Introversion ist keine Schwäche, sondern ein Lifestyle

Hallo ihr Lieben,

heute möchte ich über ein Thema sprechen, das mir sehr am Herzen liegt und für das ich mich schon seit geraumer Zeit einsetze.

Manche von euch wissen es vielleicht bereits: Ich habe einen Tumblr-Blog über Introversion, der mittlerweile mit über 16.000 Followern auch ganz erfolgreich geworden ist. Er heißt Introvert Lifestyle und genau dieser Name birgt auch schon meine Message.

Meiner Meinung nach ist Introversion keine Schwäche, sondern ein Lifestyle. Im folgenden Artikel möchte ich ein bisschen näher auf dieses Thema eingehen.

introversion ist keine schwäche

In unserer heutigen Gesellschaft wird introvertierten Menschen oft vermittelt, dass etwas mit ihnen nicht stimmt. Es zählt, kontaktfreudig und sozial aktiv zu sein. Leute, die schnell auf andere zugehen und neue Kontakte knüpfen sind willkommen – während stille Wasser das Nachsehen haben. Das ist sowohl in der Berufswelt, als auch im Privaten so.

Ich wurde in der Schule früher ausgeschlossen, weil ich so ruhig war. Manchmal haben mich meine Klassenkameraden auch direkt darauf angesprochen und kritisiert. Ich habe gedacht, dass das Ruhigsein eine Schwäche wäre, die ich bekämpfen müsste. Also habe ich versucht, kontaktfreudiger zu werden. Doch es ist mir nie gelungen. Im Gegenteil, ich zog mich irgendwann immer noch mehr in mein Schneckenhaus zurück und dachte, dass mich sowieso niemand leiden kann.

Das hat irgendwann zu Depressionen und Ängsten geführt, mit denen ich heute noch zu kämpfen habe. Hätten meine Klassenkameraden mich damals so akzeptiert wie ich war, wäre es vielleicht gar nicht so weit gekommen.

Deshalb die Message an alle da draußen: Es ist völlig okay, wenn du ruhig und introvertiert bist. Es ist in Ordnung, wenn du nicht gerne auf Partys gehst, sondern es dir lieber zuhause mit einem Buch gemütlich machst. Es ist keine Schwäche, wenn du mit vielen flüchtigen Bekannten nichts anfangen kannst, sondern lieber ein, zwei gute Freunde hast. Nichts ist falsch mit dir, wenn du Zeit für dich alleine brauchst.

Es gibt viele Leute, die so sind wie du. Du bist damit nicht allein. Introversion ist eine Charaktereigenschaft, die genauso wertvoll ist, wie Extroversion. Auch wenn die Gesellschaft dir das vielleicht nicht so vermittelt.

In der Tat, du befindest dich in guter Gesellschaft. Viele berühmte Personen waren oder sind introvertiert und haben trotzdem ein erfolgreiches, schönes Leben auf die Reihe gebracht. Prominente Beispiele wären Bill Gates, Eleanor Roosevelt, J. K. Rowling, Albert Einstein, Mahatma Gandhi, Emma Watson und Audrey Hepburn. Diese Menschen haben sich im Leben durchgesetzt und Großes geleistet – und das, obwohl sie ruhige, introvertierte Persönlichkeiten sind.

Das zeigt: Introversion ist kein Hindernis in deinem Leben. Umarme deine Persönlichkeit und nehme dich so an, wie du bist. Denn du bist es wert, geliebt und geschätzt zu werden.

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12 Kommentare zu “Introversion ist keine Schwäche, sondern ein Lifestyle

  1. Oh ja das kenne ich auch!

    In der Schule war ich halt immer da, war auch irgendwie bei vielen dabei, aber nie aktiv und war auch nie wirklich völlig integriert, dafür war ich zu ruhig, bin nicht gerne rumgerannt und war generell eher ernst. Zudem gehe ich nicht sofort aktiv und offen auf neue Menschen zu, was bei mir lange Zeit dauert und auch schon zu einer Jobablehnung geführt hat, weil ich bei den beiden Probearbeitstagen insgesamt zu wenig privat mit den Kollegen geredet habe und mich mehr auf meine Arbeit konzentriert habe, muss man sich auch mal vorstellen … na ja …

    Alleine sind wir definitiv nicht, leider scheinen offene Menschen aber viel schneller akzeptiert zu werden und haben teilweise schnellere Vorteile bzw. Ergebnisse, wenn man sich davon aber nicht unterkriegen lässt, dann schaffen wir das irgendwann auch alles =)

    Liebste Grüße,
    Vivka

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    • Hallo Vivka,

      oh, dann willkommen im Club! 😀 Mir geht es da ganz genauso.

