Rezension: „Zwietracht – Mörderische Freundschaft“ von Tanja Hanika *****

Titel: Zwietracht – Mörderische Freundschaftzwietracht
Autorin: Tanja Hanika
Genre: Horror
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 188
Format: Kindle E-Book
Preis:  6,66 €

Klappentext

„Eine Schriftstellerin ohne Ideen.
Eine verschlossene Tür ohne Schlüssel.
Eine beste Freundin ohne Gnade.

Lina verbringt ein paar Urlaubstage in einer Hütte im Wald, um ihre Schreibblockade zu überwinden. Dort gibt es allerdings eine Tür, die sich weigert, das preiszugeben, was sie verbirgt. Linas beste Freundin Millie begleitet sie in den Schreiburlaub, doch gerade sie ist es, die Lina mit ihrem seltsamen und bedrohlichen Verhalten vollends aus der Bahn wirft. Was hat Lina allein mit ihrer besten Freundin im Wald zu befürchten?“

Rezension

Am 8. September 2o16 kam der neuste Horrorroman von Tanja Hanika heraus – und sie war so lieb, mir ein Rezensionsexemplar zu schicken. Ich habe mich riesig darüber gefreut, vielen Dank an dieser Stelle.

In der Geschichte geht es um die erfolgreiche Horrorautorin Lina, die einen Bestseller gelandet hat und nun aber in einer Schreibblockade steckt. Um diese zu überwinden, fährt sie mit ihrer besten Freundin Millie in eine Waldhütte an einem See. Dort möchte sie sich in Ruhe ihrem neuem Romanprojekt widmen, während Millie ihrem Hobby Fotografie nachgeht. Doch Millie verhält sich zunehmend komischer und Lina bekommt es mit der Angst zu tun. Was, wenn ihre beste Freundin neidisch auf sie ist und versucht, sie umzubringen?

Die Geschichte ist zunächst aus Linas Perspektive erzählt. Später, an einer SEHR spannenden Stelle, wechselt die Perspektive zu Millie und der Anfang der Geschichte wird noch einmal aus ihrer Sichtweise erzählt. Dadurch ergeben sich viele Wendungen und Überraschungen, mit denen man überhaupt nicht gerechnet hat, was die Sache extrem interessant und fesselnd macht. Am Schluss wird abwechselnd aus Millies und Linas Perspektive berichtet. Mir haben diese Wechsel zwischen den beiden Sichtweisen sehr gefallen. Es hat zum einen einiges erklärt, auf der anderen Seite aber auch wieder neue Fragen aufgeworfen. Außerdem stellte man sich die ganze Zeit über die Frage: Was geschieht hier? Dass es in der Hütte nämlich nicht mit rechten Dingen zugeht, merkt man relativ schnell.

Die Geschichte passt super zu unserem momentanen Herbstwetter. Wenn draußen die Nebelschwaden wabern und der Regen gegen die Fensterscheibe prasselt, sollte man sich eine Tasse Tee und eine warme Decke schnappen und dieses Buch lesen. Deswegen wollte ich es auch unbedingt noch im Oktober rezensieren – denn die Empfehlung passt einfach perfekt in dieses Jahreszeit! Außerdem steht Halloween bevor und wie könnte man das schöner verbringen als mit ein paar gruseligen Lesestunden? Da das Buch nicht so dick ist, kann man es durchaus schaffen, es an einem Tag bzw. Abend/Nacht zu lesen. Ich habe zwar etwas länger dafür gebraucht, aber ich bin auch eine extrem langsame Leserin 😉

Tanja Hanika ist ein spannender Horrorroman gelungen, der mir beim Lesen immer wieder ein „Ach du scheiße!“ oder „Oh je!“ entlockt hat. An manchen Stellen habe ich richtig Gänsehaut bekommen. Unheimliche Geräusche, seltsame Vorkommnisse, Geheimnisse, die erst spät gelüftet haben – all das hält die Spannung aufrecht. Es sind kleine Details, die den Roman gruselig machen. Ein Kratzen am Boden, eine verschlossene Tür ohne Schlüssel, Veränderung im Verhalten der Protagonisten, ein defektes Auto, wage Warnungen von Anwohnern … all das führt dazu, dass man den Verdacht bekommt, dass hier etwas ganz und gar nicht stimmt.

Aber bis zum Schluss weiß man nicht, was genau hier vor sich geht. Dieser hat es übrigens wirklich in sich und wer meine Rezensionen liest und kennt, weiß, dass mir ein guter Schluss sehr wichtig ist. Dieses Buch hat einen guten Schluss und der abschließende Epilog setzt diesem noch das Sahnehäubchen auf. Mit einem „guten Schluss“ meine ich allerdings nicht unbedingt ein „Happy End“, sondern einfach ein Schluss, der in sich stimmig ist und den Leser befriedigt das Buch zuschlagen lässt.

Für mich ganz klar fünf Herzchen und ein DICKES Kompliment an die Autorin!

Über die Autorin

Autorin Tanja Hanika

Foto: D. Pfingstmann

Tanja Hanika wurde 1988 in Speyer geboren und wuchs in Rheinland-Pfalz auf. Als sie mit acht Jahren eine Kinderversion zu Bram Stokers „Dracula“ las, entstand ihr Interesse, selbst Schauergeschichten zu schreiben. Ab 2008 studierte sie an der Universität Trier Germanistik und Philosophie. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie und ihren beiden Katzen in der Eifel. Mehr Informationen findet ihr auf ihrer Homepage.

Fazit

Ein spannender Horrorroman, perfekt für kalte Herbstabende! Ich empfehle ihn gerne weiter.

Meine Bewertung

5 sterne

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6 Kommentare zu “Rezension: „Zwietracht – Mörderische Freundschaft“ von Tanja Hanika *****

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