#Depribattle Reloaded | KW17/2019

Die KW17 brachte starke Angstzustände mit sich, vor allem am Freitag. Es gab jedoch auch gute Tage, aber lies selbst.

Mehr Infos zum Ablauf des #Depribattles findest du hier.

Das #Depribattle basiert auf einer Idee von der lieben Thekla von Wintermohn.

Der Beitrag umfasst den Zeitraum vom 22. bis 28. April 2019. Er ist wie eine Art Tagebuch aufgebaut und zeigt dir in (mehr oder weniger) regelmäßigen Updates, wie es mir gerade geht und wie ich im Kampf gegen meine psychischen Probleme vorankomme.

Achtung! Triggergefahr!

In diesen Beiträgen schreibe ich ziemlich hoffen und ehrlich über meinen Alltag. Es könnte passieren, dass ich Depression, Angstzustände, SVV oder ähnliche Symptome bei Menschen triggere, die dafür anfällig sind. Falls du zu solch einer Risikogruppe gehörst, rate ich dir davon ab, weiterzulesen.

#Depribattle (3)

Ostermontag, 22. April 2019, 22:12 Uhr

Der heutige Tag war richtig schön. Ich war mit dem Lieblingsmenschen bei meinen Eltern und wir haben einen Baggersee besucht. Zum Baden war es selbstverständlich noch zu kalt, aber man konnte dort prima picknicken. Manche Leute haben sogar auf der Wiese gegrillt.

Das haben wir später auch noch gemacht, allerdings bei meinen Eltern zu Hause und nicht am See. Dafür haben wir einmal den See umrundet und uns den ersten Sonnenbrand des Jahres eingefangen. :P

Ab und an haben mich kurz die Ängste und die gedrückte Stimmung eingeholt, aber die meiste Zeit konnte ich tatsächlich genießen.

Dienstag, 23. April 2019, 23:12 Uhr

So langsam komme ich nach diesem Tag zur Ruhe. Der Lieblingsmensch und ich haben es uns wieder schön gemacht.

Nachdem ich heute mal wieder länger geschlafen habe und wir gegessen hatten, konnte ich noch ein bisschen schreiben, das hat mir sehr gut getan.

Das absolute Highlight war aber ein Kinobesuch bei „Monsieur Claude 2“. Ich fühle mich zwar in Kinos immer ein  bisschen unwohl, weil es dunkel und laut ist (meine Hochsensibilität lässt grüßen) und ich teilweise sehr eng neben Fremden sitze, aber es hat mir trotzdem gut gefallen.

Es steht 2:0 für die Disziplin. Die Depression konnte ich zum Glück gut betäuben und auch die Ängste waren auszuhalten.

Mittwoch, 24. April 2019, 15:45 Uhr

Ich habe gerade die Spülmaschine aus- und wieder eingeräumt und dabei hat mich die Angst aus heiterem Himmel überfallen. Eiskalt hat sie zugeschlagen und ich bekam zittrige Knie und musste mich setzen.

Habe Atemübungen gemacht, tief eingeatmet durch die Nase und durch den Mund wieder aus. Das hat überraschenderweise sehr gut geholfen. Jetzt geht es mir wieder besser, aber ich fürchte mich davor, dass die Angst später wieder zuschlagen könnte.

Samstag, 27. April 2019, 20:19 Uhr

Gestern ging es mir sehr schlecht. Ich hatte brutale Angstzustände und das über den ganzen Tag verteilt.

Ich habe letzte Nacht deshalb auch sehr schlecht geschlafen, weil ich vor Angst nicht einschlafen konnte. Erst als ich eine Beruhigungstablette genommen habe, hat es mit dem Schlafen einigermaßen geklappt. Ich habe vielleicht fünf Stunden Schlaf bekommen, allerdings immer wieder mit Unterbrechung. Dementsprechend k.o. bin ich heute. Aber meine Ängste sind gerade wieder etwas schwächer.

Das will ich nutzen und kräftig in die Tasten hauen, denn gestern habe ich kaum geschrieben.

Sonntag, 28. April 2019, 22:30 Uhr

Heute ging es mir nicht so gut, aber auch nicht richtig schlecht. Ich war nur sehr lethargisch und wäre am liebsten den ganzen Tag im Bett geblieben. Außerdem habe ich Angst vor einem Termin, der nächste Woche ansteht.

Ich habe es mir dann aber auf dem Balkon gemütlich gemacht und ein bisschen gelesen. Das hat mir gutgetan. Einfach mal den Kopf in andere Welten stecken und frische Luft dabei einatmen. Das war schön.

Wochenfazit

Diese Woche steht es 4:3 für die Disziplin. Ich hatte zwei schreckliche Tage in der Woche und einen, der so einigermaßen ging. Vier Tage waren aber schön und da konnte ich die Depression/Angst in Schach halten.

Übrigens überlege ich, das #Depribattle wieder einzustellen. Ich fühle mich in letzter Zeit nicht wohl dabei, über meine psychischen Probleme zu schreiben. Zumindest nicht in dieser Form. Auf meinen Social Media Kanälen werde ich wohl weiterhin darüber berichten.


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