      Waaaas, sie haben dich abgelehnt, weil du zu wenig privat gequatscht hast? Was ist das für ein Betrieb :-/ Sowas werde ich nie verstehen.

      Genau, man darf sich auf keinen Fall unterkriegen lassen. Auch wenn wir es oft etwas schwerer haben, als offene/extrovertierte Menschen.

      Liebste Grüße
      Myna

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      • Der Club scheint gar nicht mal so klein zu sein ^^“

        Jep, denen war das zu wenig … ich bin ja immer eher auf meiine Arbeit konzentriert, alles andere kommt schon iwann, wenn ich mich mit den Leuten anfreunden kann … na ja, es sollte eben nicht sein …

        Richtig, obwohl ich momentan am liebsten wieder nur zu Hause sitzen und dort iwan machen würde, statt rauszugehen und mich auf der neuen Arbeit einzuleben … ich hasse sowas!

        Liebste Grüße,
        Vivka

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  2. Liebe Mimi,

    was für ein toller Blogpost! ❤ Da ich, wie du weißt, auch introvertiert bin, kenne ich diese Probleme. Vor allem der "Rückfall", wenn man eine Weile viel mit anderen unternommen hat und danach gefühlt doppelt so viel Zeit braucht, um sich davon zu erholen, ist schlimm. Nur wie erklärt man das anderen? Dass man sie trotzdem mag und alles, aber dass wöchentliche Treffen unglaublich anstrengend sind? ^-^" Ich fühle mich immer noch schlecht, wenn ich in so einer Situation bin. Außerdem überlege ich immer noch oft, wie ich elegant absagen kann.

    Liebste Grüße
    Lisa

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  3. Das erinnert mich an einen anderen Beitrag (Ich glaube von Frau Schreibseele). Den fand ich auch sehr interessant, zumal ich selbst introvertiert bin und mich immer gefragt habe, wieso ich ohne Kopfschmerztablette gar nicht erst zu Veranstaltungen losgehen sollte. Im Artikel ging es um Hirnfunktionen. Extrovertierte Menschen vertragen viel Stimulation von außen, bzw brauchen viel, bis ihr Gehirn bestimmte Funktionen aktiviert. Bei introvertierten Menschen reicht schon wenig Stimulanz und zu viel führt zur Überlastung des Hirns. Das fand ich unglaublich spannend.

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  4. Pingback: Monatsrückblick April 2017 | Myna Kaltschnee

  5. Hey, Myna!
    Cooler Artikel. Ich wusste bisher kaum so richtig, was Introversion eigentlich ist und hab introviert sein auch eher mit seltsam sein assoziiert, von daher danke für die Aufklärung!
    Generell ist das – finde ich – der einzige wirkliche Weg, mit Diskriminierung aufzuräumen: Aufklärung!
    Da mit Toleranz generell wichtig ist, hoffe ich, dass sich das auch langsam für „euch“ bessert.
    Liebe Grüße, Q

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    • Hallo Q,

      mit seltsam sein hat Introversion in der Regel nichts zu tun. Introvertierte Menschen brauchen einfach ihre gewisse Zeit für sich und laden ihre Batterien am besten auf, wenn sie alleine sind.

      Freut mich, dass mein Artikel dich aufklären konnte. Das war mein eigentliches Ziel. 🙂 Und ich gebe dir ganz recht: Aufklärung ist der erste Schritt, Diskriminierung zu beenden.

      Liebste Grüße
      Myna

      Gefällt 1 Person

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