Rezension: „Hollerbrunn“ von Tina Skupin ****

Titel: Hollerbrunn (Märchenspinnerei, Book 3)hollerbrunn_coverebook
Autorin: Tina Skupin
Genre: Fantasy, Märchenadaption
Verlag:
 Selfpublishing
Seiten: 330
Jahr: 2017
Format: Kindle E-Book
Preis: 2,99 €
Offizielle Website: *klick*

Klappentext

Ein verschneites Tal.
Ein altes Geheimnis.
Zwei verfeindete Schwestern.

Pünktlich zum ersten Advent kehrt im Hollertal Jahr für Jahr der Winter ein und verwandelt das Tal in eine märchenhafte Zauberwelt. Doch für Marie ist in diesem Jahr nichts mehr wie zuvor, nachdem ihre Mutter an Krebs starb und Stiefmutter und Stiefschwester ins Haus kamen.

Auf dem Hof der alten Frau Hollerbrunn findet Marie Trost, Freundschaft und ganz überraschend die Liebe. Doch ihre Stiefschwester Pegg folgt ihr an den Hof und droht Maries zartes Glück zu zerstören. Und Pegg ist ihr geringstes Problem: Den Hollerhof umgeben finstere Geheimnisse, und bald muss Marie nicht nur für ihr eigenes Glück kämpfen, sondern auch um die Zukunft des ganzen Tals.

Der dritte Band der Märchenspinner entführt den Leser in die eisig-schöne Welt der Alpen. Tina Skupin kombiniert das Frau Holle-Märchen der Gebrüder Grimm mit traditionellen Alpensagen sowie einem Schuss „Eiskönigin“ zu einer Geschichte um Familie, Abschied und Neubeginn.

Band 3 aus der Reihe der Märchenspinner.

Meine Meinung

Mit „Hollerbrunn“ erschien das dritte Buch aus der Reihe der Märchenspinner. Als zentrales Märchen behandelt die Geschichte „Frau Holle“, jedoch neu und modern verfasst. Tina Skupin ist ein unterhaltsames Fantasybuch gelungen, das ich gerne gelesen habe.

Als Maries Mutter an Krebs stirbt, holt ihr Vater die Stiefmutter Desirée und deren Tochter Pegg ins Haus. Marie versteht sich mit beiden nicht und so ist sie froh, als sie bei der alten Frau Hollerbrunn ein Praktikum anfangen kann. Allerdings merkt sie schnell, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht. Auch Pegg kommt auf dem Hollerhof als Praktikantin, doch sie wird von Frau Hollerbrunn längst nicht so sehr geschätzt wie Marie. Dennoch müssen die beiden Schwestern am Ende zusammenhalten, denn nur gemeinsam können sie ihr Tal vor einer Katastrophe beschützen.

Die Geschichte an sich war sehr interessant, unterhaltsam und spannend geschrieben. Ich habe sehr mit den Figuren mitfiebern können und fand schnell in die Geschichte hinein. Die Charaktere waren vielschichtig und es gab viele spannende Wendungen und Plottwists. Viele Elemente des alten Märchens von „Frau Holle“ wurden aufgegriffen, doch gleichzeitig spielt das ganze in einem modernen Setting.

Ganz besonders hat mir die „Pechmarie“ Pegg gefallen. Sie ist ein Charakter, der gerne hinterfragt und kritisiert. Auch dass sie etwas beleibter ist, hat dazu beigetragen, dass ich mich gut mit ihr identifizieren konnte. Außerdem setzt sie sich für Marie ein, als es der wirklich schlecht geht. Sie mag ein bisschen faul sein, aber wenn man sie braucht, ist sie zur Stelle und sie hat Marie an einer Stelle sogar das Leben gerettet. Ich war richtig begeistert von der Figur und sie wurde innerhalb kürzester Zeit zu meinem Liebling.

Weniger verstanden habe ich im Gegenzug die Goldmarie. Sie war etwas naiv und gutgläubig und hat mir nicht so gut gefallen wie Pegg. Aber gemocht habe ich sie trotzdem und am Schluss hat sie mir sogar leid getan, als sie sich von jemandem verabschieden muss.

Das Buch behandelt auch ernste Themen wie Mobbing oder die Klimaerwärmung. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn diese Punkte nur am Rande angesprochen wurden. Es hat mich dennoch zum Nachdenken angeregt und ich mag es, wenn Bücher das schaffen.

Der Schluss war sehr spannend, aber leider auch ein bisschen chaotisch und verwirrend. Irgendwann wusste man gar nicht mehr, wer jetzt hier gut und böse ist. Es kommt sehr viel auf einmal in den letzten ein, zwei Kapiteln und da musste man sich gut konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren. Das Ende ist nicht durchgehend happy, aber zum größten Teil.

Marie und Pegg lernen, dass sie zusammen stark sind und beginnen, sich gegenseitig zu akzeptieren. Das hat mich sehr gefreut, für allem für Pegg, weil diese es verdient hat, gut behandelt zu werden. Und ich hatte während der ganzen Geschichte ein bisschen das Gefühl, dass alle nur auf ihr herumgehackt haben. Dabei ist sie gar nicht so „schlecht“ wie die Pechmarie im Originalmärchen dargestellt wird.

Über die Autorin

Tina Skupin wurde 1977 geboren und wuchs im schönen Völklingen an der Saar auf. Sie machte ihren Doktor in Geografie und hatte 2016 ihr Debüt mit einem Ratgeber für Auswanderer. Sie schreibt vor allem gerne fantastische Geschichten. Die Autorin lebt mit ihrem Partner und ihrer kleinen Tochter im schwedischen Stockholm.

Fazit

Unterhaltsame Fantasygeschichte und Märchadaption, die in den verschneiten Alpen spielt. Ich empfehle sie gerne weiter.

Meine Bewertung

4herzchen

 

 

 

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5 Kommentare zu “Rezension: „Hollerbrunn“ von Tina Skupin ****

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