#Depribattle | Woche #3

Heyho!

Schön, dass du bei mir vorbeischaust. Vor drei Wochen habe ich mein #Depribattle (mehr Infos dazu hier) gestartet und mich mutig in den Kampf gegen Depression und Ängste begeben.

Wie die Woche vom 23. bis 29. Juni 2018 gelaufen ist, verrate ich dir in diesem Blogpost. Er ist eine Art Tagebuch, in das ich Updates während der einzelnen Wochentage geschrieben habe.

Achtung! Triggergefahr!

In diesen Beiträgen schreibe ich ziemlich hoffen und ehrlich über meinen Alltag. Es könnte passieren, dass ich Depression, Angstzustände, SVV oder andere Symptome bei Menschen triggere, die dafür anfällig sind.

#Depribattle

23. Juni 2018 – 15:05 Uhr

Mir geht’s schlecht. Gestern hatte ich noch richtig viel Antrieb und Motivation und jetzt fühle ich mich wie durchgekaut und ausgekotzt.

Das liegt aber nicht unbedingt nur an der Depression, sondern vor allem auch daran, dass es meinem Lieblingsmenschen heute richtig dreckig geht. Das tut mir so in der Seele weh, dass es mich auch runterzieht.

Dabei ist er an seinem Unglück auch ein klein wenig selbst Schuld. Er hätte ja auch einfach zu mir kommen können, dann hätten wir das Beste aus dem Tag gemacht und es wäre ihm sicher besser gegangen (und mir auch). Aber er kam nicht. Das tut weh, aber ich kann nichts daran ändern.

Und zu ihm gehen kann ich nicht, weil ich da eine weite Strecke mit der S-Bahn fahren müsste und das ist mir momentan einfach nicht möglich (Scheißängste!). Außerdem glaube ich, dass er in einem Zustand ist, in dem ich ihm nur ungern begegnen möchte.

Ich fühle mich selbst mal wieder wie ein Versager und habe das Gefühl, nichts zu können. Dabei habe ich erst gestern wieder eine Anfrage für eine Anthologie bekommen. Demnach kann meine Schreibe ja nicht sooo schlecht sein. Zumal ich vorgestern auch schon solch eine Anfrage bekommen habe – die häufen sich gerade ein bisschen.

Mich macht das natürlich stolz, denn ich freue mich immer, wenn ich einen Beitrag zu gemeinschaftlichen Werken leisten darf.

Aber diesen Stolz kann ich heute nicht so richtig greifen. Alles verschwimmt in einem grauen Nebel, den ich kaum durchdringen kann. Ich glaube, ich gehe wieder zurück ins Bett – vielleicht geht es mir ja gegen später wieder etwas besser.

23. Juni 2018 – 21:17 Uhr

Mir geht’s wieder besser. Ich schreibe gerade an einer neuen Kurzgeschichte und hoffe, dass sie was wird. Sie ist für eine der Anthologien gedacht und ich wage mich wirklich in ein Terrain vor, in dem ich mich noch nie bewegt habe.

Ich habe große Angst, dass ich es vermassle. Aber auf der anderen Seite ist es einen Versuch wert. Ich darf die Chance nicht einfach so verstreichen lassen. Wenn es Mist ist, ist es Mist, aber man kann auch aus dem größten Mist noch was Brauchbares machen. Es geht jetzt erst mal um die Rohfassung und die darf auch ruhig schlecht sein. Ich kann sie ja später noch umschreiben und ich habe auch noch fast vier Wochen Zeit.

Jedenfalls bin ich voll motiviert, das Ding zu schreiben und bei der Anthologie mitzumachen und das ist doch schon einmal das Wichtigste, oder?

24. Juni 2018  – 19:06 Uhr

Heute geht es mir wieder schlecht. Ich habe mich den halben Tag im Bett aufgehalten. Erst ein bisschen gelesen und dann versucht, zu schlafen. Aber mir ging die ganze Zeit die Kurzgeschichte von gestern im Kopf herum. Mir fielen noch ein paar Details ein, die ich ändern wollte. Ich habe leider überhaupt keine Ahnung, ob die Geschichte etwas taugt oder nicht. Und ich habe furchtbare Angst davor, mich damit zu blamieren. Wie gesagt, es war mal etwas völlig Neues und ich weiß nicht, ob ich das so gut umsetzen konnte, wie mir das im Kopf herumgeschwebt ist.

26. Juni 2018 – 22:33 Uhr

Es steht mittlerweile 13:5 für die Disziplin. Heute war ein blöder Tag. Eine Verwandte hat eine Diagnose bekommen, mit der nicht zu scherzen ist. Noch hinzu kommt, dass sie ein paar Stunden später einen Autounfall hatte und jetzt mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung zum Arzt musste. Ich mache mir wirklich Sorgen um sie.

Gleichzeitig mache ich mir ein bisschen Kopf wegen meiner Kurzgeschichte, die ich am Wochenende geschrieben habe – ich habe sie nämlich zwei Testleserinnen geschickt und jetzt habe ich richtig Angst, dass sie die Geschichte auseinander nehmen. Wobei ich ja weiß, dass ihre Kritik in der Regel sehr konstruktiv ist. Aber ich habe Angst, dass die Geschichte so schlecht ist, dass man sie selbst mit einer Überarbeitung nicht mehr retten kann.

Diese Dinge haben mich heute etwas runtergezogen, aber irgendwie habe ich den Tag überstanden. Und ich habe das siebte Studienheft meines Fernstudiums beendet. Jetzt fehlt nur noch die Einsendeaufgabe, dann kann ich zum achten Heft weiterhüpfen. Das, als kleinen Erfolg zum Abschluss des Tages.

28.06.2018 – 15:32 Uhr

Irgendwie kränkel ich ein bisschen herum. Gestern ist mir schlecht geworden und Durchfall habe ich auch. Außerdem bekam ich letzte Nacht dermaßen Bauchweh, dass ich schon gedacht habe, mir platzt der Magen. Das war wirklich heftig. Und schlecht war mir auch und wenn ich aufstand, hatte ich das Gefühl gleich ohnmächtig zu werden. Also, irgendetwas stimmt nicht mit mir.

Heute habe ich mich deshalb auch noch nicht getraut, etwas zu essen, aus Angst, dass die Schmerzen zurückkommen. Depressiv bin ich übrigens auch ein wenig. Gestern auch schon, da habe ich mich wieder viel ins Bett verkrochen. Bin auch sehr spät aufgestanden, erst gegen 16 Uhr.

Der Punkt von gestern geht also an die Depression. Damit steht es 13:6. Welche Seite den Punkt für heute kriegt, bin ich mir noch nicht sicher. Das wird der Tag zeigen.

Wochenfazit

Diese Woche lief leider nicht so gut, aber ich habe Hoffnung, dass die nächste Woche wieder besser wird. Momentan steht es 13:7 für die Disziplin. Das ist ein gutes Ergebnis und ich bin zufrieden damit.

Achtung!

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Ein Kommentar zu “#Depribattle | Woche #3

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