ich meinen Wordcount auch weiterhin mit der App Write-o-Meter, was mich zusätzlich motiviert. Hierbei könnte ich auch die Pomodoro-Technik anwenden, wenn ich wollte. Habe ich in letzter Zeit aber nicht gemacht.

Das stört mich noch

Die Routine, die ich mir während des Camps aufgebaut habe, ist bereits wieder futsch. Ich muss mich jeden Tag zum Schreiben zwingen, was mir nicht immer gelingt. Das Schreiben könnte noch regelmäßiger sein und mein Wordcount ist auch viel weniger als beim Camp. Allerdings muss man es ja auch nicht immer so zu übertreiben, oder? Momentan schreibe ich zwischen 1000 und 3000 Wörter am Tag und das ist eigentlich eine gute Leistung.

Trotzdem schreibe ich nicht täglich und das sollte ich auf jeden Fall noch ändern. Wenigstens 1000 Wörter am Tag sollten drin sein, bzw. die 839 Wörter, die ich brauche, um mein Ziel von 30.000 Wörtern innerhalb eines Monats zu bezwingen.

Außerdem könnten meine Zweifel noch weniger werden. Ich mache mir schon wieder viel zu viel Druck und will, dass die Rohfassung perfekt wird. Das ist MIST! Rohfassungen sind immer scheiße, das wusste sogar schon Hemingway. Also weg mit dem inneren Reich-Ranicki und schreiben, wie es mir gerade so in den Sinn kommt.

Vielleicht bin ich auch deshalb so unsicher, weil das das erste Mal ist, dass ich etwas in diesem Genre schreibe. Also, etwas längeres. Ich habe Angst, dass ich die Spannung nicht so aufbauen könnte, wie ich das gerne wollte. Denn von Spannung lebt diese Geschichte …

Zitat des Augenblicks

„The first draft of anything is shit.“ – Ernest Hemingway

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4 Kommentare zu “Schreiblaunen #3: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen

  1. Ich kenne das. Ich mache mir auch gerne Druck und versuche, jeden Tag vor der Arbeit zu schreiben, aber es klappt halt nicht immer. An Schreibchallenges nehme ich generell gar nicht teil und ich benutze auch keine Hilfs-Tools. Aber es wäre definitiv interessant, mal welche auszuprobieren.
    Mit welchem Programm arbeitest du denn? Ich schreibe ganz langweilig in Open Office, damit hab ich auch schon meine Bachelorarbeit erstellt udn komme gut damit klar. Mich reizt aber Papyrus, vllt werde ich mir das zu Weihnachten mal zulegen. Ich höre nur Positives darübe :->

    Mit den Rohfassungen hast du auch recht. Aber ich versuche mich auch bereits während dem Schreiben zu verbessern. Hält ein bisschen auf, ist aber gut fürs Gewissen.

    Liebe Grüße
    Nicole

    Gefällt 1 Person

    • Hallo liebe Nicole,

      ich benutze sein einiger Zeit das Programm Scrivener. Davor habe ich das kostenlose Tool yWriter verwendet. Scrivener ist günstiger als Papyrus und meiner Meinung auch sehr gut, wobei Papyrus noch ein paar mehr gute Funktionen hat, die ich bei Scrivener vermisse. Vor allem fehlt mir bei Scrivener eine gute Rechtschreibprüfung. Da kann Papyrus ja mit dem Duden-Korrektor trumpfen (soviel ich weiß).

      Schreibchallenges wie den NaNoWriMo liebe ich – das ist für mich immer extra Motivation. Und das, obwohl ich mich auch jahrelang davor gedrückt habe.

      Ich verbessere auch hin und wieder etwas beim Schreiben, aber im Großen und Ganzen konzentriere ich mich auf das Herunterschreiben der Rohfassung.

      Ganz liebe Grüße
      Myna

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