Montagsfrage #36: Mitgefühl mit Protas

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Hey-ho ihr lieben Leseratten und Bücherwürmer,

wie geht’s euch? Seid ihr gut in die neue Woche gestartet? Das Wetter lässt ja gerade ein bisschen zu wünschen übrig, aber ein bisschen Regen schadet der Natur sicher auch nicht. Und Mitte der Woche soll es ja schon wieder besser werden.

Heute hat sich die liebe Sanne von Wortgestalten die Montagsfrage ausgedacht. Sie wurde – wie immer – auf Buchfresserchens Blog gestellt und lautet heute: Habt ihr ein schlechtes Gewissen gegenüber Protagonisten, wenn die bspw. hungern müssen und ihr nebenher futtert?

Eine interessante Frage! Doch meine Antwort lautet ganz klar: Nein!

Mal abgesehen davon, dass ich meist im Bett lese und dort Futtern tabu ist, fühle ich mich eigentlich nicht schuldig, wenn es mir besser geht als dem Protagonisten, weil ich es warm und gemütlich habe und nicht leiden muss (huch, war das ein langer Satz!). Im Gegenteil, ich empfinde manchmal sogar eine gewisse Dankbarkeit dafür. Ja, manchmal wird mir beim Lesen bewusst, wie gut ich es eigentlich habe. So ging es mir z. B. als ich „Die Tribute von Panem“ gelesen habe und Katniss und Peeta zu den „Hungerspielen“ geschickt wurden. Da war ich richtig glücklich darüber, dass ich niemanden umbringen muss. 😀 Aber natürlich habe ich mit den beiden mitgefiebert.

Wie geht es euch diesbezüglich? Hattet ihr je ein schlechtes Gewissen gegenüber der Protagonisten?

 

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6 Kommentare zu “Montagsfrage #36: Mitgefühl mit Protas

  1. Liebe Myna,

    wie mich ein Buch berührt oder nicht, ob ein Protagonist hungert oder z.B. traurig ist, kommt natürlich auch immer ganz darauf an, ob es sich um eine fiktive Geschichte handelt oder nicht.

    Auch fiktive Geschichten berühren mich oder machen mich betroffen, wütend, traurig usw. und dass ist auch gut so. Aber ein schlechtes Gewissen, wenn ein Protagonist in einer erfundenen Story verhungert, habe ich definitiv nicht.

    Anders ist meine Lese-Situation natürlich, wenn ich weiß dass es sich um eine reale Geschichte handelt. Ich möchte nicht unbedingt sagen, dass ich dann ein schlechtes Gewissen habe, aber ich werde dadurch angestoßen meine eigenen Handlungen im Alltag zu überdenken, um verantwortungsbewusster zu agieren. Diese Reaktion bzw. Haltung halte ich für absolut gesund und wichtig.

    Viele Grüße

    Nisnis

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Nisnis,

      hm, da hast du recht, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Ich bin jetzt irgendwie automatisch von fiktiven Geschichten ausgegangen. Aber es stimmt, was du sagst: bei realen Personen ist die Situation noch einmal eine andere. Aber auch, wenn bestimmte Missstände angesprochen werden. Beim Lesen von „Noah“ von Sebstian Fitzek, in dem es u. a. um die Überbevölkerung und den Verbrauch der natürlichen Ressourcen geht, habe ich auch einmal über mein Verhalten nachgedacht.

      Ganz liebe Grüße
      Myna

      Gefällt mir

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