Rezension: „Der Angstfresser“ von Tanja Hanika

Titel: Der AngstfresserDer Angstfresser cover
Autorin: Tanja Hanika
Genre: Horror
Verlag:
  Selfpublisher
Seiten: 204
Jahr: 2018
ISBN: 978-1985232167
Format: Taschenbuch
Preis: 11,99 €

Klappentext

Angst, Blut und Schmerz.

Chester Harris will mehr davon. Er ist Horrorautor und es stellt ihn nicht länger zufrieden, die Leser mit seinen Gruselgeschichten zu erschrecken. Daher lädt er zu einem Horrorabend ein, der seinen ahnungslosen Gästen alles abverlangt. Sie müssen ein Spiel um Leben und Tod überstehen, indem sie die eigenen Grenzen überschreiten. Angst, Blut und Schmerz stehen auf Chesters Speiseplan und er wird viel davon bekommen.

Warnung: Der Horrorroman enthält explizite Gewaltdarstellungen und abstoßende Details.

Meine Meinung

Als mich Tanja Hanika fragte, ob ich gerne ihren neusten Horrorroman lesen und rezensieren möchte, war ich sofort dabei, denn ich hatte ihre Bücher ja schon in der Vergangenheit immer verschlungen. „Der Angstfresser“ – so warnte sie mich – sei allerdings krasser als alles, was sie bisher geschrieben habe. Mit hohen Erwartungen ging ich an das Buch heran und wurde nicht enttäuscht.

Das Cover zeigt einen schwarzen Umriss eines Mannes auf rotem Hintergrund. Ich finde das Cover sehr gelungen und ansprechend. Auch wenn es mich zunächst eher an einen Thriller, als an ein Horrorbuch erinnerte. Auch den Titel fand ich klasse und sehr vielversprechend.

Das Buch startet mit einem gepfefferten Prolog, der es in sich hat. Man kann fast sagen, der Prolog ist eines der schlimmsten Teile des Buches. Feinfühlige Menschen seien hier gewarnt: „Der Angstfresser“ ist blutig und brutal. Doch wer sich auf eine angstvolle Reise begeben möchte, der macht mit dem Buch sicher nichts falsch.

Die Geschichte wird von Kapitel zu Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Mal aus der Sicht des „Angstfressers“ Chester Harris, mal aus der von Ethan, einem Nachwuchsschriftsteller und großen Chester-Harris-Fan, mal aus der von dessen Freundin June oder den anderen Gästen des „Horrorabends“. Diese wechselnden Perspektiven brachten eine abwechslungsreiche Dynamik und gewisse Tiefe in die Geschichte. Das hat mir sehr gut gefallen.

Was mir positiv aufgefallen ist, dass Tanja Hanikas Schreibstil sich im Laufe der Jahre sehr verbessert hat. Waren in ihren früheren Büchern hier und da noch holprige Formulierungen, so war dieser Roman nahezu perfekt geschrieben. Ich liebte ihre Metaphern und klischeelosen Vergleiche. Außerdem beschrieb sie selbst grässliche Details so genau, dass man es sich bildhaft vor dem inneren Auge vorstellen konnte.

Und grässlich wird es in dem Buch mehrmals. Wer Geschichten über wahnsinnige Charaktere mit einer ordentlichen Portion Blut und Schmerz mag, der kommt hier ganz auf seine Kosten.

Ich habe es schon einmal gesagt und ich kann es nur noch einmal wiederholen: Tanja Hanika schreibt Horror mit Leib und Seele – und das merkt man. Ich bewundere sie um ihre (krassen) Ideen und ihren bildhaften Schreibstil. Ich fand diesen Horrorroman besser, als so einiges anderes, was ich in diesem Genre gelesen habe. Ja, sogar besser als manche Geschichten von Stephen King (siehe diese Rezension). Und das will was heißen.

Ich kann ihr nur wünschen, dass sie den Erfolg bekommt, den sie sich redlich verdient hat. Das Buch gehört definitiv zu meinen Favoriten von 2018 und wird uns sicher bei meinen Lesehighlights Anfang 2019 wieder begegnen.

Für mich ganz klar ein 5-Herzchen-Kandidat.

Über die Autorin

Tanja Hanika wurde 1988 in Speyer geboren und wuchs in Rheinland-Pfalz auf. Als sie mit acht Jahren eine Kinderversion zu Bram Stokers „Dracula“ las, entstand ihr Interesse, selbst Schauergeschichten zu schreiben. Ab 2008 studierte sie an der Universität Trier Germanistik und Philosophie. Heute lebt die Autorin mit ihrer Familie und ihren beiden Katzen in der Eifel. Mehr Informationen findest du auf ihrer Homepage.

Fazit

Blutig, brutal, gruselig – „Der Angstfresser“ ist krass, aber spannend. Ich empfehle ihn allen Horrorfans gerne weiter.

Meine Bewertung

5herzchen

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3 Kommentare zu “Rezension: „Der Angstfresser“ von Tanja Hanika

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