Rezension: „Kein Schnee im Hexenhaus“ von Susanne Eisele ****

Titel: Kein Schnee im Hexenhaus (Märchenspinnerei, Book 4)Hexenhaus-Cover
Autorin: Susanne Eisele
Genre: Fantasy, Märchenadaption, Jugendbuch
Verlag:
 Selfpublisher
Seiten: 148
Jahr: 2017
Format: Kindle E-Book (auch als Taschenbuch erhältlich)
Preis: 2,99 € (bzw. 7,48 €)
Offizielle Website: *klick*

Klappentext

Ein Bruder und seine Schwester.
Ein Haus im Wald.
Eine schrullige Alte.

Hansjörg und Margarete verlaufen sich im Wald. Dort werden sie von der Polizei aufgegriffen und von den Eltern wegen ihres wiederholten Drogenkonsums in ein Erziehungsheim geschickt. Man bringt sie zu einem kleinen Häuschen, weit, weit weg von der Stadt. Sie denken sich dabei nichts Böses. Eigentlich nur an eine baldige Flucht.
Doch dies stellt sich als unmöglich heraus. Denn das Haus hält nicht nur eine waschechte Hexe, seltsame Wesen und giftige Pflanzen für sie bereit. Für Hansjörg und Margarete wird dieser Trip die entscheidende Lektion ihres Lebens.

Hänsel und Gretel einmal anders: In „Kein Schnee im Hexenhaus“ spinnt die Autorin Susanne Eisele das bekannte Märchen der Brüder Grimm ganz neu und setzt sich dabei mit Sucht und Realitätsverlust auseinander.

Band 4 aus der Reihe der Märchenspinner.

Meine Meinung

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich auf das neue Märchen der Märchenspinnerei gefreut habe. Endlich ist es da! Und es ist wunderbar geworden. Heute darf ich euch das Buch im Rahmen meiner Rezension vorstellen.

Es geht darin um Hansi und Gretel, zwei Geschwister im Teenageralter, die regelmäßig Drogen konsumieren. Als sie eines Tages zum wiederholten Male von der Polizei verhaftet werden, entscheiden ihre Eltern und der Sozialarbeiter, dass sie in ein Heim für schwererziehbare Kinder sollen. Für Hansi und Gretel eine Tragödie – zumal der Drogenkonsum dort strengstens untersagt ist. Sofort planen die beiden Teenager ihre Flucht, doch diese ist nicht so einfach umzusetzen, wie erwartet.

Mir hat die Geschichte insgesamt gut gefallen. Hansi und Gretel habe ich sofort ins Herz geschlossen, auch wenn ich mit Drogenkonsum nichts am Hut habe. Irgendwie hatten die beiden etwas Liebenswürdiges an sich, was mir gefallen hat. Auch die Hexe, Frau Hag, fand ich sehr sympathisch. Ich wusste gleich, dass die beiden Geschwister bei ihr gut aufgehoben sind.

In der Geschichte kommen auch noch andere magische Wesen drin vor, wie Feen und Drachen. Das hat mir auch super gefallen und gab der ansonsten sehr realitätsnahen Geschichte einen fantastischen Hauch.

Der Drogenkonsum und die Sucht der beiden wurden – soweit ich das beurteilen kann – gut dargestellt. Auch wenn ich nicht ganz begreifen konnte, warum es in dem Erziehungsheim durchaus Haschkekse zum Naschen gab. Es heißt ja, Gras sei nicht so gefährlich wie andere Drogen, doch es ist immerhin illegal. Aber gut, das hat mich eigentlich nicht weiter gestört.

Achtung Spoiler!

Was mich aber sehr wohl gestört hat, war das Ende. Ich habe nicht ganz nachvollziehen können, woher die beiden plötzlich ihre wahnwitzige Idee hatten und woher die Mordsgelüste kamen. War es wirklich von der Engelstrompete eine Nebenwirkung? Kann eine Vergiftung solche Ideen in einem Menschen wachrufen? Ich weiß es nicht, aber ich fand es ein bisschen übertrieben.

Auch ist der Abschluss nicht ganz rund, es wird nur in zwei kurzen Absätzen zusammengefasst, wie es mit den beiden weiterging. Das fand ich ein bisschen knapp und es irgendwie nicht ganz nachvollziehbar warum man sie deshalb in eine geschlossene, psychiatrische Anstalt verwiesen hat. Natürlich, sie hatten eine ziemlich wahnsinnige Idee, aber das man sie deshalb wegschließt? Ich weiß nicht.

Spoiler Ende!

Trotzdem hat mir die Geschichte alles in allem recht gut gefallen und ich hatte ein paar schöne Lesestunden damit. Das Buch ist auch nicht zu dick, so hatte ich es relativ schnell durch – auch weil es einfach sehr interessant und spannend geschrieben ist.

Der Schreibstil von Susanne Eisele hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.Die Autorin hat einen wunderbaren Sinn für Humor. An manchen Stellen musste ich echt lachen, zum Beispiel als Hansi im Rausch versucht, mit Bäumen zu sprechen. Das war einfach total witzig.

Für das Ende ziehe ich ein Herzchen ab, aber vier Herzchen hat das Buch durchaus verdient.

Über die Autorin

Susanne Eisele wurde 1965 in der Nähe von Ludwigsburg in Baden-Württemberg geboren. Sie schreibt vor allem Fantasygeschichten. Die Autorin lebt mit ihrem Mann im Nordschwarzwald.

Fazit

Ein interessantes Jugendbuch das trotz viel Humor auf das ernste Thema Drogensucht eingeht. Ich empfehle es gerne weiter.

Meine Bewertung

4herzchen

 

 

 

 

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3 Kommentare zu “Rezension: „Kein Schnee im Hexenhaus“ von Susanne Eisele ****

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