Rezension: „Im Bann der zertanzten Schuhe“ von Janna Ruth

Titel: Im Bann der zertanzten SchuheIm Bann der zertanzten Schuhe von Janna Ruth
Autorin: Janna Ruth
Genre: Urban Fantasy, Märchenadaption
Verlag:
 Selfpublisher
Seiten: 313
Jahr: 2017
ISBN: 978-3961114672
Format: Kindle E-Book (auch als Taschenbuch)
Preis: 3,99 Euro (bzw. 12,99 Euro)
Offizielle Website: *klick*

Klappentext

Ein verborgener Hain
Ein verfluchter Prinz
Ein Paar zertanzter Schuhe

Vor drei Jahren ist Jonas aus dem Krieg heimgekehrt und doch scheint es, als wäre er nie zuhause angekommen. Ziellos durch die Straßen schweifend, trifft er einen alten Mann, der ihm von den Wundern des DeModie erzählt, einem verwunschenen Reich im Herzen des Nachtlebens. Unzählige Reichtümer und Schätze erwarten ihn dort, doch, was Jonas wirklich verzaubert, ist die lebensfrohe Tänzerin Sophie, die ihn mit ihrem Lachen ansteckt. Jede Nacht tanzt Sophie mit ihrem Prinzen und jede Nacht zerreißen ihre Schuhe ein klein wenig mehr, und mit ihnen das Geheimnis, welches das DeModie und seine Bewohner umgibt.

Die zertanzten Schuhe mal anders. Im Bann eines verzauberten Tanzes spinnt die Autorin Janna Ruth märchenhafte Elemente der Brüder Grimm zu einer modernen Fabel über das glitzernde Nachtleben, zerbrochene Träume und verlorene Seelen.

5. Band der Märchenspinnerei

Meine Meinung

Ich habe mich sehr über das Rezensionsexemplar dieses Buches gefreut und darüber, dass ich es vorab lesen durfte. Vielen Dank dafür.

Leider bin ich lange nicht damit fertig geworden. Einen ganzen Monat habe ich für das Buch gebraucht. Dabei ist es mit 313 Seiten gar nicht so dick. Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich hatte am Anfang etwas Schwierigkeiten, in die Geschichte einzutauchen. Irgendwie konnte mich die Story anfangs nicht so richtig fesseln.

Der Protagonist Jonas war mir sofort sympathisch, Sophie hingegen kam mir erst etwas naiv vor. Luca habe ich von Anfang an skeptisch betrachtet. Er war mir irgendwie von Beginn an nicht sonderlich sympathisch und ich hatte ständig das Gefühl, dass er nur auf seinen Vorteil bedacht ist (ob ich damit recht hatte, wird an dieser Stelle nicht verraten). Eine Nebenfigur, die mir auch ganz besonders gut gefallen hat, war Jonas‘ Bruder Felix. Er ist wirklich sehr hilfsbereit und für seinen Bruder da, als dieser dringend jemanden braucht, der ihm unter die Arme greift. Einen Bruder wie ihn kann man sich nur wünschen. 🙂

Jonas leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung und bekommt in regelmäßigen Abständen Flashbacks. Die Krankheit wurde sehr gut dargestellt und ich fand es interessant, die Welt aus seinen Augen zu betrachten und in dieses Krankheitsbild quasi „reinzuschlüpfen“. Das einzige, was ich daran kritisch anführen muss, ist, dass Jonas sich Hilfe bei einer Psychiaterin sucht, die Behandlungsmethode aber eher so ist, wie eine Psychologin sie durchführen würde. Psychiater und Psychologe sind keine Synonyme. Psychiater behandeln in der Regel rein medikamentös, während Psychologen Gespräche führen. Das ist mir eben als Betroffene aufgefallen, fand ich jetzt aber nicht so tragisch.

Etwa ab der Mitte des Buches konnte mich die Geschichte mehr berühren und ich habe angefangen, mit Sophie und Jonas mitzufiebern. Vor allem mit Jonas. Die Unterwelt im DeModie wurde schön düster dargestellt und mitunter kam eine recht dunkle, fast schon gruselige Atmosphäre auf. Vor allem, als die Gäste des DeModie sich in ihre wahren Gestalten verwandeln. Das hat mir sehr gut gefallen, denn ich liebe düstere Geschichten.

Alles in allem fand ich es eine gelungene Geschichte. Da sie mich nicht von Anfang an gepackt hat, gibt’s einen Stern Abzug. Doch insgesamt haben mich die „Schuhe“ in ihren „Bann gezogen“. 🙂

Über die Autorin

Janna Ruth wurde 1986 in Berlin geboren und hat sich schon früh von fantastischen Welten und Märchen angezogen gefühlt. Sechs Jahre verbrachte sie in Christchurch, Neuseeland, wo sie ihr Studium der Geologie beendete. Deshalb schreibt sie neben Deutsch auch auf Englisch. 2017 werden zwei Romane von ihr erscheinen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Potsdam.

Fazit

Ein spannender, fantasievoller und zum Nachdenken anregender Roman. Ich empfehle ihn gerne weiter.

Meine Bewertung

4herzchen

 

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