Rezension: „Unter schwarzen Federn“ von Sabrina Schuh

Titel: Unter schwarzen Federn (Märchenspinnerei, Book 11) unter schwarzen federn
Autorin: Sabrina Schuh
Genre: Coming of Age, Märchenadaption
Verlag:
  Selfpublisher
Seiten: 312
Jahr: 2018
ISBN: 978-3961117017
Format: Kindle E-Book (auch als Taschenbuch erhältlich)
Preis: 2,99 € (bzw. 9,99 €)

Klappentext

„Eine schnatternde Meute Teenager
Eine unscheinbare Außenseiterin
Eine Verwandlung unter Tränen

Fees Leben ist die Hölle. Auch der Wechsel an die neue Schule bringt keine neuen Chancen, sondern nur Psychoterror und Ausgrenzung. Eines Tages spitzen sich die Dinge so zu, dass Fee nur noch einen Ausweg sieht, und der ist endgültig. Statt sie jedoch von ihrem Leben zu erlösen, bringt der von Markus vereitelte Selbstmordversuch sie in die Therapie. Wird sie es mit seiner Hilfe schaffen, ihren Lebensmut wiederzufinden, oder wurde sie bereits zu tief verletzt?

In „Unter schwarzen Federn“ spinnt Autorin Sabrina Schuh mit den Elementen von Andersens hässlichem Entlein eine düster-romantische Geschichte über Ausgrenzung, Todeswünsche und den schweren Weg eines jungen Mädchens auf der Suche nach ihrem wahren Selbst.

Band 11 aus der Reihe der Märchenspinner“

Meine Meinung

Als schwarze Fee der Märchenspinnerei durfte ich auch Band 11 aus der Märchenadaptionen-Reihe vorab genießen. Und diesmal hat das Buch mich ganz besonders berührt.

Das Cover ist etwas düster gestaltet und zeigt ein Mädchen an einem Fluss, mit schwebenden Federn und einem Schwan. Dies deutet schon einmal sehr auf das Märchen hin, dessen Elemente hierin verwoben wurden: „Das hässliche Entlein“ von Andersen. Es zeigt aber auch die Ernsthaftigkeit des Themas, das Sabrina Schuh in ihrem Buch mit viel Fingerspitzengefühl behandelt hat.

Die Geschichte beginnt mit viel Action: Fee, die Protagonistin der Geschichte, möchte sich das Leben nehmen. Sofort ist man im Geschehen und es ist von Anfang an spannend. In letzter Sekunde wird sie von Markus, einem Schulkameraden, gerettet und schließlich am nächsten Tag in die Psychiatrie gebracht. Anders als bei anderen Romanen, habe ich sofort in die Geschichte hineingefunden.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Fee und Markus erzählt. Verwirrung kam da aber nicht auf, da am Anfang jeden Kapitels steht, aus welcher Sicht geschrieben wird. Mir hat diese Erzählform sehr gut gefallen. Sie bringt Abwechslung in die Geschichte und man kann mit beiden Figuren super mitfühlen.

Fees Probleme mit dem Mobbing werden ausführlich geschildert und man kann gut nachvollziehen, warum sie sich das Leben nehmen wollte. Die Darstellung ihrer Eltern fand ich aber ein bisschen übertrieben. Ihr Vater wird nur in Fees Erinnerungen skizziert und die Mutter benimmt sich einfach unmöglich. Ich kann mir kaum vorstellen, dass eine Mutter ein derartiges Ekel sein kann – aber vielleicht schätze ich das auch falsch ein und es kann tatsächlich solche Rabenmütter geben. :P Abzug soll es von mir daher nicht geben.

Der Psychiatrieaufenthalt wurde sehr realistisch dargestellt und ich kann als mehrmalige Psychiatriepatientin bestätigen, dass es so in Psychiatrien abläuft. Ich frage mich, ob die Autorin das wirklich nur recherchiert hat (wenn ja, dann hat sie gute Arbeit geleistet) oder selbst Erfahrungen mit der Psychiatrie gemacht hat.

Das Buch hat mich gefesselt und ich habe mit Fee und Markus von der ersten bis zur letzten Seite mitgelitten.

Das Ende fand ich sehr schön gelöst und es passte gut zum Rest der Geschichte. Auch das kleine Tribute an Chester Bennington, den ehemaligen Sänger von Linkin Park, fand ich sehr schön eingewoben.

Von mir kriegt das Buch daher fünf Herzchen.

Über die Autorin

Sabrina Schuh wurde 1987 geboren. Sie ist nicht nur Fachfrau für Bücher-Marketing und Lektorin, sondern schreibt auch selbst. Unter verschiedenen Namen hat sie bereits in Anthologien veröffentlicht und wagte 2018 mit „Unter schwarzen Federn“ den Schritt zur Romanautorin. Sie lebt mit Mann, Kind und Hund im schönen Franken.

Mein Fazit

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und mit Vorurteilen über Psychiatrien aufräumt – ich empfehle es gerne weiter.

Meine Bewertung

5herzchen

 

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3 Kommentare zu “Rezension: „Unter schwarzen Federn“ von Sabrina Schuh

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