Rezension: „Valkyrie – Zurück ins Jetzt“ von Tina Skupin

Autorin: Tina Skupin
Genre: (Urban) Fantasy
Verlag:
  ohneohren Verl.
Seiten: 512
Jahr: 2018
Format: Kindle E-Book
Preis: 3,49 €

Klappentext

Wo einst Walküren, Trolle und sagenhafte Wesen wandelten, erhebt sich nun die Skyline Stockholms in den Himmel. Menschen bevölkern die Straßen, gehen ihrer Wege und bewältigen ihren Alltag. Doch in den Eingeweiden der Stadt rumort etwas.

Eine Walküre namens Frida arbeitet am Ticketschalter einer U-Bahn-Station, ein Drachenboot ankert in der Nähe der Altstadt und eine eigentlich tote, aber sehr aktive Wissenschaftlerin im Kleinformat versucht herauszufinden, wohin das geheimnisvolle Asgard der Götter verschwunden ist. Was mag geschehen, wenn Sagenwesen aufeinandertreffen, Monster sich aus der Finsternis erheben und über allem der Hauch alter Mythen schwebt?

Meine Meinung

Als mich Tina Skupin anschrieb und fragte, ob ich Lust hätte, ihr Buch „Valkyrie – Zurück ins Jetzt“ zu lesen und zu rezensieren, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich hatte bereits zwei andere Bücher der Autorin gelesen und kannte daher ihren Schreibstil, der mir stets sehr gut gefallen hat. Da ich neugierig war auf ihre neuste Geschichte, bat ich sie um ein Rezensionsexemplar. Noch einmal vielen lieben Dank dafür!

Das Buch hat ein sehr ansprechendes Cover. Es zeigt eine Walküre, so wie man sich die Protagonistin vorstellt. Fehlt nur noch das Schwert, das sie stets bei sich trägt. Doch ich denke, es ist schwierig, ein Bild für ein Fantasycover zu finden, das 100 % der Vorlage entspricht. Daher finde ich dieses Cover bereits gut gewählt und wirklich hübsch. <3

Im Buch geht es um Frida, eine Walküre, die aus ihrer Heimat – dem alten Asgard – gerissen wird und im heutigen Stockholm erwacht. Mir hat die Ich-Erzählerin von Anfang an gut gefallen. Sie ist mutig und intelligent. Aber auch andere Figuren fand ich toll, zum Beispiel den etwas trotteligen Jocke (über den am Ende des Buches noch ein Geheimnis gelüftet wird), die aufgeweckte Imp und natürlich Sven, für den Frida eine Schwäche entwickelt. Was habe ich gehofft, dass die beiden am Ende noch zusammen kommen – ob mein Hoffen erfüllt wurde, möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten.

Die Geschichte war spannend von der ersten Seite an und weiß zu überraschen. Außerdem ist es durchaus auch humorvoll geschrieben und ich musste an so mancher Stelle schmunzeln. Tina Skupin hat einen ausgezeichneten Humor, der in ihren Büchern immer wieder hindurchblitzt.

Was mir ein bisschen schwer fiel, war, mir die ganzen Bezeichnungen der Fabelwesen zu merken. Es sind Gestalten aus der nordischen Mythologie, sogenannte Norsen und die meisten Bezeichnungen waren mir nicht bekannt. Ich weiß nicht, wie viel es davon wirklich in der Mythologie gibt und was Tina Skupin dazuerfunden hat, da kenne ich mich in der Materie zu wenig aus. Aber die Autorin hat stets versucht zu erklären, um was es sich bei den Fabelwesen handelt. Das ist ihr auch meist gut gelungen. Aber merken konnte ich mir viele Begriffe und Namen trotzdem nicht.

In der Geschichte kommen immer wieder Schwertkämpfe vor. Ich hatte mich gefragt, woher die Autorin so gut weiß, wie sich ein solcher Kampf anfühlt und wie man mit einem Schwert umgeht – bis ich in der Autorenbiografie am Schluss des Buches las, dass Tina Skupin selbst eine Schwertkämpferin ist. Das erklärt natürlich einiges. Die Erfahrung, die sie damit in die Geschichte miteingewoben hat, hat die Handlung noch viel authentischer und spannender gemacht.

Das Buch ist über 500 Seiten lang – eigentlich ein K.O.-Kriterium für mich, wenn ich mir Bücher aussuche, die ich lesen möchte. Aber dieses habe ich wirklich schnell gelesen, weil es so spannend und interessant war. Ich kann es Fans von Mythologie und Fantasy wirklich nur ans Herz legen.

Für mich ist es eindeutig ein 5-Herzchen-Buch. Ich hatte eine schöne Lesezeit damit und es wird sicher nicht das letzte Buch sein, das ich von Tina Skupin gelesen habe.

Über die Autorin

Tina Skupin wurde 1977 geboren und wuchs im schönen Völklingen an der Saar auf. Sie machte ihren Doktor in Geografie und hatte 2016 ihr Debüt mit einem Ratgeber für Auswanderer. Sie schreibt vor allem gerne fantastische Geschichten. Die Autorin lebt mit ihrem Partner und ihrer kleinen Tochter im schwedischen Stockholm.

Mein Fazit

 

Spannend, unterhaltsam und erfrischend anders – ich kann dieses Buch nur empfehlen!

Meine Bewertung

5herzchen

 

 

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3 Kommentare zu “Rezension: „Valkyrie – Zurück ins Jetzt“ von Tina Skupin

  1. Huhu!

    Ich lese seit einigen Monaten nur noch recht selten Fantasy, aber das hier könnte genau meine Kragenweite sein. :-) Ich mag es einfach, wenn Fantasy so ein bisschen bösen Humor hat.

    Nordische Mythologie spricht mich auch direkt an! Da kenne ich mich zwar lange nicht so aus, wie ich das sollte, wenn man bedenkt, dass meine Familie mütterlicherseits aus Norwegen kommt, aber was ich kenne, ist sehr interessant. (Meine Oma glaubt tatsächlich an vieles davon, zum Beispiel ist sie überzeugt, dass es wirklich Trolle gibt, jedenfalls in Norwegen.)

    Dicke Wälzer sind für mich kein Problem, wenn das Buch spannend ist! :-)

    LG,
    Mikka
    [ Mikka liest von A bis Z ]

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