Rezension: „Die Rebellin“ von Trudi Canavan ****

Titel: Die Gilde der schwarzen Magier – Die Rebellin (Original: The Magicians‘ Guild)
Autorin: Trudi CanavanDGDSM Die Rebellin
Genre: Fantasy
Verlag: cbt
Seiten: 544
Format: Kindle E-Book
Preis:  5,99 €
Offizielle Verlagsseite: *klick*

Klappentext

Wer über magische Fähigkeiten verfügt, hat in Imardin die Macht. Rücksichtslos setzen sich die Mitglieder der Gilde der schwarzen Magier über die Armen und Gewöhnlichen hinweg. Keiner wagt es, sich zu wehren. Nur Sonea, das Bettlermädchen, begehrt auf … und offenbart eine außergewöhnliche magische Begabung. Sonea wird als Novizin in die Gilde der Magier aufgenommen und gerät ins Zentrum einer schrecklichen Verschwörung …

Jedes Jahr zieht die Gilde der schwarzen Magier durch Imardin, um Bettler und Straßenkinder aus der Stadt zu jagen. Wütend wirft Sonea, das Bettlermädchen, einen Stein – und verletzt dadurch ein Mitglied der Gilde. Was die Gilde schon lange befürchtet hat, ist eingetreten: Es gibt jemanden mit magischen Kräften – außerhalb ihrer Reihen. Sie muss gefunden werden. Um jeden Preis. Sonea läuft um ihr Leben …

Rezension

Wie lange habe ich es hinausgeschoben, dieses Buch zu lesen? Als mich meine liebe Freundin Sonea von Delvon, die mit Leidenschaft DGDSM-Fanfictions schreibt, während dem Camp NaNoWriMo daran erinnerte, dass ich ihr schon vor einem Jahr versprochen hatte, „Die Gilde der schwarzen Magier“ zu lesen, bemerkte ich, dass es höchste Zeit war, dieses Versprechen auch wirklich einzulösen. Also besorgte ich mir noch am selben Tag den ersten Band als E-Book und fing wenig später an zu lesen.

In der Geschichte geht es um die junge Sonea, die im Armenviertel des Ortes Imardin aufwächst und zufällig herausfindet, dass sie über Magie verfügt. Leider bekommen das auch die Magier spitz und nachdem sie einen Jungen vor ihren Augen töten, ergreift Sonea die Flucht und wird von ihrem Freund Cery versteckt. Sie befürchtet, dass die Magier auch ihr nach dem Leben trachten. Doch diese wollen Sonea finden, um sie den Umgang mit ihrer Magie zu lehren. Kann Sonea ihnen glauben?

Eigentlich bin ich ja überhaupt nicht im High Fantasy-Genre zuhause, aber „Die Rebellin“ hat mich wirklich gepackt und ich fand die Story sehr interessant. Vielleicht auch, weil außer Magiern und einer fiktiven Welt keine weiteren Fabelwesen vorkommen. Es geht in der Geschichte auch gar nicht so viel um die Magie an sich, sondern viel mehr um Vertrauen und Freundschaft. Zumindest im ersten Band, vielleicht ändert sich das noch während der kommenden Bände.

Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive von Sonea, aber auch ihrem Freund Cery, sowie den Magier Rothen und Dannyl erzählt. So bekommt man einen guten Einblick in unterschiedliche Handlungsstränge, die sich am Ende alle verknüpfen. Die häufig wechselnde Perspektive war auch keinesfalls verwirrend, was ich ursprünglich befürchtet hatte, sondern eher abwechslungsreich und bereichernd. Es hat mir sogar so gut gefallen, dass ich das in meinem aktuellen Schreibpojekt ebenfalls umzusetzen versuche.

