#Depribattle | Woche #10

Heyho!

Schön, dass du bei mir vorbeischaust. Vor zehn Wochen bin ich ins #Depribattle von der lieben Thekla von Wintermohn eingestiegen (mehr Infos zum Ablauf  hier).

Ich habe meiner Depression und meinen Ängsten den Kampf angesagt und berichte hier immer freitags mit wöchentlichen Updates von meinen Erfolgen und Misserfolgen.

Es ist wie eine Art Tagebuch aufgebaut. Manchmal schreibe ich mal ein paar Tage nichts, aber ich versuche, möglichst regelmäßig Updates reinzuschreiben.

Hier geht es also um die 10. Woche, die vom 11. bis 17. August 2018 dauert.

Achtung! Triggergefahr!

In diesen Beiträgen schreibe ich ziemlich hoffen und ehrlich über meinen Alltag. Es könnte passieren, dass ich Depression, Angstzustände, SVV oder andere Symptome bei Menschen triggere, die dafür anfällig sind.

#Depribattle

11. August 2018 – 14:55 Uhr

Heute war ich schon fleißig und habe mich endlich mal dazu überwunden, in der Wohnung staubzusaugen. Das schiebe ich schon einige Tage vor mir her. Bei allem, was ich tue, bleibt der Haushalt meistens liegen. Das muss ich unbedingt besser in den Griff bekommen. Ich muss einen struktuierteren Tagesablauf bekommen. Nicht bis mittags in den Federn liegen. Dabei ist das Schwierigste am Tage, aus dem Bett zu kommen. Das braucht enorm viel Willenskraft.

Wo sind die Tage hin, an denen ich freiwillig aus dem Bett gesprungen bin? Eben weil ich eine Menge Zeit zur freien Verfügung hatte. Wo sind die Tage hin, an denen ich vor Motivation und Kreativität geradezu sprühte?

Es steht übrigens 39:22 für die Disziplin. Der gestrige Tag verlief wirklich gut. Ich habe die Überarbeitung meiner Gruselgeschichte abgeschlossen. Jetzt ist heute evtl. eine andere Kurzgeschichte dran.

13. August 2018 – 23:39 Uhr

Heute ging’s mir schlecht. Die Depression war wieder da und hat mir zugeflüstert, dass ich nichts bin, nichts kann und nur versage. In letzter Zeit ist es nicht so gut gelaufen bei mir, was die Schriftstellerei anbelangt und das zieht mich doch ziemlich runter. Manchmal frage ich mich, wozu ich das überhaupt noch mache. Aber ich kann einfach nicht anders, als zu schreiben. Ich bilde mir ein, dass ich das gut kann. Zumindest war das immer das Feedback in der Schule gewesen. Aber was erwartet man schon im Deutschunterricht im Vergleich zur echten Schriftstellerei? Da liegen Welten dazwischen.

Ganz ehrlich? Im Moment würde ich mich am liebsten irgendwo verstecken, wo mich keiner mehr findet. Aber das wäre feige. Und ich bin kein Feigling. Zumindest ist das auch etwas, das ich mir einrede …

Der heutige Punkt geht an die Depression. Somit steht es 40:24 für die Disziplin.

16. August 2018 – 21:39 Uhr

Die letzten Tage ging es mir wirklich schlecht. Ich habe kaum etwas getan und hing nur im Bett und auf dem Sofa herum.  Ich konnte mich einfach zu nichts aufraffen und wollte mich nur noch verstecken. Düstere Gedanken quälten mich und meine inneren Dämonen flüsterten mir zu, dass ich eine Versagerin sei.

Doch heute ging es mir wieder ein klein wenig besser. Nicht viel, aber ich habe wieder ein bisschen Hoffnung, dass mein Leben doch noch schön verlaufen könnte. Dass eine helle Zukunft auf mich wartet, abseits der Melancholie und Traurigkeit.

Wir werden sehen …

Wochenfazit

Diese Woche war eher negativ. Die Depression hat mir das Leben schwer gemacht und ich war auch längst nicht so viel online wie sonst. Ich habe mich viel verkrochen. Hoffen wir, dass die nächste Woche wieder etwas positiver wird.

