Rezension: „Der Schuppen“ von Michael Dissieux ****

Titel: Der Schuppender-schuppen
Autor: Michael Dissieux
Genre: Horror, Thriller
Verlag: Luzifer Verl.
Jahr: 2015
Seiten: 280
ISBN: 
978-3-95835-095-3
Format: erhältlich als E-Book (ePub/mobi) oder Taschenbuch
Preis: 4,99 € (E-Book), 12,99 € (Taschenbuch)
Offizielle Website: *klick*

Klappentext

Der Schuppen … stand schon immer hinten im Garten vor der großen Dornenhecke.
Der Schuppen … birgt seit Generationen das schreckliche Geheimnis meiner Familie.

An einem kalten Tag im Februar 1986 verliere ich meine Kindheit, als ich in den alten Schuppen im Garten gehe und in einer staubigen Ecke die Falltür entdecke. Davor stehen ein schäbiger Sessel und eine Flasche Whiskey. Jemand hatte sich hier gemütlich eingerichtet.
Als ich die Stufen hinab in die Erde steige, spüre ich mit jedem Schritt, wie sich etwas in mir verändert. Am Ende der alten Holztreppe angelangt, bin ich ein anderer. Ich bin kein Kind mehr …

Meine Meinung

Ich ging mit großen Erwartungen an dieses Buch heran. Zum einen versprach es mir regelrechten Horror, zum anderen einen spannenden Thriller. Ich war sehr gespannt auf diese Lektüre. Auch wenn es meine hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen konnte, hatte ich dennoch eine schöne Lesezeit damit.

In der Geschichte geht es um Jackson, der seit einer Affäre mit einer gewissen Judith, von seiner Frau Megan eiskalt behandelt wird. Auch sein Sohn scheint sich von ihm abgewendet zu haben. Doch was beide nicht wissen: Jackson hütet ein schreckliches Geheimnis. Es befindet sich im Schuppen unter einer Falltür und er selbst hat es als Kind entdeckt. Ein Geheimnis, das für so manchen Charakter in der Geschichte den Tod bedeutet …

Am Anfang wusste ich nicht so recht, was ich von der Geschichte halten sollte. Das Geheimnis um den Schuppen wird schon auf den ersten Seiten enthüllt und ab da geht es eigentlich nur noch darum, wie Jackson das Geheimnis hütet.

Jackson selbst machte auf mich einen recht durchgeknallten Eindruck, genauso wie schon sein Vater einen verrückten Eindruck auf mich machte, da dieser der Mensch war, der Jackson in das Geheimnis eingeweiht hat. Nach dem Tod seines Vaters hat Jackson das Geheimnis fortgeführt und lediglich mit Lou, einem alten Typen, der auf einer Müllkippe wohnt, spricht er darüber. Seine Familie ahnt nichts davon, was Jackson unter dem Schuppen grausames treibt.

Die Geschichte um Jackson, seine Affäre Judith, seine Ehefrau Megan und ihren Sohn David hat mich gefesselt und war an manchen Stellen (vor allem am Anfang) sehr, sehr spannend. Lediglich gegen Ende fand ich die Geschichte teilweise etwas langatmig, weil nichts wirklich Neues passierte.

Der Schluss selbst hingegen war wiederum gelungen, auch wenn ich mir schon ein bisschen denken konnte, was da passieren wird. Allerdings konnte ich die Reaktion der betroffenen Personen nicht richtig einschätzen, was die Spannung deutlich erhöht hat.

Wenn man mich nach meinen Lieblingsfiguren fragen würde, dann wäre das definitiv David, Jacksons 12-jähriger Sohn. Ich weiß nicht, warum, aber irgendwie habe ich den Kleinen ziemlich ins Herz geschlossen. Vielleicht auch, weil er, im Gegensatz zu seiner Mutter, verzeihen kann.

Jackson selbst war ein Held, mit dem man mitfiebert, aber seine Gesinnung bezüglich des Geheimnisses im Schuppen, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Das war aber vermutlich auch die Absicht des Autors, denn mit Horror-Protagonisten kann man des öfteren nicht mitfühlen.

Umso mehr hat mich auch der Schluss schockiert – allerdings passte er gut zur Geschichte. Er ist auf eine ganz eigene Art und Weise grausam und auch ein bisschen gruselig.

Alles in allem ist die Geschichte nichts für schwache Nerven. Es sei allerdings gesagt, dass der Horror der Realität entsprechen könnte und nicht übernatürlich ist. Das ist es wohl auch, was die Sache so grausig macht. Einfach allein der Gedanke daran, dass es einen Typen wie Jackson wirklich geben könnte …

Ich habe nach einigem Überlegen beschlossen, der Geschichte vier Herzchen zu geben. Sie hat mich gut unterhalten und schockiert – und das ist bei einem Horror-Thriller doch die Hauptsache.

Über den Autor

Michael Dissieux kam 1967 in Saarbrücken zur Welt. Mitte der 1990er Jahre erschienen erste Kurzgeschichten von ihm, später arbeitete er an der Romanreihe „Jessica Bannister“ mit, die im Bastei-Verlag veröffentlicht wurde. Ab 2011 erschienen seine Romane im Luzifer-Verlag. Heute lebt der Autor mit seiner Lebensgefährtin und einem Neufundländer im Saarland.

Fazit

Ein spannender Horror-Thriller für alle, die es gerne grausig mögen.

Meine Bewertung

4herzchen

 

 

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Ein Kommentar zu “Rezension: „Der Schuppen“ von Michael Dissieux ****

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