Rezension | „Drei aus dem Ruder“ von Annette Lies

(Unbezahlte Werbung)drei aus dem ruder cover

Titel: Drei aus dem Ruder
Autorin: Annette Lies
Genre: Frauenroman, Chicklit
Verlag:
  Heyne
Seiten: 352
Jahr: 2018
ISBN: 978-3-453-41891-2
Format: Taschenbuch
Preis:  9,99 €

Klappentext

„Den Gezeiten des Lebens trotzt man am besten zusammen …

Henriette, Mieke & Coco haben nichts gemeinsam – außer einer Lebenskrise! Während Frauenärztin Henriette unter dem Empty-Nest-Syndrom leidet, liebt Mieke einen verheirateten Mann. Die kinderlose Köchin Coco hingegen vertraut nur noch der Esoterik. In der psychosomatischen Klinik Seeblick müssen sie sich unbequemen Fragen stellen. Als sie auch innerlich ihre alten Fahrwasser verlassen, entdecken sie, dass Freundschaft vielleicht der beste Kompass für einen Neuanfang ist …

Drei Frauen, die längst auf eigenen Füßen stehen. Doch wie kommt man wieder auf die Beine?“

Meine Meinung

Zunächst möchte ich mich beim Heyne-Verlag ganz herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken. Das Buch hat sich sehr spannend angehört und ich hatte viel Spaß beim Lesen.

Das Cover zeigt drei Fische auf weiß-rot-gestreiftem Hintergrund. Ich finde es sehr ansprechend. Auch der Titel passt meiner Meinung nach super zur Geschichte. Vor allem, weil er doppeldeutig ist und das Buch beide Bedeutungen – sowohl das „außer Kontrolle sein“ als auch das Rudern als Sportart – beinhaltet.

Die Geschichte wird aus der Sicht der Gynäkologin Henriette Hoppe erzählt, in die ich mich allerdings nicht sofort hineinversetzen konnte – das lag wohl daran, dass Henriette deutlich älter und in einer ganz anderen Situation ist als ich (verheiratet, leitet eine Praxis, hat zwei Kinder, etc.). Sie kommt als Patientin in die psychosomatische Klinik Seeblick, wo sie gleich bei ihrer Aufnahme Coco und Mieke kennenlernt. Die Drei laufen sich immer wieder über den Weg und es entsteht eine wunderbare Freundschaft.

Mir haben die unterschiedlichen Charaktere gut gefallen. Henriette, Coco und Mieke haben all ihre ganz eigenen Macken und ihre eigene Art zu reden. Vor allem Mieke ist mir sofort ans Herz gewachsen, vielleicht, weil sie in meinem Alter ist, aber auch, weil sie einfach mit ihrer etwas flippigen Art eine tolle Figur ist.

Was mich ein bisschen gestört hat, war, dass die Klinik eine Luxusklinik war, die mehr einem Hotel glich, als einem Krankenhaus. Ich habe ja selbst schon Klinikerfahrung gesammelt und da durfte man sich beim Essen nie am Büfett bedienen, sondern musste das Krankenhausessen essen, das geliefert wurde. Und das schmeckte auch nicht immer so köstlich, wie dort. Kam allerdings auf die Klinik an.

Auch die eigentlichen psychischen Probleme kamen manchmal etwas zu kurz. Ich wusste lange Zeit nicht, warum die drei Frauen überhaupt in der Psychiatrie waren. Das fand man erst langsam allmählich heraus und doch fragte ich mich, ob es da nicht auch eine ambulante Therapie getan hätte. Aber ich bin keine Psychologin …

Der Schreibstil der Autorin ist, trotz des ernsten Themas, ziemlich locker und leicht mit dem einen oder anderen Witz gewürzt, sodass es wirklich Spaß macht, das Buch zu lesen.

Mir hat es insgesamt gut gefallen und ich vergebe ihm 4 Herzchen.

Über die Autorin

Annette Lies wurde 1979 im schönen Herne geboren und arbeitete zunächst als Werbekauffrau, Texterin und Stewardess, bevor sie 2015 ihr Dramaturgie-Studium an der HFF München abschloss. Ihr Debütroman „Saftschubse“ wurde 2011 veröffentlicht und gemeinsam mit dem Folgeband „Saftschubse – Neue Turbulenzen“ wird er derzeit für Sat1 verfilmt. Die Autorin lebt in München und Key West, Florida.

Mein Fazit

Ein leichter Roman, der dennoch ein ernstes Thema behandelt. Ich empfehle ihn gerne weiter.

Meine Bewertung

4herzchen


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