Es steht derzeit 42:25 für die Disziplin.


Achtung!

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4 Kommentare zu “#Depribattle | Woche #10

  1. Au weh, das kingt nicht gut. Leider sind solche Wochen auch immer mal wieder dabei und wenn es blöd kommt, bleibt es nicht bei einer Woche.
    Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie man in so einer Phase überhaupt noch kreativ sein kann, ehrlich gesagt. Dass da die Selbstzweifel aufkommen, ist klar. Ich kann Dir sagen, dass die selbst dann kommen, wenn man objektiv beruflich erfolgreich ist und die Tatsachen sprechen lassen könnte. Doch man schiebt das dann auf Zufall oder unverdientes Glück, weil einem die Krankheit Dinge einredet, die gar nicht so sind, wie sie in dem Moment scheinen. Sich selbst oder das, was man macht, in so einer schlechten Phase zu bewerten, kann also nur schief gehen. Ich denke, Du weißt das sowieso, auch wenn man diese Gedanken nicht abstellen kann.
    Ich wünsche Dir, dass es bald wieder aufwärts geht, Du mehr Energie hast und viele schöne Dinge machst und siehst!
    Liebe Grüße
    Gabi

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Gabi,

      vielen Dank für deine lieben Worte.

      In der Tat war ich in letzter Zeit nicht sehr kreativ. Ich habe hier und da mal ein bisschen überarbeitet, aber das war’s auch schon. Doch heute fühle ich mich wieder etwas besser und werde versuchen, wieder etwas produktiver zu sein.

      Ja, das ist zum Verrücktwerden mit den Selbstzweifeln. Selbst wenn alles gut läuft, kommen sie immer wieder angeschlichen. Echt? Ich hätte nicht gedacht, dass das einem erfolgreichen Menschen immer noch widerfährt. Aber du hast recht, das ist wohl unabhängig von Erfolg, ob man an sich selbst zweifelt oder nicht.

      Liebste Grüße
      Myna

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      • Sorry, dass ich so lange getrödelt habe mit dieser Antwort (musste mich erst aus einem Tief rausbuddeln …).

        Das mit den Selbstzweifeln ist eine ganz tückische Sache. Ich mache meinen jetzigen Job schon über 20 Jahre und habe mich zur Stellvertreterin hochgearbeitet, hab in Zeiten, als es keinen Chef gab, 2,5 Jahre die Abteilung erfolgreich geleitet und mein Rat und meine Meinung wird sehr häufig gesucht, auch vom Chef. Man müsste glauben, dass ich mir dann inzwischen sicher bin, meinen Job im Griff zu haben. Aber in einer depressiven Episode traue ich ihn mir nicht mehr zu. Mein Kopf weiß, dass ich dazu gar keinen Grund habe, aber mein Gefühl lässt sich davon nicht überzeugen. Auch nicht von über 20 Jahren gegenteiliger Erfahrungen.
        Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es jemandem geht, der noch nicht so fest im Sattel sitzt oder etwas Kreatives macht, was ja sowieso sehr oft mit Unsicherheiten verbunden ist.

        Da kann man wohl nur im Hinterkopf behalten, dass man in so einem Tief seinem eigenen Urteil nicht mehr trauen kann. Und genießen, wenn die Kreativität sprudelt, was sie im Augenblick bei Dir hoffentlich wieder tut!!!

        Liebe Grüße
        Gabi

        Gefällt 1 Person

      • Hallo liebe Gabi,

        du brauchst dich doch nicht zu entschuldigen. Ich habe dafür vollstes Verständnis.

        Oh verstehe, na wenn es sogar dir mit über 20 Jahren Erfahrung noch so geht, dann beruhigt mich das fast ein bisschen. Ich bin momentan an einem Punkt in meinem Leben, in dem ich nicht weiß, wie es beruflich mit mir weitergehen soll. Derzeit bin ich ja nicht berufstätig bzw. in Rente, aber ich mache mir natürlich auch Gedanken über die Zukunft. Naja, kommt Zeit, kommt Rat – hoffe ich jetzt einfach mal.

        Danke für deine lieben Worte. Das hat wirklich gutgetan.

        Liebste Grüße
        Myna

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