Rezension: „Der siebte Sohn“ von Julia Maar

Titel: Der siebte SohnSiebter_Sohn
Autorin: Julia Maar
Genre: Märchenadaption, Liebe, Fantasy, Historisches
Verlag:
  Selfpublishing
Seiten: 151
Jahr: 2017
ISBN: 978-1978044951
Format: Kindle E-Book (auch als Taschenbuch erhältlich)
Preis: 2,99 € (bzw. 6,99 €)

Klappentext

Neid zwischen Geschwistern
Eine magische Verwandlung
Ein gefundener Schuh

Robin kann sein Glück kaum fassen. Der junge Schmiedegeselle darf seine königlichen Halbbrüder Dante und Alexander als Knappe zu einem wichtigen Turnier begleiten. Statt jedoch Ruhm und Ehre zu erlangen, bekommt Robin nur Hohn und Spott zu spüren. Dante, den er sein Leben lang verehrte, stellt sich nicht als der Mann heraus, für den Robin ihn immer hielt, und Alexander zeigt sich von einer noch übleren Seite. Als er das Dienstmädchen Vivienne bedrängt, muss Robin sich entscheiden: Zieht er vor seinen Halbbrüdern den Kopf ein oder handelt er wie ein echter Ritter und verspielt damit die Chance, jemals einer zu werden?

„Aschenputtel“ mal anders. In „Der siebte Sohn“ von Julia Maar ist es ein königlicher Bastard von niederer Stellung, der mehr Ehre und Anstand beweist als so mancher Prinz. Dabei zeigt sie, dass man trotz aller Widrigkeiten an seinen Idealen festhalten kann.

Band 9 aus der Reihe der Märchenspinner.

Meine Meinung

Als schwarze Fee der Märchenspinnerei durfte ich auch den 9. Band lesen und rezensieren. Vielen Dank an Julia Maar für das Rezensionsexemplar.

Ich muss gestehen, ich war etwas skeptisch, ob das Buch mir gefallen wird. Es spielt in der Vergangenheit, besser gesagt in einer Zeit, als es noch Ritter gab, die sich in Turnieren bekämpften. Ich bin ja eigentlich kein Fan von historischer Literatur, aber in diese Geschichte habe ich mich verliebt.

Zuerst dachte ich, dass es mit seinen 151 Seiten ziemlich kurz ist, aber die Story war interessant, spannend und hat nicht an Unterhaltung eingebüßt.

„Aschenputtel“ in einem neuen Gewand – anstatt einem Mädchen, das für seine böse Stiefmutter arbeiten muss, ist es hier der siebte Sohn des Königs, ein Bastard, der von seinen Halbgeschwistern, den Prinzen, schlecht behandelt wird. Am Anfang sah ich erst noch nicht so viele Parallelen zum Märchen, auf dem die Geschichte basiert, doch das hat sich mit der Zeit geändert und mittlerweile finde ich die Art, mit der Julia Maar das Märchen von „Aschenputtel“ verarbeitet hat, einfach nur genial.

Das Cover zeigt einen Ritter mit einer Lanze zu Pferd. Ein bisschen schade finde ich, dass das Bild nicht den weißen Ritter zeigt, der in der Geschichte vorkommt. Aber das kann ich verzeihen. Grundsätzlich finde ich das Cover schön und es passt gut zum Inhalt des Buches.

Die Figuren habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ganz besonders Vivienne, genannt Vivi, und Karl haben mir gefallen. Aber natürlich auch der Hauptcharakter Robin, mit dem ich mitgelitten habe und der sich mit den beiden zuerst genannten anfreundete. Die Prinzen Dante und Alexander fand ich auch gut ausgearbeitet. Ihr Neid und ihre Überheblichkeit kommt richtig gut zum Ausdruck.

Ein bisschen blass geblieben sind Luis und der König, Robins Vater, aber die hatten auch keine großen Rollen im Buch, weshalb ich das verzeihen kann.

Leider waren in dem Text noch ein paar Fehler. Manchmal fehlte ein Wort oder war eines zuviel und hier und da haben Buchstaben gefehlt. Da bin ich allerdings nicht so kleinlich und ziehe kein ganzes Herzchen ab. Höchstens ein halbes.

Der Schreibstil von Julia Maar hat mir gut gefallen und sie hat mich direkt in die Geschichte gezogen. Ich bin auch schnell hinein gekommen und wurde super unterhalten.

Ich denke, die Tatsache, dass ich das Buch innerhalb fünf Tage ausgelesen hatte, spricht dafür, dass es mich gefesselt hat. Ich bin nämlich eine ziemlich lahme Leserin und da sind fünf Tage wirklich nicht schlecht.

Das Ende hat mir übrigens auch richtig gut gefallen. Natürlich war es ein Happy End, wie es sich für ein Märchen gehört.

Ich würde dem Buch 4,5 Herzchen geben, aber da ich keine halben Herzchen vergebe, runde ich auf 5 Herzchen auf.

Lieblingszitat

„Das Eis in Dantes blauen Augen schmolz und wurde von den gleichen wütenden Flamen verschlungen, die Robin zuvor bei Alexander gesehen hatte.“
(5. Kapitel)

Über die Autorin

Julia Maar wurde 1993 im schönen Rheinland geboren. Sie schreibt schon seit der Grundschule und liebt Bücher über alles. „Der siebte Sohn“, der 9. Band der Märchenspinnerei, war ihr Debüt als Autorin.

Fazit

„Aschenputtel“ mal ganz anders – eine schöne Rittergeschichte mit einem Hauch Magie und einer Prise Romantik.

Meine Bewertung

5herzchen

 

 

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3 Kommentare zu “Rezension: „Der siebte Sohn“ von Julia Maar

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