Die 33. Schreibnacht

Hey ihr lieben Federschwinger und Buchstabenakrobaten,

manche unter euch wissen es vielleicht schon: am Freitag, den 26. August fand die 33. Schreibnacht statt. Ich war dieses Mal auch wieder mit dabei und freute mich schon den ganzen Monat auf das Ereignis. Es ist einfach immer etwas ganz Besonderes, wenn hunderte Schreiberlinge gleichzeitig in die Tasten hauen und an ihren Manuskripten arbeiten, neue Welten entstehen lassen und Charakteren Leben einhauchen.

Stop mal, Myna! Schreibnacht? Was ist das denn?Schreibnacht

Wie ich schon im Teaser angemerkt habe, ist die Schreibnacht ein Event, bei dem unzählige Autoren gleichzeitig schreiben. Vernetzt sind sie hierbei über das Internet und zwar einerseits über das Schreibnacht-Forum, aber auch auf Twitter, Instagram und Facebook kann man zahlreiche Posts über die Schreibnacht lesen. Ja, auf Twitter stand die Schreibnacht sogar schon dreißig Minuten vor Beginn in den Trends!

Wie läuft diese Schreibnacht nun ab? Eigentlich ist die Sache ganz einfach: Sie beginnt um 20 Uhr und endet um 3 Uhr morgens, wobei man jederzeit aussteigen kann. Von 20 Uhr bis 21 Uhr findet die sogenannte Fragestunde mit einem Special Guest statt. Das können Autoren, aber auch Verlagsmitarbeiter, Illustratoren oder andere Buchmenschen sein. Diesen Special Guest dürfen die Teilnehmer dann eine Stunde lang mit ihren Fragen löchern. Hierbei waren sogar schon Größen wie Kerstin Gier oder Cornelia Funke als Special Guests anwesend.

Um 21 Uhr beginnt dann das große Schreiben. Es gibt bis 3 Uhr morgens Etappen, die jeweils 50 Minuten dauern, also z. B. von 21:00 Uhr bis 21:50 Uhr. Vor jeder Etappe kann man sich ein Ziel festlegen, das man in der Etappe erreichen möchte. Wenn die Etappe vorbei ist, kann man dann mitteilen, ob man sein Ziel geschafft hat. Dies ist aber völlig freiwillig.

Ebenso freiwillig sind die Aufgaben, die zu jeder Etappe gestellt werden. Es können z. B. Fragen zu den Charakteren oder zur Geschichte sein, aber auch Schreibaufgaben wie „Sofort 300 Wörter schreiben!“ 🙂

Alles klar?

19:53 Uhr – Die Vorbereitung

Zugegeben, meine Vorbereitung gestaltete sich bei dieser Schreibnacht etwas knapp. Ich hing bis kurz vorher nämlich noch am Telefon. Etwa fünf Minuten vor Schreibnachtbeginn schob ich meine Mini-Pizzas in den Ofen, die ich mir aber wenigstens schon zwei Stunden vorher aus dem Keller geholt hatte (wäre ja noch schöner gewesen, wenn ich das auch noch hätte tun müssen …). Mein Cola light stand zum Glück auch schon bereit, das musste ich mir nur noch einverleiben. So ein bisschen Koffein ist ganz gut, damit man fit bleibt. Zwar war mir klar, dass ich heute nicht ganz bis zum Schluss bleiben könnte, weil ich am nächsten Morgen aufstehen musste, aber wenigstens bis 1 Uhr morgens wollte ich dann doch durchhalten. 😉

20 Uhr – Es geht looos!

Special Guest Jennifer Benkau war schon etwas früher im Forum, was nach ihren eigenen Angaben  „selten [ist], normalerweise mache ich nämlich alle hysterisch, weil ich auf den letzten Drücker oder zu spät komme.“ Sofort trudelten auch schon die ersten Fragen ein, die mit Spannung verfolgte. Ich selbst hatte diesmal keine Fragen vorbereitet und wollte einmal nur Zuschauer sein.

Kurz nach Beginn der Fragestunde machte mein Ofen „Pling!“ und kündigte an, dass meine Mini-Pizzas fertig waren. Während ich sie noch ein wenig auskühlen ließ, las ich weiter die Fragen und Antworten von Jennifer Benkau, einer sehr sympathischen Autorin, wie ich schnell feststellen musste.

