Rezension: „Ein magischer Sommer“ von J. Vellguth ***

Titel: Ein magischer Sommer – Liebe mit HindernissenEin magischer Sommer - Liebe mit Hindernissen von J Vellguth
Autorin: J. Vellguth
Genre: Liebe, Frauen
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 216
Format: Kindle E-Book
Preis:  2,99 € (ich kaufte es während einer Aktion für 0,99 €)

Klappentext

„Ethan hat seinen großen Traum verwirklicht und arbeitet als Show-Magier in Las Vegas. Aber in letzter Zeit bleiben die Stühle leer. Als dann sein Vater stirbt, muss er zurück in sein Heimatdorf, dort wird er nicht nur mit seiner Vergangenheit, sondern auch mit seiner ersten großen Liebe konfrontiert.

Ausgerechnet Haley muss ihn zurückholen, dabei ist es das Letzte, was sie will. Denn Ethan hat sie schon einmal verlassen und sie kann nicht glauben, dass er sich geändert hat. Aber ihr bleibt keine andere Wahl, denn als Erbe des größten Arbeitgebers in dem 300-Seelendorf ist er der Einzige, der die Zukunft ihrer Heimat retten kann.

Eine romantische Liebesgeschichte über die Magie, das Leben und eine zweite Chance.“

Meine Meinung

Dieses Buch ist kein gewöhnliches Buch. Es ist im Rahmen eines ganz besonderen Projektes entstanden. Die Autorin J. Vellguth, die durch ihren Blog Schriftsteller werden sicherlich für die meisten Schreiberlingen zu einem Begriff wurde, hat sich für das Jahr 2016 nämlich eine ganz besondere Challenge gestellt: 12in12! Das bedeutet, zwölf Bücher innerhalb von zwölf Monaten schreiben, überarbeiten und veröffentlichen. Ein Monsterprojekt, wenn ihr mich fragt. Sie hat dafür meinen absoluten Respekt – ich würde mich nicht an einer derartige Challenge herantrauen. Doch wie sind die Bücher, die bei dieser Challenge herauskamen? Merkt man es der Qualität an, dass sie ihm Eiltempo produziert wurden?

Als J. Vellguth im Rahmen einer Preisaktion „Ein magischer Sommer – Liebe mit Hindernissen“ für 0,99 € anbot, zögerte ich nicht lange und griff zu. Ich war neugierig, wollte wissen, wie gut die Qualität unter solchen Schreibbedigungen wirklich war. Mein Fazit? Nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Ich möchte gerne im Folgenden näher darauf eingehen und mein Urteil begründen.

Zunächst einmal, worum geht es in dem Buch überhaupt? Es dreht sich um den jungen Ethan, der als Showmagier sein Geld in Las Vegas verdient, allerdings nicht mehr sonderlich großen Erfolg hat. Und es geht um Haley, seine Exfreundin aus Jugendzeiten, die noch immer in ihrem kleinen Heimatstädtchen lebt, mittlerweile unter einem Dach mit einem gewissen Brady. Eines Tages besucht Haley Ethans Show in Las Vegas. Er ist bestürzt, sie so plötzlich wiederzusehen. Nach der Show kommen sie ins Gespräch und Haley bittet ihn, mit ins Heimatdorf zu kommen, um dort das ehemalige Unternehmen seines verstorbenen Vaters zu retten, da das Leben der Dorfbewohner davon abhinge. Ethan stimmt schließlich zu und kommt mit. Dabei denkt er viel über die gescheiterte Beziehung zu Haley nach und alte Gefühle werden wieder wach. Gibt es für ihre Liebe noch eine Chance?

Ich fand es interessant, dass das Thema Magie im Spiel war. Zaubertricks finde ich spätestens seit dem Tag toll, an dem ich als Kind einen Zauberkasten zu Weihnachten bekam. Die Erzählung über den Showmagier Ethan hat die Erinnerungen an meine Kindheit wieder ein bisschen zurückgebracht.

Trotzdem war mir die Figur irgendwie nicht so sympathisch. Ich kann allerdings auch nicht sagen, woran das lag. Haley war mir da schon lieber, mit ihr habe ich mitgefühlt und sie konnte ich verstehen. Ihre Gefühle und ihr Schmerz darüber, dass Ethan sie in der Vergangenheit allein gelassen hat, konnte ich gut nachvollziehen. Dabei fand ich es eigentlich richtig, dass Ethan seinem Traum gefolgt und nach Las Vegas gegangen ist. Ich glaube, er wäre sonst nicht glücklich geworden.

Leider konnte ich mit den beiden einfach nicht richtig mitfühlen. Wisst ihr, wenn ich einen Liebesroman lese, dann möchte ich mich in die Figuren verlieben können. Denn nur wenn ich selbst emotional an Figuren gebunden bin, fiebere ich auch bei ihrer Liebesgeschichte richtig mit. In diesem Fall war es leider nicht so. Wenn ich ganz provokant sein wollte, dann würde ich sogar sagen, dass es mir egal war, ob Ethan und Haley wieder zusammen kommen. Und das darf bei einem Liebesroman nicht sein!

Mir hat in der Geschichte irgendwie etwas gefehlt. Es hat mich nicht richtig gepackt – das gewisse „Etwas“ war nicht da. Liegt es daran, dass es innerhalb eines Monats produziert wurde? Ich weiß es nicht. Ich müsste wohl noch mehr Bücher von J. Vellguth lesen, um mir diesbezüglich ein Urteil machen zu können. Ich habe auch schon von anderen Autoren Bücher gelesen, die mir nicht so zugesagt haben. Was aber nicht heißt, dass ich die Schreibe des Autors an sich nicht mag. Ich bin zum Beispiel ein großer Fan von Cecelia Ahern und Sebastian Fitzek. Doch beide haben auch Bücher herausgebracht, die mich eher unzufrieden zurückgelassen haben.

Ich fand das Buch wirklich nicht schlecht, aber ganz glücklich damit war ich nicht. Ich kann daher leider nur drei Herzchen vergeben.

Über die Autorin

J. Vellguth, eigentlich Jacqueline Vellguth, die auf ihrem Blog unter dem Namen „Jacky“ bloggt, ist 1982 geboren und wohnt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Brühl bei Köln. Sie studierte Physik und schloss ihr Studium mit einem Diplom ab. Seit 2008 arbeitet sie als Vollzeitschriftstellerin. Sie betreibt den Blog Schrifsteller-werden.de.

Fazit

Nette Lektüre für Zwischendurch, für alle, die Liebesgeschichten aus den USA mögen.

Meine Bewertung

3 sterne

 

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