10 Bücher über psychische Krankheiten

mhm

Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren Themensonntag der Mental Health Months! 🙂

Was die Mental Health Months sind und worum es dabei geht, erfährst du in diesem Post.

Vor zwei Wochen hatte ich euch schon 10 Filme zum Thema psychische Krankheiten vorgestellt. Heute sollen 10 Buchtipps folgen. Wieder habe ich geschaut, dass sie verschiedene Genres behandeln. Sogar Sachbücher sind dabei, die bei psychischen Leiden Abhilfe schaffen. Wenn ihr noch weitere gute Bücher kennt, lasst es mich wissen. Vor allem, was Romane betrifft, bin ich immer über gute Buchtipps glücklich. 🙂

1. „Lea“ von Dana Müller

Genre: Pychothriller
Jahr: 2016
Seiten: 201

Lea

Klappentext:

„Die 25-jährige Lea Florence ist dem Teufelskreis einer hörigen Beziehung entflohen. Der Preis ihrer Freiheit ist hoch, denn aus der gewaltbestimmten Ehe mit Mike resultiert eine schwere Form der Agoraphobie, die sie an die Wohnung fesselt und kaum Kontakt zur Außenwelt erlaubt. Lediglich die Reporterin Emily Brown, die ihre Leidensgeschichte publik machen möchte und Leas Schwägerin Sandy umgeben die junge Frau, die sich mit der Situation arrangiert und ihr Leben der Krankheit angepasst hat.

Doch bald erschüttern schreckliche Träume das Fundament ihres Daseins. Leas kleine Welt droht zusammenzubrechen, als sie im Traum Mike ermordet und dieser tatsächlich tot aufgefunden wird. Leas Alibi ist die Agoraphobie, die ihr keinen Schritt vor die Tür erlaubt.

Dennoch fühlt sie sich auf eine unerklärliche Weise verantwortlich für die Geschehnisse und begibt sich auf eine gefährliche Spurensuche.

Wieso werden Leas Träume bittere Realität?“

Dieser Psychothriller behandelt mehrere psychische Krankheitsbilder, u. a. die Agoraphobie. Das Buch ist gut recherchiert und spannend. Meine Rezension zu „Lea“ findest du hier.

2. „Angst bewältigen: Selbsthilfe bei Panik und Agoraphobie“ von Sigrun Schmidt-Traub

Genre: Ratgeber19273880
Jahr:  2001
Seiten: 127 

Klappentext:

„Angst und Panik bewältigen

Panikartige Ängste sind enorm verbreitet. Die Angstzustände sind verbunden mit meist heftigen körperlichen Reaktionen, wie Schwindel, Herzklopfen oder Schweißausbrüchen. Sie quälen und schränken den Betroffenen erheblich ein. Angstpatienten bringen im Laufe der Zeit immer mehr Situationen mit ihren Angstzuständen in Verbindung und meiden sie daher. Ein Teufelskreis, der sich aber mit Hilfe verhaltenstherapeutischen Wissens und Trainings knacken lässt.

Durchbrechen des Teufelskreises aus Angst und Vermeidung

– Der Ratgeber ist von einer erfahrenen Therapeutin verständlich und explizit für Betroffene geschrieben

– Fallbeispiele zeigen Möglichkeiten auf,  Panikattacken (zumindest bei weniger schweren Fällen) selbst in den Griff zu bekommen.
– Gut strukturiert und übersichtlich mit vielen Beispielen; wichtige Inhalte und Tipps sind hervorgehoben
– Serviceteil: Weiterführende Literatur, Informationen zu Therapiesuche und
-finanzierung, Selbsthilfegruppen etc.

Sich informieren und der Angst das Angsterregende nehmen

Der Ratgeber leitet zur Selbsthilfe an und gibt Tipps, an wen man sich wenden kann, wenn man sich Selbsthilfe nicht zutraut oder wenn man Unterstützung in Selbsthilfegruppen sucht.“

Dieses Buch wurde mir von meiner Therapeutin ans Herz gelegt. Ich lese es begleitend zu meiner Therapie und es ist wirklich sehr gut und informativ.

3. „Die Liebe deines Lebens“ von Cecelia Ahern

Genre: Liebedie-liebe-deines-lebens
Jahr: 2013
Seiten: 376

Klappentext:

„Liebe ist … zu leben!

