Rezension: „Harry Potter und das verwunschene Kind“ von J. K. Rowling ****

Titel: Harry Potter und das verwunschene Kind (Original: Harry Potter and the Cursed cursedchildChild)
Autoren: J. K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne
Genre: Fantasy
Verlag:
 Carlsen
Seiten: 333
Jahr: 2016
Format: Hardcover
Preis:  19,99 €

Klappentext

Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später …

Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden.

Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harr und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle komm oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.

Meine Meinung

Harry Potter ist zurück!

Die wunderbare Autorin J. K. Rowling erzählt gemeinsam mit John Tiffany und Jack Thorne ein achtes Abenteuer aus dem Potteruniversium. Dass da ein großer Druck auf den Autoren lastete, kann man sich wohl denken. Die Fans hatten hohe Erwartungen und denen gerecht zu werden, war sicher nicht einfach.

Die Geschichte berichtet von Albus, Harry Potters Sohn, der vom Sprechenden Hut nach Slytherin gesteckt wird und sich mit Scorpius Malfoy, Dracos Sohn, anfreundet. Albus leidet schon seine ganze Kindheit unter dem Vermächtnis seiner Familie. Er möchte seinem Vater beweisen, das eine Menge in ihm steckt und er ein Kämpfer ist. Das verleitet ihn dazu, eine große Dummheit zu machen. Eine Dummheit, die nicht so leicht wieder auszubügeln ist.

Ich habe viele geteilte Meinungen zu dem Buch gehört und doch muss ich sagen: Mir hat es gefallen!

Sicher, es kommt an die sieben Harry-Potter-Romane nicht heran. Die Atmosphäre kann nicht wieder genauso aufgebaut werden, wie in der Buchreihe. Und dennoch verspricht das Theaterstück Spannung und bringt den Fans die Welt von Harry Potter noch einmal zurück.

Mir hat die Figur des Albus Severus Potter sehr gut gefallen. Ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen, konnte mitfühlen, wie er unter dem Vermächtnis seines Vaters leidet und sich nichts sehnlicher wünscht, als seinem Vater zu zeigen, was in ihm steckt. Aber auch seinen besten Freund Scorpius Malfoy fand ich klasse. Er war der beste Freund, den man sich vorstellen kann, stets an Albus‘ Seite. Auch wenn er der Vernünftigere der beiden war, macht er Albus‘ Unfug mit und gerät in große Schwierigkeiten. Es war sehr cool, dass zwei Slytherins zu den Helden der Geschichte wurden.

Neben den beiden neuen Figuren war es natürlich auch toll, alte Bekannte wiederzutreffen. So kommen nicht nur die drei Freunde Harry, Ron und Hermine in der Geschichte vor, sondern auch Draco Malfoy, Professor McGonagall, Neville Longbottom und so manch anderer, den man in sein Herz geschlossen hatte.

Sehr cool fand ich auch Rose Granger-Weasley, die toughe Tochter von Ron und Hermine. In ihr steckt eine kleine Streberin, genauso wie ihre Mutter eine war. Auch wenn sie keine große Rolle in der Geschichte spielt und eigentlich eher einen unsympathischen Eindruck beim Leser hinterlässt, fand ich sie irgendwie großartig. 😀 Ich hätte mir noch mehr Begegnungen mit Rose gewünscht.

Was ich an der Geschichte allerdings nicht ganz verstanden habe, war der Titel. Ich habe verzweifelt auf das „verwunschene Kind“ gewartet und war mir nicht sicher, wer jetzt damit gemeint ist. Albus? Delphi? Oder jemand ganz anderes? Vielleicht kann mir ja einer von euch verraten, was sich hinter dem Titel verbirgt.

Über die Autoren

J. K. Rowling wurde 1965 in Yate, England geboren und ist die Autorin der sieben Harry-Potter-Romane und Ein plötzlicher Todesfall. Als Robert Galbraith schreibt sie seit 2013 Kriminalromane. Außerdem war sie für den Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind als Drehbuchautorin tätig.

Jack Thorne wurde 1978 in Bristol, England geboren und ist Drehbuchautor für Theater, Film- und Fernsehproduktionen und fürs Radio. So stammt beispielsweise das Konzept der Fernsehserie The Fades von ihm. 2014 präsentierte er den Film A Long Way Down auf der Berlinale. Er lebt heute in Luton.

John Tiffany gewann bereits zahlreiche Preise für seine Tätigkeit als Regisseur am Broadway in New York City und im Londoner West End, z. B. für Macbeth oder Once. Heute arbeitet er als Associate Director am Royal Court Theatre in London, von 2005 bis 2012 war er in dieser Position am National Theatre of Scotland tätig.

Fazit

Harry Potter neunzehn Jahre später – eine gelungene Fortsetzung, auch wenn sie nicht an die Romanreihe herankommt.

Meine Bewertung

4 sterne

 

 

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3 Kommentare zu “Rezension: „Harry Potter und das verwunschene Kind“ von J. K. Rowling ****

  1. Hey Myna,

    Habe deine Rezension gerne gelesen – auch wenn ich nicht so recht damit übereinstimme -, und will gerne mal meine „Interpretation“ des Titels versuchen. 😉

    Ich denke, dass der Titel „verwunschenes Kind“ sowohl auf Albus als auch auf Delphi zutreffen kann, wobei ich eher vermute, dass hier Delphi gemeint ist. Wenn dem so ist (und auch, wenn dem nicht so ist), dann finde ich persönlich die deutsche Übersetzung des Titels ganz grauenvoll, denn ein „Cursed Child“ ist für mich eher ein „Verfluchtes“, als ein „Verwunschenes Kind“. Und um wen es sich bei dem „Verfluchten Kind“ handelt, ist für mich, trotz hanebüchener Story, recht eindeutig. 🙂

    Liebe Grüße, ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin,
    Alina

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