Rezension: „Kellerwesen“ von Anna Gasthauser *****

Titel: Kellerwesen – Die Welt zwischen den Wändenkellerwesen
Autorin: Anna Gasthauser
Genre: Fantasy/Horror
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 272
Format: Kindle E-Book
ISBN: 978-3-7380-9119-9
Preis: 2,99 €
Offizielle Website: *klick*

Klappentext

Das Fabrikgebäude ist ein hässlicher Kasten, der jeden einschüchtert, der an ihm hinaufblickt. Doch was sich darunter befindet, ist viel beängstigender … Seltsame Umstände sind es, die Lydia in den Keller führen. Dort trifft sie auf den kauzigen Benno, aber die grobe Art des jungen Hausmeisters ist nicht ihr größtes Problem. Im Dunkel des Kellers lauert noch jemand anderes – oder etwas. Mit jedem Tag spürt Lydia die bedrohliche Nähe des Wesens deutlicher und sie ist davon überzeugt, dass Benno ihr etwas verschweigt. Als sich die beiden langsam näher kommen, droht das Grauen, das Lydia immer tiefer in seinen Bann zieht, sie für immer mit sich zu reißen. Mystisch, romantisch, gefährlich … Steigen Sie hinab und folgen Sie Lydia in eine Welt, in der sie auf seltsame Kreaturen trifft, sich ihren Ängsten stellt und in der sie zum ersten Mal Vertrauen zu einem anderen Menschen entwickelt. Kann Benno verhindern, sie an die dunkle Welt zu verlieren, die bereits die Finger nach ihr ausstreckt?

Meine Meinung

Schon im November hatte ich von diesem Buch gehört, doch ich hatte noch viele andere Bücher auf meinem SuB, deshalb lud ich mir nur mal die Leseprobe herunter und vergaß das Buch zunächst. Erst Anfang Dezember, als ich nach einem kürzeren Lesestoff für diesen Monat gesucht hatte, kam mir das Buch wieder in den Sinn. Nachdem ich die Leseprobe von „Kellerwesen“ gelesen und sie mir sehr gut gefallen hatte, kaufte ich mir Mitte Dezember das E-Book. Und ich muss sagen: Es war 100 % Lesegenuss!

Die Geschichte handelt von Lydia, die auf der Arbeit wegen eines dummen Vorkommnisses suspendiert wird. Anstatt überhaupt nicht zur Arbeit zu gehen, begibt sie sich in den Keller, wo der etwas kauzige Hausmeister Benno sein kleines Reich hat, und behauptet, sie müsse Akten digitalisieren. Schon früh ahnt Lydia, dass in diesem Keller Dinge nicht mit rechten Dingen zu gehen. Sie fühlt sich beobachtet, doch Benno tut das als Spinnerei ab und rückt nicht mit der Sprache heraus. Bis sich die Ereignisse überschlagen und Lydia eine gruselige Entdeckung macht.

„Kellerwesen“ ist der Debütroman der jungen Autorin Anna Gasthauser – und es ist ihr damit ein toller Auftakt gelungen. Das Buch hat mich von Anfang an mitgerissen und ich habe es innerhalb weniger Tage gelesen, was für mich fast an einem Wunder grenzt, da ich normalerweise eine sehr langsame Leserin bin. Die düstere, geheimnisvolle Stimmung, die im Keller herrscht, hat die Autorin gut rübergebracht. Ich konnte den Keller mit all seinem Gerümpel, dem muffigen Geruch und den Spinnen förmlich vor mir sehen.

Auch die Figuren waren zum „Greifen nah“. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, Lydia zu kennen. Nicht nur, dass ich mich super mit ihr identifizieren konnte, nein, sie war mir auch äußerst sympathisch und ich habe mit ihr mitgefiebert bis zur letzten Seite. Doch auch Benno hat mich fasziniert. Mit seiner etwas kauzigen Art ist er ein interessanter Typ und ich hätte im wahren Leben gerne seine Bekanntschaft gemacht. Zu Beginn merkt man seine Abneigung gegen Lydia, aber mit der Zeit nähern sich die beiden an. Es ist interessant, den beiden dabei zuzusehen, wie sie langsam aufeinander zugehen. Sie machen beide nicht gerade den Eindruck, gesellige Menschen zu sein. Vielleicht konnte ich mich auch deshalb so gut mit den beiden identifizieren.

Obwohl die Geschichte zu 90 % im Keller spielt, wird die Geschichte niemals langweilig. Auch die Tatsache, dass nur wenige andere Charaktere auftreten, hat mich nicht gestört. Die Geschichte hat trotzdem funktioniert, war spannend und unterhaltsam.

Mir hat auch sehr der Schreibstil der Autorin gefallen. Er war flüssig, leicht verständlich und spielte mit vielen Bildern, was ich besonders gerne mag. Anna Gasthauser brachte ein paar ganz tolle Metaphern, bei denen ich mir dachte: „Darauf wäre ich selbst nie gekommen – genial!“ Ich lese Bücher ja auch immer aus der Sicht der Autorin, nicht nur der, der Leserin. Deshalb lege ich besonders viel Wert auf die Ausdrucksweise eines Autors. Hier hat sie mir sehr gut gefallen.

Äußerst positiv fand ich auch, dass mir keine Fehler aufgefallen sind, obwohl es ein Selfpublisher-Buch ist. Das ist sehr löblich und mir bisher selten begegnet.

Lange Rede, kurzer Sinn – ich kann nicht anders, als diesem Buch fünf Sterne zu geben. Es hat mich positiv überrascht und ich habe es gerne gelesen.

Über die Autorin

Anna Gasthauser wurde 1980 geboren. „Kellerwesen – Die Welt zwischen den Wänden“ ist ihr Debütroman, der 2017 fortgestetzt werden soll. Die Autorin lebt in Potsdam.

Fazit

Ein spannender, geheimnisvoller Roman. Ich empfehle ihn gerne weiter.

Meine Bewertung

5 sterne

 

 

 

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Ein Kommentar zu “Rezension: „Kellerwesen“ von Anna Gasthauser *****

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