Adam will einfach nur, dass alles aufhört. Er ist über das Geländer der Brücke geklettert und schaut hinunter in das kalte, schwarze Wasser.

Christine will einfach nur helfen. Mit einem Deal kann sie Adam vom Springen abhalten: Bis zu seinem nächsten Geburtstag will sie ihn überzeugen, dass das Leben lebenswert ist!

Schnell wird klar, dass sie ihn nur retten kann, wenn sie ihn wieder mit seiner großen Liebe zusammenbringt. Doch dann dann merkt Christine, wie sie sich selbst Hals über Kopf in Adam verliebt …“

Ein herzerwärmendes Buch über Suizid und die Wiederfindung der Lust am Leben. Es hat mir sehr gut gefallen und ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher.

4. „Schüchtern – na und?: Selbstsicherheit gewinnen“ von Gillian Butler

Genre: Ratgeberschuchtern-na-und
Jahr: 2002
Seiten: 270

Klappentext:

„Sie sind durchaus nicht allein: Schüchternheit und soziale Ängste sind weit verbreitet. Anhand von Beispielen aus dem wirklichen Leben illustriert Gillian Butler, welche Formen Schüchternheit annehmen und wie sehr das Problem die Betroffenen belasten kann.

Das Buch besteht aus drei Teilen: Im ersten Teil wird definiert, was genau man unter sozialer Angst und Schüchternheit versteht und welche Bedeutung das Denken in diesem Zusammenhang hat. Sie erfahren, woher die soziale Angst kommt und wie man sie erklären kann. In einem zweiten Teil lernen Sie mit Hilfe einfach zu handhabender Methoden, wie Sie Ihre Schüchternheit überwinden können. Sie lernen, Ihre Denkmuster zu verändern, Ihre Selbst-Aufmerksamkeit zu reduzieren und neues Vertrauen aufzubauen. In einem dritten Teil gibt es zusätzliche Tipps zur Verbesserung der Selbstsicherheit: Schluss mit dem „hässlichen Entlein“ oder gar dem „schwarzen Schaf“, das immer an allem schuld sein soll!“

Dieses Buch habe ich von einem Freund bekommen, der selbst auch unter Schüchternheit leidet. Er sagte mir, dass ihm das Buch sehr geholfen habe. Ich fand es ebenfalls sehr hilfreich und empfehle es gerne weiter.

5. „15 Jungs, 4 Frösche + 1 Kuss“ von E. Lockhart

Genre: Jugendbuch15-jungs
Jahr: 2009
Seiten: 285

Klappentext:

„In nur 10 Tagen ist in Rubys Leben das totale Chaos ausgebrochen. Denn in dieser Zeit hat sie

  • von ihrem Freund den Laufpasse bekommen (und von ihren Freundinnen die rote Karte),
  • etwas Verdächtiges mit einem Jungen gemacht (und etwas erschreckend weit Fortgeschrittenes mit einem anderen),
  • ein Lacrossespiel verpatzt, eine Mathearbeit verhauen und mehrere Panikattacken durchlebt (insgesamt fünf),
  • im Mädchenklo fiese Sprüche über sich gefunden (keine Ahnung, was im Jugenklo steht!).

Und dann ist da noch diese Sache mit der Liste und den 15 Namen … Kein Wunder, dass Ruby einen Seelenklempner braucht. Wer so viel Verrücktes erlebt, hat jede Menge zu erzählen.“

Eine süße Geschichte über die Jugendliche Ruby, die erstmals in ihrem Leben zum Therapeuten muss. Es geht nicht in erster Linie um psychische Erkrankung, aber sie spielt ebenfalls eine Rolle in der Geschichte. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

6. „Ängste verstehen und überwinden: Wie Sie sich von Angst, Panik und Phobien befreien“ von Dr. Doris Wolf

Genre: Ratgeberangste-verstehen
Jahr: 2011
Seiten: 226

Klappentext:

„Angst ist ein Gefühl, das hilflos macht und von vielen körperlichen Symptomen begleitet wird. Angst zeigt sich in den unterschiedlichsten Formen wie z. B. in der Angst vor der Angst, in Panikattacken, Platzangst, Angst vor Ablehnung, sozialer Angst oder in Sorgen.

