Myna Kaltschnee

Das Camp steht vor der Tür!

In knapp einer Woche ist es wieder soweit: Das Camp NaNoWriMo öffnet seine Türen und verspricht uns einen spannenden Schreibmonat voller Höhen und Tiefen. Auch ich werde dieses Jahr wieder mit dabei sein und freue mich schon riesig darauf.

Bereits in der Vergangenheit habe ich folgende Artikel zum Camp NaNoWriMo veröffentlicht:

Schaut ruhig mal rein, dort findet ihr viele Informationen zu der Veranstaltung, sowohl darüber, worum es dabei geht, als auch darüber, wie man das Camp erfolgreich besteht.

Im heutigen Artikel möchte ich euch aber mein diesjähriges Camp-Projekt vorstellen.

Das Motto des April-Camps lautet dieses Jahr “Find your PLOT BUNNY” – und tatsächlich ist mein Projekt aus einem Plot Bunny entstanden, das ich kurz nach dem Camp im Juli 2016 hatte. Ich wollte mich zum ersten Mal in meinem Leben an einer High-Fantasy-Geschichte versuchen und wusste sofort, wer meine Protagonistin sein sollte: Eine Dryade namens Saralie.

Wer sich jetzt fragend am Kopf kratzt und das Wort “Dryade” noch nie gehört hat: Dryaden sind Baumnymphen, die auf Bäumen leben und von ihrem Baum auch mehr oder weniger abhängig sind. Allerdings habe ich den Mythos Dryade noch ein wenig weiter gesponnen. Ich wollte, dass die Dryaden ihre eigene Kultur und Regeln haben.

Wer meine Geschichten kennt, weiß, dass mir das Thema LGBT sehr wichtig ist. In meinem Geschichten gibt es eigentlich immer homo- oder bisexuelle Charaktere. Bisher gab es noch keine Transsexuellen, doch das werde ich eines Tages auch noch ändern.

Jedenfalls beschäftigte mich die Frage: “Was ist normal?” in Bezug auf Sexualitäten. Wer meine Meinung dazu wissen möchte: Normal ist ein weit dehnbarer Begriff und da es sich bei Homo- oder Bisexualität um keine Krankheit handelt, ist das auch genauso normal wie Heterosexualität. Nur wird das in der Gesellschaft meist noch nicht so wahrgenommen. Es gibt immer noch viel zu viele Vorurteile gegenüber Homo- und Bisexuellen.

Trotzdem dachte ich mir: “Was wäre, wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, in der es völlig normal wäre, homosexuelle Beziehungen einzugehen und heterosexuelle Liebe als von der Norm abweichend wahrgenommen würde?”

So kam ich auf die Grundidee meiner Geschichte: Ein Dryadenstamm, in dem lesbische Beziehungen der Norm entsprechen und heterosexuelle Kontakte lediglich der Königin erlaubt sind.

Damit möchte ich Homosexualität keinesfalls als etwas “Minderwertiges” darstellen, sondern einfach mal ein Experiment wagen. Wie verhalten sich die Frauen untereinander? Was denken sie über Männer? Vermissen sie sie in ihrem Leben oder ist es ihnen völlig gleichgültig, keine Beziehung zum männlichen Geschlecht eingehen zu dürfen? Wohl bemerkt, geht es hierbei nur um Liebe und Sexualität. Die Aufgabe der Fortpflanzung übernimmt die Königin, darum müssen sich die anderen Dryaden nicht kümmern.

Interessant fand ich eben auch die Frage: Was passiert, wenn sich jemand nicht an das Gesetz hält? Was, wenn jemand dagegen verstößt und willentlich eine Beziehung mit einem Mann eingeht?

Daraus ist diese Geschichte entstanden (vorläufiger Klappentext und Cover):

Die Dryaden des Vonicca-Stamms leben friedlich miteinander. Unter ihnen gilt ein Gesetz: Liebesbeziehungen dürfen nur unter Frauen eingegangen werden. Männer sind der Königin des Stamms vorbehalten. Vor vielen Jahren hatte eine Dryade sich nicht daran gehalten und sie wurde hinfort gejagt und musste eines grausamen Todes sterben.

Als die Dryade Saralie dem Zauberer Robian begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch gleichzeitig weiß sie, dass sie damit gegen das eiserne Gesetz ihres Stammes verstößt. Robian hingegen ist fest entschlossen, eine Möglichkeit zu finden, wie er Saralie lieben darf. Da kommt ihm die junge Halbhexe Nola gelegen, die ihn in ein düsteres Geheimnis einweiht. Ein Geheimnis, das nicht nur die Leben von Saralie und Robian schlagartig verändert, sondern auch das von Nola.

In meiner Geschichte wird es vier Erzählperspektiven geben:

  1. Saralie, eine extrem schüchterne Dryade, die sich ihren Ängsten stellen muss.
  2. Robian, ein Zauberer auf Reisen, der die Wesen des Waldes erforschen möchte.
  3. Isobil, eine ältere Dryade, die eine gewisse Mutterrolle für Saralie übernommen hat.
  4. Nola, halb Hexe, halb Dryade, die einen düsteren Plan ausheckt.

Das Cover zeigt eine violette Flamme, die im ersten Band der geplanten Trilogie eine Rolle spielen wird. Generell ist Feuer ein Symbol, das immer wieder im Roman vorkommt. Deshalb habe ich den ersten Band auch “Flammen der Hoffnung” genannt. Ob der Titel so stehen bleibt, weiß ich noch nicht. Aber für den Moment erscheint er mir ideal.

Ich habe in den letzten Monaten exzessives Worldbuilding betrieben, eine Karte gezeichnet, eine Sprache entwickelt (zumindest wichtigste Begriffe und Phrasen), magische Wesen kreiert und beschrieben, meine Charaktere ausgearbeitet und eine äußerst komplizierte Zeitrechnung erfunden, von der ich jetzt noch nicht weiß, wie ich sie in meinem Roman ohne Infodump einführen soll. :D

Ich freue mich, wie gesagt, schon sehr auf das Schreiben, vor allem, weil ich seit November letzten Jahres nicht mehr regelmäßig geschrieben habe.

Bevor ich den Artikel beende, möchte ich noch kurz auf ein Gewinnspiel aufmerksam machen, das gerade anlässlich des 1. Bloggeburtstags meines Zweitblogs stattifindet. Ihr könnt dabei ein Wunschbuch gewinnen. Schaut doch mal vorbei. :)

Werdet ihr auch beim Camp NaNoWriMo teilnehmen? Was für ein Projekt nehmt ihr euch diesen April vor?

 

 

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