Rezension | „Der tote Prinz“ von Katherina Ushachov

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Titel: Der tote Prinz (Märchenspinnerei, Book 16)der tote prinz cover
Autorin:
Katherina Ushachov
Genre: Dystopie, Steampunk, Märchenadaption
Verlag:
 Selfpublishing (Print im Machandel Verl.)
Seiten: 137 S.
Jahr:
2019
Format: Kindle E-Book (in Kürze auch als Taschenbuch erhältlich)
Preis:
 2,99 €

Klappentext

„Ein toter Jüngling.
Ein sprechender Spiegel.
Eine zerstörte Erde.

Verseuchte Luft, haushohe Müllberge und rivalisierende Warladys, von denen eine ihre Mutter ist: Das ist Elessas Welt. Jeder Schritt draußen kann den Tod bedeuten. Dennoch verlässt sie den Schutz des heimischen Palastes auf der Suche nach dem Mann, den sie eigentlich nie heiraten wollte. Die Alternative zu Dario jedoch, sein Stiefvater, wäre weit schlimmer. Der erschlich sich durch Mord seinen Platz als heimlicher Herrscher der rivalisierenden Familie und bedroht nun auch Elessas Heimat. Um ihm zu entgehen, folgt Elessa der einzigen Spur, die sie hat: den Worten eines mechanischen Spielzeugs aus längst vergangener Zeit.
Ist Dario wirklich tot und damit das nächste Opfer des ruchlosen Stiefvaters oder steckt wirklich Hoffnung in diesem einen Wort, das die Maschine für Elessa hat?

„Die tote Prinzessin und die sieben Recken“ einmal anders. Katherina Ushachov versetzt Puschkins Märchen in eine düstere Zukunft und erzählt im 16. Buch der Märchenspinnerei die Geschichte eines mutigen Mädchens – in den Überresten einer Gesellschaft, erbaut aus unserem Müll.“

Meine Meinung

Zunächst möchte ich mich bei der Autorin Katherina Ushachov herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich habe mich sehr darüber gefreut, die Geschichte bereits vorab lesen zu dürfen.

Das Cover zeigt ein schwarzes Mädchen in einer Wüste. Ich finde, das Cover passt gut zur Geschichte – dennoch müsste die Person rote Haare haben, wenn sie Elessa darstellen soll, was ich vermute. Der Titel „Der tote Prinz“ ist nicht besonders originell, aber er macht Sinn und deutet auf das Originalmärchen hin, was mir gut gefallen hat.

Die Geschichte wird immer abwechselnd aus den Perspektiven der Figuren erzählt. Ich muss zugeben, ich habe nicht gezählt, wie viele Perspektiven es gibt, aber fünf oder sechs müssten es schon sein. Durch diesen ständigen Wechsel fiel es mir schwer, eine Beziehung zu den einzelnen Charakteren aufzubauen. Schlussendlich schloss ich aber doch Elessa sehr ins Herz, ebenso den Sklaven Avital. Zu Dario konnte ich leider keinen richtigen Zugang finden.

Der Antagonist Lord Felix war auch sehr gut dargestellt. Für ihn empfand ich tiefste Abscheu, was aber gut ist, denn es gibt nichts schlimmeres, als für Figuren überhaupt keine Gefühle zu hegen. Dann lieber negative.

Trotz dem Problem, dass ich mich durch den ständigen Perspektivenwechsel  nicht richtig in die Figuren einfühlen konnte, sorgte dieser Schreibstil für Abwechslung und eine interessante Geschichte. Ich mag ja Katherina Ushachovs bildhafte Schreibe sehr gerne. Auch in diesem Buch konnte sie mich wieder völlig überzeugen.

Was mir an dem Buch ganz besonders gut gefallen hat, war das Setting: eine dystopische Welt mit Steampunk-Elementen. Sie war sehr schön ausgearbeitet und ich konnte sie mir richtig vor Augen führen. In der Wüste konnte ich die brennende Hitze förmlich spüren und in der Stadt die Müllberge riechen.

Das Originalmärchen, das in weiten Teilen sehr an „Schneewittchen“ erinnert, war deutlich zu erkennen, doch so gut in die andersartige Welt verwoben, dass eine ganz neue Geschichte daraus entstanden ist.

Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich dem Buch fünf oder nur vier Herzchen geben sollte. Doch ich habe mich dann für fünf entschieden. Das Buch konnte mich definitiv packen und ich empfehle es gerne weiter.

Über die Autorin

Katherina Ushachov wurde 1990 in Odessa, Ukraine geboren. 1997 kam sie nach Deutschland. Sie schreibt seit ihrer Kindheit, doch ihren ersten Roman beendete sie mit 18 Jahren. Am liebsten ist sie im Genre Fantasy unterwegs. Die Autorin hat den Master in „Weltliteratur“ und lebt heute in Österreich.

Fazit

Eine märchenhafte Steampunk-Dystopie über Freundschaft und Habgier, die ich gerne weiterempfehle.

Meine Bewertung

5herzchen

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4 Kommentare zu “Rezension | „Der tote Prinz“ von Katherina Ushachov

  1. Danke für deine Rezension <3.
    Elessas Haare sind auf dem Cover tatsächlich eher dunkelrot, wir haben mit Juliana wirklich SEHR lange nach einem geeigneten Stockfoto einer WoC mit roten Haaren gesucht, aber keine gefunden und uns darauf geeinigt, die Haare des Models vorsichtig einzufärben. Ab einer gewissen Färbestufe hätte sie leider karottenfarbene Haare gehabt, also war das der bestmögliche Kompromiss. Aber ja, auf dem Thumbnail sieht man die Farbe wirklich nicht mehr :'(
    Ich müsste darüber mal bloggen, weil mich das Ganze sehr wütend gemacht hat. Brauchst du ein Stockfoto mit einer weißen Person, bist du mit der Fülle an Models regelrecht überfordert. Aber wehe, die Person ist nicht weiß. Da war es eine Tortur, was zu finden.

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Katherina,

      bitte, gerne :) Danke DIR für die schönen Lesestunden. <3
      Oh ja, stimmt, wenn man auf dem großen Bild ganz genau hinschaut, kann man das Rot erkennen. Das glaube ich, dass das schwierig war, ein dunkelhäutiges Mädchen mit roten Haaren zu finden. Aber das Cover ist trotzdem gut gelungen.

      Liebste Grüße
      Myna

      Gefällt 1 Person

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