Rezension: „Opfermond“ von Elea Brandt

Titel: OpfermondOpfermond_Cover
Autorin: Elea Brandt
Genre: Thriller, Fantasy
Verlag:
  Mantikore Verl.
Seiten: 330
Jahr: 2017
ISBN: 978-3945493366
Format: Kindle E-Book (auch als Taschenbuch erhältlich)
Preis: 9,99 € (bzw. 13,99 €)

Klappentext

In der Stadt des Blutigen Gottes herrscht das Recht des Stärkeren. Als der Assassine Varek angeheuert wird, einen Mord aufzuklären, klingt das nach einer willkommenen Abwechslung von seinem verhassten Tagewerk. Doch die einzige Zeugin, das Freudenmädchen Idra, weiß mehr, als sie preisgeben will. Um an ihre Informationen zu gelangen, geht Varek ein Bündnis mit ihr ein, das ihn schmerzhaft an bessere Zeiten erinnert. Die Spur des goldenen Skarabäus führt ihn schließlich zu einem grausamen Kult, der mehr als nur ein  Blutopfer verlangt …

Meine Meinung

Erst einmal herzlichen Dank an Elea Brandt und den Mantikore Verlag für das Rezensionsexemplar. Ich habe mich sehr darüber gefreut und es hat mir sehr schöne Lesestunden beschert.

„Opfermond“ spielt in einer orientalischen Welt, die ein bisschen an die Märchen von 1001 Nacht erinnert. Ein spannendes Setting, wie ich fand, weil ich noch nie so etwas gelesen hatte. Es war mal etwas ganz anderes, als das, was ich mir normalerweise zu Gemüte führe.

Die Hauptakteure in „Opfermond“ sind der Assassine Varek und das Freudenmädchen Idra. Aus beiderlei Sicht wird die Geschichte hauptsächlich erzählt, ab und zu auch noch aus der Sicht von Dritten. Das gestaltet den Roman abwechslungsreich und man kann sich besser in die einzelnen Personen einfühlen.

Varek war mir auf Anhieb sympathisch, genauso wie Idra. Die Figuren sind vielschichtig und gut ausgearbeitet. Mir gefiel, dass jede Figur ihre eigene Stimme hatte. Idra zum Beispiel drückt sich gerne etwas vulgär aus. Das Wort „ficken“ kam ebenso oft vor wie „Schwanz“ für das männliche Geschlechtsteil. Und fluchen kann die liebe Idra auch ziemlich gut. Das hat mich aber nicht gestört, ganz im Gegenteil. Es macht die Figur, die in einem Armenviertel aufgewachsen ist, authentisch.

Die Namen in der Geschichte sind sehr ausgefallen, was leider vor allem am Anfang dazu geführt hat, dass ich die Personen nicht richtig zuordnen konnte bzw. sie verwechselt habe. Natürlich macht es Sinn, für ein solches Setting fremdartige Namen zu verwenden, aber vielleicht wäre es mir leichter gefallen, wenn die Namen unterschiedliche Anfangbuchstaben gehabt hätten. Ich habe z. B. „Khari“ und „Kashir“ zu Beginn mehrmals verwechselt. Aber vielleicht ging das auch nur mir so. Sterneabzug gibt es dafür von mir nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft und sie beschreibt die Umgebung der Figuren mit allen Sinnen, sodass man das Gefühl bekommt, leibhaftig dort zu sein. Besonders gut gefallen haben mir die Geruchsbeschreibungen. Der Schreibstil klang etwas gehoben, wenn nicht gerade Idra mit ihrer vulgären Stimme an der Reihe war, was mir außerordentlich gefallen hat.

Insgesamt ist die Story sehr spannend. Ich fand sie zu keiner Zeit langatmig oder dergleichen, es reiht sich eine Katastrophe an die nächste, aber natürlich gibt es zwischendurch auch mal ruhigere Phasen, die der Geschichte eine gewisse Balance verleihen.

Das Ende war sehr stimmig und eine tolle Auflösung des Konflikts. Es hat mich mit einem zufriedenen Gefühl zurückgelassen.

Für mich ist eines ganz klar: „Opfermond“ hat eindeutig fünf Herzchen verdient. Das Buch ist außergewöhnlich, spannend und einfach wundervoll geschrieben.

Über die Autorin

Elea Brandt ist 1989 in Passau geboren. Schon früh kam die Tochter von zwei Germanisten mit phantastischer Literatur in Berührung. Vor allem die Genres Low Fantasy, Thriller und Mystery haben es ihr angetan. Als Mia Neubert hat sie bereits Kurzgeschichten veröffentlicht. „Opfermond“ ist ihr Debütroman.

Fazit

Ein spannender Thriller mit einem Hauch Fantasy, der in einer orientalischen Welt spielt. Zauberhaft und fesselnd – ich empfehle das Buch gerne weiter.

Meine Bewertung

5herzchen

 

 

 

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10 Kommentare zu “Rezension: „Opfermond“ von Elea Brandt

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