Rezension: „Die Verseflüsterin“ von Nicolas Fougerousse

Titel: Die Verseflüsterin (Original: Celle qui écrivait des poèmes au sommet des montagnes)Die Verseflüsterin_Fougerousse
Autor: Nicolas Fougerousse
Genre: Gesellschaftsroman, Liebe
Verlag:
  Scorpio Verl.
Seiten: 229
Jahr: 2016
ISBN: 978-3-95803-106-7
Format: Hardcover
Preis: 18,90 €
Offizielle Website: *klick*

Klappentext

Poesie ist Nahrung für unsere Seele

Hör auf deine Gefühle! – Diese Botschaft entdeckt Marcus eines Tages an seiner Windschutzscheibe, als er sich gerade anschickt, ins Büro zu fahren. Was ein desillusionierter Tag wie jeder andere hätte werden sollen, ist der Startschuss zu einem Abenteuer der ganz besonderen Art: Wer mag ihm diese Botschaft geschickt haben? Ganz sicher jemand, der ihn und seine Gewohnheiten kennt. Seine Frau Isabelle vielleicht? Sein Chef? Oder gar ein völlig Unbekannter? War es vielleicht der eigenartige Typ, den er da zufällig kennengelernt hat? Eines ist sicher: Dieser Augenblick verändert das Leben von Marcus mehr, als er sich je hätte träumen lassen … Dieser poetische Roman um bedingungslose Liebe, Vergebung und die Tiefe der menschlichen Seele berührt und verblüfft. Immer tiefer werden wir hineingezogen in Marcus‘ Suche nach dem, was wirklich zählt. Wer schließlich aus der Geschichte wieder auftaucht, wird bereichert und beglückt das Leben mit neuen Augen betrachten.

Meine Meinung

Erst einmal möchte ich mich herzlich beim Scorpio Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Das Buch hat mich von Anfang an neugierig gemacht und ich wollte es unbedingt lesen. Leider konnte es mich nicht vollständig überzeugen.

Zunächst einmal ist das Buch ein Lehrbuch für alle, die ihr Leben intensivieren möchten. So kam es mir zumindest vor, als ich die ersten Kapitel gelesen habe. Der Protagonist Marcus erhält rätselhafte Nachrichten von einem Unbekannten, der ihn dazu anleitet, ein besseres Leben zu führen. „Hör auf deine Gefühle“ ist nur der Anfang von insgesamt drei Botschaften.

Leider wird ziemlich unspektakulär aufgelöst, wer die Botschaften geschickt hat. Es wird einfach so nebenbei erwähnt und das fand ich nicht so schön gelöst. Hinzu kommt, dass sich nur der erste Teil des Buchs wirklich mit den Botschaften beschäftigt. Dieser Teil hat mir auch sehr gut gefallen und hätte von mir mindestens vier Herzchen bekommen.

Der zweite Teil hingegen handelt von einem Verbrechen, das ich hier nicht näher beschreiben möchte, um Spoiler zu vermeiden. Ich fand die zweite Hälfte des Buches nicht so gelungen. Der Autor verlor meiner Meinung nach völlig den roten Faden und es wurde eine ganz andere Geschichte daraus, wie man es vom Anfang her erwartet hätte.

Auch Marcus spielt plötzlich eine viel kleinere Rolle und wird beinahe zu einer Nebenfigur degradiert. Andere Charaktere treten hingegen in den Vordergrund und es wird in einem Eiltempo ihre Geschichte aus der Vergangenheit erzählt, teilweise innerhalb eines Kapitels zusammengefasst.

Die Kapitel sind kurz, was mir gut gefallen hat. Ich liebe Bücher mit kurzen Kapiteln, da lese ich viel mehr, als wenn die Kapitel so elendig lang sind.

Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven von einem allwissenden Erzähler geschildert. Daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Die meisten Bücher sind ja heutzutage aus der personalen Sicht geschrieben. Aber gut, das war eine Sache, die mich nicht weiter gestört hat (als ich mich daran gewöhnt hatte).

Der Titel ist für mich ein Rätsel geblieben. Meiner Meinung nach gibt es in der Geschichte niemanden, der Verse geflüstert hat. Ich habe auch viel mehr Poesie und Gedichte erwartet, die in die Geschichte verwoben wurden oder so, aber davon war recht wenig zu spüren. Klar, der Schreibstil des Autoren hat durchaus poetische Züge, aber trotzdem erschließt sich der Titel für mich nicht.

Ich habe lange überlegt, wie viele Herzchen ich dem Buch geben soll und habe mich schließlich für drei entschieden. Mehr kann ich dem Buch leider nicht geben, da es mich nicht vollständig überzeugt hat.

Über den Autor

Nicolas Fougerousse wurde 1979 im ostfranzösischem Städtchen Annecy geboren. Seit er 17 ist schreibt er und war später in zahlreichen Berufen tätig: vom Redakteur, über Webdesigner bis hin zum Community-Manager. Außerdem taucht er gerne und wurde damit 2014 sogar französischer Meister. „Die Verseflüsterin“ ist sein Debütroman.

Fazit

Ein netter Roman über die Liebe und das Leben – kann man lesen, muss man aber nicht.

Meine Bewertung

3herzchen

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