Ihrer Angst sind Sie nicht hilflos ausgeliefert. Die Schritt für Schritt Anleitungen in meinem Ratgeber helfen Ihnen, Ihre Ängste zu überwinden. AUch für Sie gibt es ein Leben nach der Angst.“

Dieses Buch wurde mir von der Psychologischen Beratungsstelle empfohlen, die ich eine Weile besucht habe. Es ist gut recherchiert und informativ. Eine Bibel zum Thema Ängste, sehr empfehlenswert.

7. „Der Himmel so fern“ von Kajsa Ingemarsson

Genre: Frauenromander-himmel-so-fern
Jahr: 2012
Seiten: 438

Klappentext:

„Eine Frau steht allein am Rande eines Abgrunds. Hinter ihr liegen Ehe und Karriere, Erfolg und Geld. vor ihr glitzern die Lichter der Großstadt. Vieles ist schiefgelaufen in ihrem Leben, viele Chancen vertan. Das ist das Ende, doch für Rebecka beginnt alles neu.

Kajsa Ingemarsson hat einen überaus berührenden Roman über eine Liebe geschrieben, die über den Tod hinausgeht; er handelt von Reue und Vergebung, von Lieben und Loslassen und von der Aussöhnung mit der eigenen Vergangenheit.“

Im Gegensatz zu „Die Liebe deines Lebens“ wird in diesem Buch der Suizid wirklich ausgeführt. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, weil sie sich darum dreht, wie das Leben für die Angehörigen nach dem Suizid der Protagonistin weitergeht.

8. „Eine Reise von 1.000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt: Seelische Kräfte entwickeln und fördern“ von Luise Reddemann

Genre: Ratgeber1000-meilen
Jahr: 2007
Seiten: 160

Klappentext:

„Manchmal findet man keinen Zugang mehr zu den eigenen Kräften, weiß gar nicht mehr, wo sie liegen. Der erste Schritt ist entscheidend – und kann für jeden und jede anders aussehen. Die Autorin gibt hier ihre lange therapeutische Erfahrung weiter – damit Leichtigkeit und Gelassenheit wieder ins Leben kommen. Eine kleine Schule der Lebenskunst.“

Dieses Buch habe ich tatsächlich in der Psychiatrie gelesen, als es mir richtig schlecht ging. Es hat mir in dieser verzweifelten Lage Mut gemacht, deswegen möchte ich es euch ans Herz legen.

9. „Eine echt verrückte Story“ von Ned Vizzini

Genre: Jugendbuchcraigs story
Jahr: 2006
Seiten: 381

Klappentext:

„Craig, der eine Elite-Highschoool in Manhattan besucht, ist klug und begabt. Er macht sich seine ganz eigenen Gedanken über sich und die Welt. Denn manchmal passen er und die Welt nicht so ganz zusammen – findet er. Doch dann lernt er an einem unerwarteten Ort Menschen kennen, denen es ähnlich geht wie ihm. Craig schließt Freundschaften, die er vorher nie für möglich gehalten hätte. Und er begreift, dass es manchmal auch schön sein kann, ein wenig aus der Reihe zu tanzen …“

Eine interessante Geschichte über einen Jungen, der an Depressionen und Suizidgedanken leidet. Es hat mir gut gefallen. Meine Rezension zu diesem Buch findest du hier.

10. „Ich hasse dich – verlass mich nicht: Die schwarzweiße Welt der Borderline-Persönlichkeit“ von Jerold J. Kreisman und Hal Straus

Genre: Ratgeberich-hasse-dich
Jahr: 2014
Seiten: 318

Klappentext:

„Es ist bezeichnend für Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, dass sie in Extremen leben. Sie leiden unter massiven Stimmungsschwankungen, haben große Angst, verlassen zu werden, ohne selbst dauerhafte intime Beziehungen aufrechterhalten zu können, empfinden innere Leere und sind häufig von erhöhter Suizidgefahr, Depressionen und selbstverletztendem Verhalten betroffen.