Ich mochte Cery, weil er einfach der beste Freund ist, den man sich wünschen kann. Auch wenn seine Gefühle für Sonea, so viel sei verraten, mehr als Freundschaft sind, weicht er nicht von ihrer Seite und begibt sich sogar selbst in Gefahr, um ihr zu helfen. Sonea selbst konnte ich nicht so recht einordnen. Sie ist zwar eine sympathische Figur, doch charakterlich nichts besonderes. So empfand ich es jedenfalls. Der Magier Rothen ist ein sehr gütiger, liebevoller Mensch, den ich auch gerne persönlich kennengelernt hätte. Sein Freund Dannyl hingegen ist ein wenig farblos, das einzige was ihm Bedeutung verleiht, ist seine Abneigung gegen seinen Magierkollegen Fergun.

Am Ende des Buches ist ein Glossar angebracht, der Begriffe zur Welt, in der auch fiktive Tiere leben, erklärt. Das fand ich sehr nützlich, da ich aber das Buch von vorne las und „nur“ das E-Book besitze, hätte es mir am Anfang des Buches mehr gebracht. Außerdem beinhalten die Bücher wohl Karten, was ich im E-Book allerdings erst hinterher sah. Das Cover zeigt eine Person in Magierroben. Es ist schlicht, aber effektiv. Ich glaube, es entspricht sogar dem englischen Originalcover, was ich sehr gut finde. Auch der Titel deutsche „Die Rebellin“ war meiner Meinung gut gewählt, wobei der englische Originaltitel „The Magicians‘ Guild“ noch besser passt.

Insgesamt hatte ich eine schöne Lesezeit mit „Die Rebellin“. Es hat mich nicht völlig vom Hocker gehauen, doch es war interessant und unterhaltsam, weswegen ich dem Buch vier Herzchen verleihe. Ich werde die Folgebände auf jeden Fall auch noch lesen. Das könnte allerdings noch etwas dauern, denn mein SuB ist hoch. Ich hoffe, meine liebe Sonea sieht es mir nach 😉

Über die Autorin

Trudi Canvan wurde 1969 in einem Vorort von Melbourne, Australien geboren. Nach ihrem Studium am Melbourne College machte sie sich als Grafikdesignerin selbstständig. Parallel arbeitete sie an ihren Romanen, die hauptsächlich im Fantasy-Genre angesiedelt waren. Die Trilogie „Die Gilde der schwarzen Magier“ entstand bereits in den 1990er Jahren, doch sie überarbeitete sie mehrmals. 2001 erschien der erste Band auf Englisch. 2007 erhielt sie für dieses Buch den Deutschen Phantastik Preis in der Kategorie „Bester internationaler Roman“.

Fazit

Eine spannende Lektüre für alle Fantasy-Fans. Ich empfehle sie gerne weiter.

Meine Bewertung

4 sterne

 

 

 

 

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8 Kommentare zu “Rezension: „Die Rebellin“ von Trudi Canavan ****

  1. Ich habe das Buch während meiner Schulzeit gelesen und alle Bände verschlungen. Ich war ziemlich besessen davon. Ich habe es geliebt. Allerdings ist meine Schulzeit nun schon einiges her. Ich glaube das das Buch darum eher was für Teenager ist. Ich denke nicht, dass es mich heute noch vom Hocker hauen kann. 😀

    Liebe Grüße, Anja

    Gefällt 1 Person

      • Liebe Myna,

        Also damit meine ich, dass ich das Buch heute ganz normal lesen würde, auch wenn ich kaum noch Fantasy lese, es würde mir sicher trotzdem noch gefallen. Aber dass ich davon so begeistert wäre, wie früher, kann ich mir schwer vorstellen. Es würde wahrscheinlich in meiner Bewertung von 5 auf 3 Sterne fallen.
        Heute braucht es schon mehr, als eine gute Story, um mich zu begeistern 🙂 Liegt vielleicht daran, dass mein Anspruch an Sprache gewachsen ist, dass ich allgemein zu viele Bücher schon gelesen habe, die alle eine gute Story hatten, und dass ich das Mitfiebern mit den jugendlichen Hauptpersonen gar nicht mehr so stark beherrsche, da ich kein Interesse mehr an diesen jugendlichen Schwärmereien habe. 🙂

        Lg, Anja

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  2. Pingback: Monatsrückblick Oktober 2016 | Myna Kaltschnee

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