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Der ESC-Fluch

Schönen Mittwoch!

Ich weiß, der Eurovision Song Contest liegt schon eine Weile zurück und mittlerweile hast du sicher schon andere Dinge im Kopf, vielleicht das Attentat von Manchester, das momentan durch die Nachrichten geistert und ja, sicher gibt es auch wichtigere Themen im Leben als den ESC, doch ich wollte mich noch einmal mit der Schlappe von diesem und den letzten Jahren auseinandersetzen.

Wieder einmal belegte Deutschland einen der hinteren Plätze beim ESC. 2015 und 2016 waren es jeweils der letzte Platz, dieses Jahr immerhin der vorletzte. Doch woran liegt es? Die Performance von Levina war meiner Meinung nach nicht schlecht. Das Lied “Perfect Life” war ebenfalls nicht übel, auch wenn der Anfang erschreckend ähnlich klingt wie “Titanium” von David Guetta. Ich muss zugeben, das ist mir nicht sofort aufgefallen, weil ich das Lied von David Guetta zunächst nicht kannte. Aber nachdem immer mehr Leute davon gesprochen haben, habe ich mir den Song mal angehört und musste zugeben: Jep, klingt sehr ähnlich.

Viele Leute sind der Meinung, dass der Grund für die ESC-Schlappe der Fakt ist, dass wir eine unbekannte Sängerin hingeschickt haben. Es stimmt, die meisten Leute, mit denen ich gesprochen habe, kannten Levina davor nicht. Ähnlich war es auch schon 2015 und 2016. Erinnert ihr euch noch an die Sängerinnen von damals? 2016 trat ein recht junges Mädel namens Jamie-Lee mit ihrem Song “Ghost” an, die vor allem mit ihrem Harajuku-Style Aufmerksamkeit erlangte. Das Jahr davor war es eine gewisse Ann Sophie mit “Black Smoke”, die nur deshalb nachrückte, weil der eigentliche ESC-Kandidat einen Rückzieher machte.

2013 schickten wir Cascada ins Rennen, die ja schon etwas mehr Bekanntheit erlangt haben. Sie belegten damals den 21. Platz von 26. Nicht gerade eine Glanzleistung. Auch bei den anderen Ländern kann man sehen, dass ein berühmter Kandidat nicht unbedingt mehr Punkte erlangt: Letztes Jahr schickte Irland Nicky Byrne, der mit Westlife weltbekannt wurde, zum ESC. Er flog beim Halbfinale raus. Auch Bonnie Tyler, die 2013 für Großbritannien antrat, schaffte es gerade mal auf Platz 19.

Große Künstler, die eine erfolgreiche Karriere vorweisen können, scheuen sich oft vor Wettbewerben wie dem ESC. Denn ein Misserfolg dort, würde ihnen mehr schaden als einem unbekannten Künstler. Deshalb stellen sich Berühmtheiten meist nicht für den ESC zur Verfügung.

Trotzdem wurden Stimmen laut, man solle mal jemand Bekanntes zum ESC schicken. Helene Fischer wurde genannt, die ja als erfolgreichste Künstlerin Europas gilt. Ob Helene sich das wirklich zutraut, wage ich zu bezweifeln. Auch weiß ich nicht, ob wir mit Schlager so große Chancen hätten. Auf der anderen Seite hat dieses Jahr auch eine Jazz-Ballade gewonnen und keine der häufig gewählten Popnummern.

Was hältst du von dieser Diskussion? Denkst du, es würde Deutschland nützen, einen bekannten Künstler zum ESC zu schicken? Woran liegt es deiner Meinung nach, dass die letzten Jahre so schlecht liefen? Lass es mich doch in den Kommentaren wissen. Ich bin auf deine Meinung gespannt.

 

 

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