Camp NaNoWriMo Update #2 – April ’17

Howdy zusammen,

einen schönen Sonntag ihr Lieben! Ich hoffe, es geht euch gut oder zumindest besser als mir (aber dazu später mehr). Die erste Camp-Woche ist bereits vorbei, Zeit für ein kurzes Update wie die erste Woche gelaufen ist.

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Die erste Woche begann ganz gut. Sonntag schrieb ich über 4000 Wörter, was mein bisheriger Rekord war. Auch Montag legte ich gut nach mit über 3000 Wörtern.

Am Dienstag kam dann der erste Rückschlag. Ich litt wieder unter schrecklichen Ängsten, Zwängen und psychotischen Symptomen, weshalb mir die Konzentration extrem schwer fiel. Trotzdem schaffte ich es irgendwie noch 566 Wörter zu schreiben. Und da ich einen guten Puffer angeschrieben hatte, war das auch völlig okay.

Mittwoch holte ich mein Defizit dann wieder auf und schrieb um die 3300 Wörter. Gegen Ende der Woche ließ dann die Motivation etwas nach und die Wörter wurden auch weniger. Am Freitag lief es richtig schleppend, aber ich bekam noch mit Ach und Krach nette 2150 Wörter zusammen. Doch am Samstag ging es mir richtig schlecht und ich schrieb nur knapp 700 Wörter.

Insgesamt bin ich jetzt (Sonntagmorgen, kurz vor 1 Uhr) bei 19.032 Wörtern und habe somit etwa 38 % geschafft.

Leider habe ich momentan wieder sehr mit Depressionen zu kämpfen und werde insbesondere seit Freitag das Gefühl nicht los, dass alles was ich schreibe, totaler Käse ist. Vielleicht habt ihr es auch schon auf Twitter mitbekommen. Ich habe mich echt gefragt, warum ich mir das mit dem Schreiben überhaupt antue. Meine Antwort, die ich darauf gefunden habe, ist: Weil es ohne eben auch nicht geht. Und weil ich verdammt nochmal davon träume, Autorin zu sein.

Aber eines ist mir diese Woche klargeworden: Mit meinem Ziel, den Roman im April zu beenden habe ich mir zu viel vorgenommen. Ich werde es definitiv nicht schaffen, 80k bis 100k zu schreiben. Ich sollte froh sein, wenn ich die 50k knacke. Ich mache mir selbst viel zu viel Druck mit dem Projekt und deshalb kamen auch die Depressionen wieder.

Ich muss aufhören, mich mit Leuten zu vergleichen, die anders schreiben als ich. Die mehr schreiben können, weil sie sich beim Schreiben einfach leichter tun. Oder was weiß ich. Aber ich darf mich nicht mehr so selbst stressen. Das tut mir und meiner Psyche nicht gut.

Ich bin auch immer noch nicht richtig in die Geschichte reingekommen. Zwar habe ich inzwischen alle Erzählperspektiven eingeführt, doch die Figuren sind mir immer noch fremd und sie wollen noch kein richtiges Eigenleben entwickeln.

Hinzu kommt, dass ich zwar pro Kapitel mit 2000 Wörtern geplant habe, aber nicht alle Kapitel so viel Wörter hergeben. Bisher ist mir immer noch etwas eingefallen, um die Szenen zu verlängern, aber mittlerweile gehen mir echt die Ideen aus. Ich habe viel zu grob geplottet und das geht alles so nicht auf, wie ich es geplant habe.

Das heißt, das Buch wird vermutlich viel kürzer, als ich es eigentlich möchte und das macht mich schon wieder ziemlich mutlos. Denn ich wollte mit diesem Roman meinen Rekord brechen und wenn möglich die 100.000-Wort-Marke knacken.

Ich habe zwar um die 19k in einer Woche geschafft, aber ich fühle mich traurig, hoffnungslos und demotiviert.

Dabei bin ich beim WriYoBo sogar momentan auf Platz 5. Das sollte mich eigentlich ermutigen.

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6 Kommentare zu “Camp NaNoWriMo Update #2 – April ’17

  1. Hab Vertrauen in dich selbst, das ist das Einzige, was man braucht. Wenn deine Geschichte am Ende kürzer wird als geplant, ist das völlig in Ordnung, wenn du länger dafür brauchst ebenfalls. Ich hab im November auch beim NaNo mitgemacht, hab am Ende nur die Hälfte meines Zieles geschafft. Aber ich hab es jetzt beendet und es fühlt sich genauso toll an. 🙂 Nur Mut, du wirst deine Geschichte zum Leben erwecken 🙂

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  2. Hallo liebe Myna,

    es tut mir echt leid, dass es dir so schlecht geht momentan.
    Aber wahrscheinlich machst du dir wirklich viel zu viel Druck. Du willst eine bestimmte Anzahl von Wörtern schaffen, deinen Rekord brechen, das alles in einem Monat und noch einen guten Roman schreiben, bei dem es hier und da hakt. Jemand, der damit locker umgeht (Depressionen lasse ich mal außen vor), verdient meinen Respekt. Nicht umsonst sind viele Autoren sensible Wesen, als dass sie so etwas mal so eben wegstecken.

