Rezension: „Erotische Intelligenz“ von Anne Heintze

Titel: Erotische Intelligenz: Hochsensibel lieben und sinnlich lebenerotische intelligenz
Autorin: Anne Heintze
Genre: Sachbuch, Ratgeber
Verlag:
  Integral
Seiten: 254
Jahr: 2017
ISBN: 978-3-7787-9277-3
Format: Taschenbuch
Preis: 16,99 €

Klappentext

Mit allen Sinnen leben und lieben

Wahre Liebe finden und beglückende Sexualität erleben – gerade hochsensible Menschen verfügen über besondere Fähigkeiten, um diese Träume Wirklichkeit werden zu lassen. Der Schlüssel dafür ist die erotische Intelligenz: die Entfaltung der eigenen Sinnlichkeit, die in allen Lebensfeldern genutzt und ausgiebig genossen wird.

Dieses Buch zeigt, wie du dich voll und ganz der sinnlichen Liebe öffnen kannst – der Liebe zum Leben, zu dir selbst und zu deinem Partner.

Der Weg erfüllender Liebe und einem genussvollen Leben – mit tief gehenden Übungen aus der tantrischen Liebeskunst.

Meine Meinung

Zunächst möchte ich mich ganz herzlich beim Integral Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Es hat eine Weile gebraucht, bis ich dazu kam, das Buch zu lesen – doch es hat sich voll und ganz gelohnt.

Ich weiß ja schon längere Zeit, dass ich hochsensibel bin und es gibt auch viele tolle Bücher über dieses Thema. Aber „Erotische Intelligenz“ sticht da heraus, da es speziell um die Liebe und Sexualität von Hochsensiblen geht.

Gleich zu Beginn des Buches findet man einen Selbsttest zum Ausfüllen, mit dem man seine erotische Intelligenz überprüfen kann. Ich fand den Test sehr aufschlussreich und habe noch einiges über mich selbst gelernt.

Anne Heintze beantwortet danach die Frage, was erotische Intelligenz überhaupt ist und wie man Hochsensibilität ebenfalls als eine Form der Intelligenz verstehen kann. In ihrem Kapitel „Klug und sexy“ geht sie auf die Sapiosexualität ein. Sapiosexuell sind Menschen, die Intelligenz attraktiv finden und sich davon sexuell angezogen fühlen. Ich fand es sehr schön, dass das Thema angeschnitten wurde, denn besonders unter Hochsensiblen scheint es viele Sapiosexuelle zu geben.

Immer wieder gibt uns die Autorin Listen mit Fragen zur Selbstreflexion an die Hand. Hast du dich zum Beispiel schon einmal gefragt, was der höchste Preis war, den du für’s Glücklichsein jemals bezahlt hast? Oder welche Musik dich am meisten berührt? Es geht dabei um das Glück und die Sinnlichkeit im Leben.

Auch auf die Selbstliebe geht die Autorin in einem Kapitel ein. Ein schwieriges Thema, meiner Meinung nach. Aber die Message ist klar: Nur wer sich selbst liebt, ist auch fähig, anderen Menschen Liebe zu geben. Umso wichtiger ist es, sich selbst zu schätzen. Das hat auch überhaupt nichts mit Egoismus zu tun. Ich fand das Kapitel sehr schön und interessant. Anne Heintze gibt Tipps, wie man sich selbst die Freundschaft anbieten kann. Außerdem gibt es wieder Fragen zur Selbstreflexion, wie es um die eigene Selbstliebe steht.

Ein sinnliches Leben zu führen bedeutet auch, mit allen Sinnen zu leben. Auch dafür hat Anne Heintze ein paar Übungen parat, wie man lernen kann, mehr auf seine Sinne zu achten. Ich fand diese Übungen sehr hilfreich.

Schön fand ich auch das Kapitel zu den Geschlechtern. Auch hier gibt es wieder Reflexionsfragen, wie man selbst zu seinem Geschlecht steht und wie man sich damit identifiziert. Ein bisschen schade fand ich hierbei, dass nur auf Mann und Frau eingegangen wird und nicht etwa auf ein drittes Geschlecht. Das hat mir ein wenig gefehlt.

Das Kapitel für Singles und Mingles hat mir besonders gut gefallen. Es ging u. a. darum, ob man wirklich bereit für eine Partnerschaft ist und wie man den richtigen Partner findet. Aber auch Mingles, Leute, die zwar kurze Techtelmechtel eingehen, aber sich nicht binden wollen, wurden thematisiert, genauso wie die Bindungsangst.

Aber natürlich gab es auch ein Kapitel über die Partnerschaft. Darin wurden sowohl Tipps gegeben, wie man gute Beziehungsgespräche führen kann, wie auch Reflexionsfragen zur Partnerschaft an sich. Das Buch eignet sich also sowohl für Singles, als auch für Leute, die in einer Partnerschaft leben.

Auch das Thema Sexualangst wurde angesprochen, was ich persönlich sehr toll fand, da es viele junge Frauen (und Männer?) betrifft. Angst und Hemmungen vor Sex kommt häufiger vor, als man denkt. Ich fand es schön, dass Anne Heintze auch auf dieses Thema in ihrem Buch einging und es beleuchtete. Gleichzeitig stellte sie den „Slow Sex“ vor, eine Art von Sex, die nichts mit der Jagd nach dem Orgasmus zu tun hat, sondern von einem langen Vorspiel und bewussten Berührungen gekennzeichnet ist.

Gegen Ende des Buches ging sie noch auf Tantra und Kamasutra ein. Das letzte Kapitel stellt Übungen vor, wie man selbst Tantra ausprobieren kann, zunächst allein und dann mit dem Partner innerhalb von sieben Nächten. Die Übungen rufen ein völlig neues Körpergefühl und eine besonders starke Lust hervor. Ich kann es jedem nur ans Herz legen, die Übungen auszuprobieren, auch wenn sie zunächst etwas merkwürdig erscheinen könnten.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es war informativ und interessant, hat viele Themen angesprochen, die mich selbst betreffen und hat meinen Horizont erweitert.

Für mich ganz klar ein 5-Herzchen-Buch.

Über die Autorin

Anne Heintze ist Expertin auf dem Gebiet Hochsensibilität, Hochbegabung, Hochsensitivität und Vielbegabung (Scanner-Persönlichkeiten). Sie arbeitet als Coach, Autorin und Therapeutin bei Frankfurt/Main. Seit 1988 hilft Menschen, die ihr Leben verändern wollen.

Mein Fazit

Eine informative und interessante Lektüre für Hochsensible und alle, die ein sinnlicheres, leidenschaftlicheres Leben führen wollen.

Meine Bewertung

5herzchen

 

Advertisements

Ein Kommentar zu “Rezension: „Erotische Intelligenz“ von Anne Heintze

  1. Pingback: Monatsrückblick April 2018 | Myna Kaltschnee

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.