Die Autoren veranschaulichen mit vielen Fallbeispielen die Symptomatik dieser Krankheit und stellen in der komplett aktualisierten und erweiterten Neuausgabe dieses Standardwerks neuste Forschungsergebnisse und Therapieansätze vor. Betroffene, Angehörige, Ärzte und Therapeuten erhalten damit fundierte Information und hilfreiche Unterstützung.“

Dieses Buch ist meine Bibel wenn es um Borderline geht. Es ist gut recherchiert und informativ und beinhaltet alle Informationen, die man zu dieser Krankheit wissen muss. Ich empfehle es jedem, der sich über die Borderline-Persönlichkeitsstörung informieren möchte.

Das waren meine Lesetipps zum Thema „Psychische Krankheiten“. Momentan lese ich noch das Buch „Regenbogentänzer“ von Nicole Walter, das auch von psychisch Kranken handelt. Ich wollte es hier aber noch nicht aufführen, da ich es noch nicht fertig gelesen hatte und mir daher keine umfassende Meinung über das Buch machen konnte.

Habt ihr gute Buchtipps für mich? Egal ob Ratgeber oder Romane – schreibt sie mir in die Kommentare. Ich würde mich sehr über weitere Empfehlungen freuen.

 

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11 Kommentare zu “10 Bücher über psychische Krankheiten

  1. Hey ho,
    da sind einige interessante Bücher dabei, vielen Dank für die ganzen Tipps.
    Romane zum Thema psychische Erkrankung finde ich sehr schwierig. Oft besteht da die Gefahr, dass es in eine Art Klischee übergeht.
    Was ich dir jedoch empfehlen kann….

    „Das Schweigen in meinem Kopf“ von Kim Hood. Hier hat unsere Protagonistin Jo eine Mutter mit einer psychischen Erkrankung. Sie versuchen sich so durchs Leben zu schlagen und möglichst ohne irgendwelche Hilfe auszukommen. Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Dann soll Jo an einem Sozialprojekt teilnehmen und einen schwerbehinderten Jungen betreuen.
    Toll finde ich an diesem Buch, dass es gleich Themen behandelt: Zum einen psychische Erkrankungen und zum anderen Menschen mit Behinderung.

    „Die Falle“ von Melanie Raabe. Hier geht es um eine erfolgreiche Autorin, die seit Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen hat. Warum? Weil sie Angst hat. Sie hat beobachtet, wie ihre Schwester ermordet wurde. Doch als sie den Mörder in einer Fernsehsendung entdeckt, wird ihr WIlle geweckt: Sie möchte ihn überführen.

    „Irre! Wir behandeln die Falschen“ von Manfred Lütz. Er ist Psychiater und führt hier nicht nur in die bekanntesten Erkrankungen ein, sondern stellt sich auch der These, wer beim Therapeuten behandelt wird und ob es sich „immer“ um eine schwerwiegende psychische Erkrankung handelt.
    Hier habe ich leider nur das gekürzte Hörbuch gehört, in dem nicht so viel auf den Titel eingegangen wurde. Jedoch fand ich das Buch trotzdem ziemlich informativ und auch für ein Sachbuch leicht verständlich.

    „Kontrolliert außer Kontrolle“. Das ist die Autobiografie von Hannah Charlotte Blumroth von Lehn. Sie wurde im Rahmen einer stern TV Reportage bekannt, da sie jahrelang unter Magersucht litt. Das Buch fand ich vor allem deshalb interessant, weil es sich hier um eine Autobiografie handelt und somit von der Autorin selbst verfasst wurde.

    Ich wette, wenn ich diesen Kommentar jetzt abschicke, fallen mir noch ein paar Bücher ein 🙂
    viele Grüße
    Emma

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  2. Als leichtere Lektüre fiele mir zu dieser Liste der Philip K. Dick Roman „Kleiner Mond für Psychopathen“ ein.
    Eine gelungene Humoreske auf eine Mondsiedlung auf die psychisch Kranke verbannt werden und die dort über ihre jeweiligen psychosen hinweg lernen eine funktionierende Gesellschaft zu schaffen und eine Revolution anzuzetteln.

    Gefällt 1 Person

  3. Ich habe erst vor kurzem „Planetfall“ von Emma Newman gelesen, ein Sci-Fi Roman, in dem es unter anderem um das Messie-Syndrom (zwanghaftes Horten von Gegenständen) der Protagonistin geht. Ich konnte mich sehr gut in ihre Gefühlslage hineinversetzen und es hat mir sehr geholfen, einen anderen Blickwinkel auf die Erkrankung zu gewinnen.
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    Gefällt 1 Person

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