Rezension: „Scream Run Die“ von Tanja Hanika *****

Titel: Scream Run DieScream Run Die Cover
Autorin: Tanja Hanika
Genre: Horror, Splatter
Verlag:
 Selfpublisher
Seiten: 121
Jahr: 2017
Format: Taschenbuch
Preis: 7,99 €
ISBN:  978-1545386590
Offizielle Website: *klick*

Klappentext

„Roadkill und Rache.

Angetrunken überfährt Milton etwas. Aber was? Ein seltsames Tier oder doch einen Dämon aus der Hölle? Mit dem Blut des Opfers treiben Milton und seine Teenager-Freunde ihr Spiel. Dafür sollen sie mit dem Tod bezahlen. Ein Killer mit einer Pestarzt-Maske will sie alle umbringen. Wer kann diese Nacht überleben?

Ein blutiger, verrückter Horrorsplatter-Kurzroman, der einige Filmklischees aufgreift, auf den Kopf stellt und dabei nicht allzu ernst genommen werden möchte.

Inklusive »Survival«-Tipps des Killers.“

Lieblingszitate

„Mill, wenn du Dämonen platt fährst, dann hast du beim allmächtigen Macker dort oben bestimmt ’nen Stein im Brett.“ (S. 26)

Sam fasste sich an den Hals, als hätte auch er mit Übelkeit zu kämpfen, bevor er unnötigerweise flüsterte: „Milton, Adams Gedärme hängen aus seinem Bauch heraus. Seine Innereien …“ (S. 61)

Meine Meinung

Mit „Scream Run Die“ ist ein neues Buch von der fantastischen Horrorautorin Tanja Hanika erschienen. Diesmal ein bisschen etwas anderes als ihre bisherigen Bücher. Während ihre weiteren Werke meist mit atmosphärischem Horror und Schauer spielten, geht es in „Scream Run Die“ blutig zur Sache. Nichts für schwache Nerven!

Ich muss ganz ehrlich zugeben, ich hatte eine ganz andere Geschichte erwartet. Aber ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Ich wusste ja, dass es ziemlich zur Sache gehen würde und es Leichen geben würde. Schließlich handelt es sich hierbei um eine Splattergeschichte.

Mir haben die kurzen bis mittellangen Kapitel sehr gut gefallen und auch, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde. Von Milton über Adam bis hin zu Grace und Noah sind alle Teenager einmal vertreten. Die meiste Zeit wurde aber aus Miltons Sicht erzählt, der ist es auch, dem der Leser als erstes begegnet.

Er überfährt ein komisches Ding mit seinem Auto – und die ganze Geschichte über wird nicht recht verraten, um was es sich handelt. Ein komisches Tier, ein magisches Wesen oder doch ein kranker, missgebildeter Mensch? Ich tippe ja, auf letzteres, wenn man die Indizien zusammenzählt, aber ganz aufgeklärt wird da Rätsel nicht.

Ist aber auch nicht weiter schlimm. Fakt ist, sein Tod bleibt nicht ungerächt und so macht sich ein Killer mit Pestarztmaske (ja, das musste ich erst mal googeln. Ist eine Maske mit einem langen Vogelschnabel.) auf die Jagd nach Milton und seinen Freunden, die völlig nichtsahnend Party machen.

Die Geschichte ist blutig und manchmal auch ein wenig eklig, wie man ja auch anhand des zweiten Zitates bei den Lieblingszitaten erraten konnte. Aber es war insgesamt für mich gut auszuhalten. Viel mehr Angst machte mir der Killer, der immer dann aufzutauchen schien, wenn man am wenigsten damit rechnete.

Die angegebenen Survival-Tipps machten die Sache noch schlimmer. Sie steigerten mein Unbehagen manchmal so sehr, dass ich tatsächlich hinters Sofa schauen musste, ob da jemand lauert. Total albern, ich weiß, aber mir hat das Buch doch ganz schön zu Nagen gegeben.

Das Ende fand ich übrigens super! Ihr wisst ja, wie wichtig mir gute Enden sind – nicht gut im Sinne von happy, sondern von stimmig und befriedigend – und dieses Ende war definitiv ein gutes Ende. Nicht zuletzt weil … nein, das kann ich euch leider nicht verraten, damit würde ich euch ziemlich spoilern. 😉

Für mich ein toller, gruseliger Kurzroman, den ich schnell durchgelesen hatte (und das will bei mir was heißen) und der mir schöne, schaurige Stunden beschert hat. Ich habe ein bisschen hin und her überlegt, ob er mir wirklich fünf Herzchen wert ist oder doch lieber nur vier – aber schließlich dachte ich: „Was soll der Geiz?“ und entschied mich für fünf Herzchen.

Über die Autorin

Tanja Hanika wurde 1988 in Speyer geboren und wuchs in Rheinland-Pfalz auf. Als sie

Autorin Tanja Hanika

Foto: D. Pfingstmann

mit acht Jahren eine Kinderversion zu Bram Stokers „Dracula“ las, entstand ihr Interesse, selbst Schauergeschichten zu schreiben. Ab 2008 studierte sie an der Universität Trier Germanistik und Philosophie. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie und ihren beiden Katzen in der Eifel. Mehr Informationen findest du auf ihrer Homepage.

Fazit

Ein blutiger Horrorroman, bei dem Fans von Splatter auf ihre Kosten kommen. Ich empfehle ihn gerne weiter.

Meine Bewertung

5herzchen

 

 

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3 Kommentare zu “Rezension: „Scream Run Die“ von Tanja Hanika *****

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