    Ich kann dir kein Geheimrezept verraten, aber vielleicht kannst du versuchen, etwas den Druck rauszunehmen. Dir andere Ziele zu setzen, die dich zufrieden machen, aber dich nicht so krass herausfordern. Ich finde, das hat auch gar nichts damit zu tun, dass du es nicht geschafft hast, sondern dass du eine Planung hattest, die einfach nicht funktioniert. Das passiert jedem (mir zB ständig)

    Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe sehr, dass es dir bald wieder besser geht! 🙂

    Liebe Grüße,
    Sarah

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  3. Liebe Myna,

    manchmal hilft ganz klassisch eine Pause. Einfach mal was anderes machen oder schreiben oder mal auf eine andere Art. Ich schreibe immer handschriftlich und übertrage es dann digital. Mir hat es in der Vergangenheit geholfen, die Handlung ganz konkret an Kapiteln festzumachen, die dann nur wenige Seiten lang sind. So geht Dir der Plot nicht verloren und Du hast eine konkrete Gliederung, an der Du arbeiten kannst. Es wird Dir aber sicher etwas einfallen, wie Du Deinen richtigen Weg für diese Arbeit findest. Viele Grüße und genieße die Sonnentage!

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  4. Hallo Myna,

    ich bin derzeit im Campf Nanowrimo. Aufgrund meiner Depressionen schreibe ich inzwischen viel mehr, das bringt mir einiges. Dadurch bin ich auch zum bloggen gekommen. Im Camp habe ich mir erstmals eine Vorgabe gemacht, 10.000 Wörter sind das Ziel. Ich dachte, die kann ich schaffen. Stattdessen habe ich jetzt was mein Projekt im Camp angeht, eine totale Schreibblockade.
    Andere Texte zu schreiben macht mir weiter Spaß. Bei diesen fließen die Wörter mir einfach so raus. Ich habe mich damit eine Woche rumgequält, mir Vorwürfe gemacht und toll den Depressionen Nährboden geschaffen. Jetzt trete ich einen Schritt zurück und lasse das Projekt im Camp erstmal liegen. Statt zu schreiben, überlege ich, was ich da anders machen kann. Zum Beispiel habe ich einen Schreibstil gewählt, der neu für mich ist. Ich glaube, der ist nicht meins. Das ist ein Grund, warum kein Schreibfluss entsteht. Freude am schreiben ebenfalls nicht. Ich werde ihn ändern, sobald ich mich bereit fühle. Der Leistungsdruck, soundso viele Wörter schreiben zu müssen, ist ebenfalls ungesund für mich. Kreativitätshemmend ist es auch, Statt das Wortvolumen zu erfüllen, werde ich mir meine Hauptprotagonisten nehmen und mit diesen Figuren spielen.
    Ich schreibe Dir das alles als Rückmeldung, da unsere Situation wohl vergleichbar ist. Vielleicht trittst Du ja auch einen Schritt zurück oder nimmst Dir etwas von dem Druck. Oder fühlst Dich zumindest weniger schlecht, weil Du nicht allein damit bist. Ich wünsche Dir Schreibfreude, Gelassenheit und tolle Ideen!

    Liebe Grüße,
    Jo

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  5. Liebe Myna,

    Schreiben und Depression sind eine Kombination, die einem schon mal den letzten Nerv rauben kann. Deswegen finde ich es gut, dass du für dich schon zu dem Entschluss gekommen bist, dich nicht selber zu überfordern.

    Ich finde es auch gar nicht so schlimm, dass deine Szenen manchmal kürzer werden als gedacht. Das erspart dir in der Überarbeitung wahrscheinlich einiges an Kürzungen. So jedenfalls meine Erfahrung, dass man am Ende viel von dem, was man an „Füllmaterial“ reingenommen hat, sowieso wieder rausschmeißt.

    Du scheinst deine Depressionen ziemlich gut zu kennen – und was sie beeinflusst. Deswegen höre auf das, was sie dir sagen wollen, wenn du es kannst. Ist schwer, das kenne ich aus eigener Erfahrung. Deswegen drücke ich dir fest die Daumen und denk an dich!

    Du wirst das mit dem Schreiben packen!

    Liebe Grüße
    Michael

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  6. Pingback: Monatsrückblick April 2017 | Myna Kaltschnee

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