Rezension | „Das Joshua-Profil“ von Sebastian Fitzek

Titel: Das Joshua-Profil
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Thriller
Verlag:
Bastei Lübbe
Seiten: 429
Jahr: 2015
ISBN: 978-3-404-17501-7
Format: Taschenbuch
Preis: 10,90 €
Offizielle Website: 
*klick*

Klappentext

„Hast du die Fäden für dein Leben noch in der Hand?

Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen. Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß … im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.“

Meine Meinung

Nachdem ich ja vor kurzem den mit diesem Thriller zusammenhängenden Horrorroman „Die Blutschule“  gelesen und rezensiert habe, wollte ich auch endlich „Das Joshua-Profil“ von Sebastian Fitzek lesen. Hier nun meine Eindrücke  zu dem Buch.

Das Cover zeigt zwei Hände, die einen um die Finger gewickelten Faden halten. Es passt meiner Meinung nach gut zur Geschichte und auch der Titel ist super gewählt.

Die Figuren sind tiefgründig und vielschichtig. Der Protagonist Max ist ein gesetzestreuer Bürger, der es alles andere als leicht hat. Nicht nur, dass ihn seine Frau betrügt, nein, auch seine Bücher verkaufen sich seit seinem Debüt nicht mehr. Er hatte eine schwere Kindheit und das merkt man ihm auch an. Max‘ Tochter Jola ist nicht nur ziemlich vorlaut, sondern auch sehr, sehr liebenswürdig und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Cosmo, Max‘ Bruder, hat mir noch mehr gefallen als Max selbst. Einfach, weil er Ecken und Kanten hat, ein richtiger Antiheld eben. Auch wenn er in seiner Vergangenheit Schlimmes getan hat, das ich auch gar nicht verharmlosen möchte. Sicher sitzt er zurecht in der Psychiatrie.
Frida fand ich übrigens auch sehr toll, und das nicht nur weil sie den Namen meiner Großmutter trägt.

Die Handlung war – wie immer bei Fitzek – sehr spannend und jedes Kapitel endete auf einen kleinen Cliffhanger. Die Kapitellänge empfand ich ebenfalls als sehr angenehm, denn sie waren herrlich kurz, was mir viel lieber ist, als endlos lange Kapitel. Da denkt man sich eher, dass man noch ein weiteres Kapitel lesen kann.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Ich kann allerdings nicht sagen, aus wie vielen, da manche „Erzähler“ auch nur einmal vorkamen. Außer Max, der in der Ich-Perspektive geschrieben ist, sind alle anderen Perspektiven in der dritten Person Singular verfasst.

In der Geschichte werden Tabuthemen angesprochen und das hat mir sehr gut gefallen. Alle möchte ich nicht verraten, weil das spoilern würde. Nur so viel: Cosmo, Max‘ Bruder, ist pädophil. Trotzdem hat es Fitzek geschafft, dass man den Charakter sympathisch fand. Einfach deshalb, weil Pädophile auch nur Menschen sind – und nicht automatisch Kinderschänder. Viele lassen sich helfen und gehen freiwillig in Therapie, ohne jemals einem Kind etwas angetan zu haben. In Cosmos Fall ist das leider nicht so. Er hat viel Scheiße gebaut, aber dafür wurde er auch bestraft. Er verändert sich im Laufe der Geschichte zum Guten und diese Entwicklung war schön mit anzusehen.

Ich kann das Buch wirklich nur allen Thriller-Fans empfehlen. Von mir gibt’s jedenfalls fünf Herzchen.

Über den Autor

Sebastian Fitzek wurde 1971 geboren und veröffentlichte 2006 seinen ersten Psychothriller „Die Therapie“. Seither ist er ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Seine Romane wurden bereits mehr als 10 Millionen mal verkauft und in 24 Sprachen übersetzt. Manche seiner Psychothriller wurden sogar schon verfilmt oder im Theater aufgeführt. Der Autor lebt mit seiner Familie in Berlin.

Fazit

Ein spannender Thriller, der mit Tabus aufräumt und in der heutigen Zeit, in der wir immer mehr unsere Daten preisgeben, hochaktuell ist. Ich empfehle ihn gerne weiter.

Meine Bewertung

5herzchen


Ähnliche Beiträge

Achtung!

Beim Senden eines Kommentars werden Daten (Name, E-Mail, Website, IP-Adresse, etc.) gesammelt. Mit dem Abschicken deines Kommentars erklärst du dich mit der Datenschutzerklärung einverstanden

 

Werbeanzeigen

2 Kommentare zu “Rezension | „Das Joshua-Profil“ von Sebastian Fitzek

  1. Pingback: Monatsrückblick | Februar 2019 | Myna Kaltschnee

  2. Pingback: Lesemonat | Februar 2019 | Myna Kaltschnee

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.