Mit ihrem Bekenntnis, dass ihr Schreibtisch „eine Müllhalde“ sei, brachte sie mich zum Schmunzeln – das hätte ich auch selbst sagen können. Für das Foto, das ich neulich gepostet habe, hatte ich ihn übrigens extra freigeräumt. 😉

Es war noch nicht einmal halb neun, als meine Mini-Pizzas aufgefuttert waren, was mich zu folgendem Tweet inspirierte:

minipizzas

Ich bekam sofort Zuspruch von anderen Schreibnächtlern, sowie den Vorschlag, das nächste mal einfach eine Familienpizza zu ordern. 😉

21 Uhr – Das Schreiben beginnt!

Da ich diesen Artikel hier schreiben wollte und genau wusste, dass mir am Samstag die Zeit dafür fehlen würde (und Sonntagnacht sollte er online gehen), beschloss ich kurzerhand, erst einmal mit dem Blogartikel anzufangen und mein Manuskript auf später zu vertrösten.

Nach einigem Nachtanken von Cola light kam dann dieser Artikel hier zustande. Leider merkte ich recht früh, dass sich in mir wieder leichtes Unwohlsein breit machte, was relativ schnell zu einem Angstzustand anschwoll. Doch ich wollte mich nicht unterkriegen lassen und sagte der Angst den Kampf an. Ich würde mir von ihr nicht die Schreibnacht zu nichte machen lassen. Soweit kommt’s noch!

22 Uhr – Das Manuskript ist dran!

Um 22 Uhr stand dann wirklich mein Manuskript im Mittelpunkt. Es war das Kapitel mit der Beerdigung dran, bei dem meine Antagonistin dem Protagonisten ein heikles Geständnis macht – und auf das habe ich mich schon die ganze Zeit über gefreut.

lieblingsszene

Vorgenommen habe ich mir 500 Wörter, doch am Ende schrieb ich das komplette Kapitel 13, was schlussendlich 1667 Wörter hatte. Kein sonderlich langes Kapitel, aber mehr hätte es nur unnötig in die Länge gezogen.

Mein Angstzustand verflüchtigte sich derweil – was ich sehr begrüßte! Wieder einmal hatte ich gegen die Angst gewonnen, ein Triumph, den ich bisher noch nicht allzu oft verbuchen konnte.

23 Uhr – Improvisation an!

Nachdem ich das Kapitel mit meiner Lieblingsszene abgeschlossen hatte, kam ich an eine Stelle, wo im Plot eine Lücke war. Diese Lücke wollte gefüllt werden – was heißt, dass ich beim Schreiben improvisieren musste. Es klappte auch besser als erwartet. Mein Protagonist Bobby geht darin mit den Folgen, die aus der Lieblingsszene resultieren, um – oder versucht es zumindest. Es war nicht ganz leicht zu schreiben und das Kapitel war mit Abschluss dieser Etappe auch noch nicht abgeschlossen, aber immer hin 1121 Wörter waren getippt.

Um Mitternacht konnte ich daher Folgendes verkünden:

wörter mitternacht

0 Uhr – Endspurt!

Ich hatte mir ursprünglich vorgenommen, bis 1 Uhr morgens mitzumachen. Um Mitternacht war ich wach, motiviert und hatte absolut keine Lust, aufzuhören. Meine Geschichte war so richtig zum Fließen gekommen und ich wollte mich noch länger mit meinen Charakteren auseinandersetzen. Außerdem nahm ich mir vor, die 25k-Marke im Manuskript in dieser Nacht unbedingt noch zu knacken. Dazu fehlte aber auch nicht mehr wirklich viel …

1 Uhr – Schluss für heute!

Ich schließe mein Manuskript. Insgesamt habe ich 4174 Wörter und zwei Kapitel geschafft und die 25k habe ich auch überrundet. Das ist doch ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.

schluss für heute

Ich freue mich schon riesig auf die nächste Schreibnacht. Mal sehen, an welchem Projekt ich dann schreiben werde. So wie es momentan aussieht, werde ich mit meiner jetzigen Geschichte dann schon fertig sein.

Wart ihr auch bei der Schreibnacht dabei? Wie ist es bei euch gelaufen?

 

 

 

 

 

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