Rezension: „Tropfen der Ewigkeit“ von Eva-Maria Obermann

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Titel: Tropfen der Ewigkeit (Märchenspinnerei, Book 13)tropfen der ewigkeit cover
Autorin: Eva-Maria Obermann
Genre: Märchenadaption, Steampunk, Young Adult
Verlag:
  Selfpublishing
Seiten: 200
Jahr: 2018
ISBN: 978-3961116423
Format: Kindle E-Book (auch als Taschenbuch erhältlich)
Preis:  3,49 € (bzw. 12,99 €)

Klappentext

„Ein Mädchen im Turm
Eine fürsorgliche Mutter
Ein furchtbares Geheimnis

Valeria lebt ein behütetes Leben unter den wachsamen Augen ihrer Mutter, der berühmten Ärztin und Erfinderin Stella Asterida, bis beide in einer Nacht und Nebelaktion im Ätherschiff fliehen müssen. Im neuen Heim darf sie ihr Turmzimmer kaum noch verlassen. Valeria ist einem Geheimnis auf der Spur in dessen Zentrum sie selbst und die grausame Geschichte um ihren Vater – der Drache, der keiner ist – stehen. Dabei kann sie niemandem vertrauen. Nicht Stella, die für ihren größten Traum zu allem bereit ist. Nicht Minna, ihrer stummen Freundin, die selbst in Anschläge auf Valeria verwickelt zu sein scheint. Nicht einmal sich selbst. Valeria muss eine folgenschwere Entscheidung treffen, um sich nicht selbst zu verlieren.

Rapunzel mal anders: In „Tropfen der Ewigkeit“ lässt Eva-Maria Obermann Rapunzel im Steampunk-Milieu auferstehen. Der Klassiker aus der grimmschen Märchensammlung wird zum spannenden Kampf um Wahrheit und Selbstbestimmung.

13. Band der Märchenspinnerei“

Meine Meinung

Zunächst einmal möchte ich mich ganz herzlich bei der Autorin Eva-Maria Obermann für das Rezensionsexemplar bedanken.

Das Cover und der Titel haben mich sofort angesprochen. Auf dem Cover sieht man das halbe Gesicht eines schwarzen Mädchens – was gut zur Protagonistin Valeria passt. Ich habe sie mir die ganze Lesezeit über wie das Mädchen auf dem Cover vorgestellt. Auch die Zahnräder als Steampunkelemente und der Turm passen gut zu der Geschichte und haben mich sofort begeistert.

Der Titel „Tropfen der Ewigkeit“ hat sich mir lange nicht erschlossen, doch gegen Ende wird klar, warum die Geschichte so getauft wurde.

Das Märchen „Rapunzel“ wurde gut in der Geschichte verwoben und es finden sich immer wieder Hinweise auf das Originalmärchen, z. B. Valerias langer Zopf, das Zimmer im Turm, etc. Das fand ich sehr gut umgesetzt.

Ich muss zugeben, ich bin mit Valeria am Anfang nicht ganz warm geworden. Sie fügt sich allem und tut nichts gegen ihre Lage. Erst später fängt sie an zu kämpfen und zeigt endlich, was alles in ihr steckt. Man denkt zunächst, sie sei ein naives, unwissendes Kind, aber dann erfährt man wie viel Wissen in Valeria steckt und dass sie sehr wohl eine Kämpfernatur ist. Vor allem wenn man sie gegen Ende der Geschichte betrachtet, sieht man, dass sie sogar bereit ist, für ihre Ziele zu sterben. Das fand ich sehr stark.

Auch die anderen Figuren waren gut ausgearbeitet. Meine Lieblingsfigur war wohl Minna, Valerias Dienstmädchen. Sie kann nicht sprechen und hat doch immer wieder mit Valeria kommuniziert. Das fand ich sehr schön dargestellt.

Der Schreibstil war sehr flüssig und hat mir gut gefallen. Hier und da waren noch Tippfehler im Buch und ein paar Mal wurde ein Satz mit einem Punkt beendet, obwohl da eigentlich ein Fragezeichen hingemusst hätte. Aber das hat mich nicht groß gestört. Sowas kann vorkommen und vielleicht können die Fehler in der 2. Auflage ausgemerzt werden.

Der Schluss war zwar spannend, aber an manchen Stellen hat Valeria Dinge begriffen, die sie davor nicht gewusst hat – und das so plötzlich, dass es mir manchmal rätselhaft war, woher jetzt der Gedankenblitz kam. Zum Beispiel, wer Gideon wirklich ist (das verrate ich an dieser Stelle nicht, musst du selbst nachlesen. :D). An diesen Stellen hat mir die Autorin zu sehr ins Geschehen eingegriffen.

Insgesamt hat mir das Buch – vor allem auch wegen seiner Steampunkelemente – wirklich gut gefallen. Es bekommt daher von mir vier Herzchen und eine Leseempfehlung!

Über die Autorin

Eva-Maria Obermann wurde 1987 am Rande der Pfalz geboren. Sie studierte Literatur- und Medienwissenschaften und promoviert derzeit in Literaturwissenschaft. Sie veröffentlichte bereits mehrere Bücher in Verlagen und im Selfpublishing. „Tropfen der Ewigkeit“ ist ihr erster Roman, der im Steampunk-Milieu stattfindet.

Mein Fazit

Eine tolle Märchenadaption zu „Rapunzel“ mit einer starken Hauptfigur – ich empfehle das Buch gerne weiter.

Meine Bewertung

4herzchen


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3 Kommentare zu “Rezension: „Tropfen der Ewigkeit“ von Eva-Maria Obermann

  1. Sehr schöne Rezension, ich spiele schon seit dem Erscheinen mit dem Gedanken das Buch zu lesen, somit kommt es jetzt endgültig auf meine Wunschliste!

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  2. Pingback: Monatsrückblick August 2018 | Myna Kaltschnee

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